Present Past
Ausstellung|Regionalprojekt der Goethe-Institute Südosteuropas
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Goethe-Institut Belgrad, Bibliothek, Beograd
Ausstellungseröffnung: 02.11.2023 um 20:00 Uhr
Kunstcafé: 30.11.2023 um 20:00 Uhr
Mit Gästen aus der Region:
Gjorgje Jovanovik, Künstler, Kulturmanager und Mentor aus Skopje
Junge Schriftstellerinnen aus Rijeka: Sandra Kordić, Iva Mladenić, Marija Rađa und Lara Vrsalović
sowie Comic-Autor*innen aus Serbien:
Ana Petrović, Boris Stanić, Dragana Kuprešanin, Danilo Milošev Wostok i Zlata Vojnić Kortmiš (Zlata VK)
Moderation: Aleksandar Zograf und Zorica Milisavljević
Als Präsenzveranstaltung und online über Facebook und YouTube
Kunstcafé: 30.11.2023 um 20:00 Uhr
Mit Gästen aus der Region:
Gjorgje Jovanovik, Künstler, Kulturmanager und Mentor aus Skopje
Junge Schriftstellerinnen aus Rijeka: Sandra Kordić, Iva Mladenić, Marija Rađa und Lara Vrsalović
sowie Comic-Autor*innen aus Serbien:
Ana Petrović, Boris Stanić, Dragana Kuprešanin, Danilo Milošev Wostok i Zlata Vojnić Kortmiš (Zlata VK)
Moderation: Aleksandar Zograf und Zorica Milisavljević
Als Präsenzveranstaltung und online über Facebook und YouTube
Die Comics von Ana Petrović, Boris Stanić, Dragana Kuprešanin sowie die gemeinsame Arbeit von Danilo Milošev Wostok und Zlata Vojnić Kortmiš (Zlata VK), die in der Ausstellung im Goethe-Institut ausgestellt werden, sind im Rahmen des Regionalprojekts der Goethe-Institute in Südosteuropa unter dem gemeinsamen Namen „Present Past“ entstanden. Ziel dieses Projekts ist es, durch verschiedene künstlerische Formate einen tieferen Blick auf die kulturellen und politischen Beziehungen in den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens zu werfen. Durch eine Reihe künstlerischer Reaktionen auf Vergangenheit und Gegenwart erzeugt das Projekt eine Kettenreaktion, die Künstler*innen aus der Region verbindet und inspiriert.
In jedem Land, das an dem Projekt teilnimmt – Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Nordmazedonien und Serbien – wurde eine andere Art künstlerischer Workshops organisiert und von etablierten Autor*innen geleitet. In Bosnien und Herzegowina war es ein Fotoworkshop mit dem Fotografen Ziyah Gafić, in Kroatien ein Kurzgeschichtenworkshop mit dem Schriftsteller Zoran Žmirić, in Serbien ein Comicworkshop mit Aleksandar Zograf [RM1] und in Nordmazedonien ein künstlerischer Workshop mit Gjorgje Jovanovik.
Das Projekt beschäftigt sich mit dem Umbruch des ehemaligen Jugoslawiens, seinem Einfluss auf die Kultur sowie dem weiten und oft stereotypisierten Begriff des Balkans. Die Länder des ehemaligen Jugoslawiens haben eine lange gemeinsame Geschichte, und die Transformationsprozesse seit den 1990er Jahren bis heute verlaufen und manifestieren sich in jedem Land anders. Dreißig Jahre nach dem Ende Jugoslawiens, während wir immer noch die Folgen dieser großen Veränderungen spüren, eröffnen wir den Dialog und erforschen die enge Beziehung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Wir lassen zahlreiche Interpretationen des Zerfalls Jugoslawiens beiseite.
Bei der Einführungsveranstaltung aller teilnehmenden Länder, die Anfang dieses Jahres in Zagreb stattfand, wurden folgende Begriffspaare ausgewählt, die die teilnehmenden Länder sowie ihre Vergangenheit und Gegenwart verbinden: Pass und Arbeit, Meer und Geld, Kaffee und Sicherheit. Aleksandar Zograf, Mentor des Moduls in Serbien, wählte das letzte Paar als gemeinsames Thema.
Warum Kaffee und Sicherheit? Kaffee hat auf dem Balkan eine besondere Bedeutung und gilt als wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens vieler Menschen in der Region. Auf dem Balkan ist Kaffeetrinken nicht nur eine einfache Alltagsbeschäftigung, sondern tief verwurzelt in der Kultur und im gesellschaftlichen Leben der Menschen. Dieser Brauch wird von Generation zu Generation weitergegeben und hat in den Gesellschaften des Balkans eine starke soziale und emotionale Bedeutung.
Auf dem Balkan ist Kaffee mehr als nur ein Getränk – es ist ein Ritual, bei dem man Kontakte zu anderen Menschen knüpft und sich unterhält. Das Ritual des Kaffeetrinkens dient dazu, über Alltagsthemen zu sprechen, aber auch über Politik, Kultur, Familie und andere wichtige Themen zu diskutieren. Es ist eine Gelegenheit für tiefergehende Gespräche, Bindung, das Teilen von Freuden und Sorgen und das gemeinsame Schaffen bleibender Erinnerungen. Durch diesen Brauch wird Kaffee auf dem Balkan zum Symbol für Gastfreundschaft, Herzlichkeit und Zusammengehörigkeit.
Die beim Nova-Festival präsentierten Comics entstanden unter der Mentor*innenschaft von Aleksandar Zograf im Rahmen des Regionalprojekts „Present Past“ der Goethe-Institute Südosteuropas.
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Ort
Goethe-Institut Belgrad, Bibliothek
Knez Mihailova 50
11000 Beograd
Serbien
Knez Mihailova 50
11000 Beograd
Serbien