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19:00 Uhr

Kunst im Transit: Suzana Vulović

Gespräch|Eine neue Reihe in der Galerie „Wecheslstube“

  • Online Online | Goethe-Institut Belgrad, Bibliothek, Beograd

  • Sprache Serbisch

Ein Tisch und zwei Stühle vor der Wand der Galerie „Wechselstube“ des Goethe-Instituts Belgrad © Goethe-Institut/Relja Ivanić

Ein Tisch und zwei Stühle vor der Wand der Galerie „Wechselstube“ des Goethe-Instituts Belgrad © Goethe-Institut/Relja Ivanić

Mit:
Suzana Vulović, Künstlerin
Selman Trtovac, Goethe-Institut Belgrad
Zorica Milisavljević, Goethe-Institut Belgrad

Als Präsenzveranstaltung im Goethe-Institut Belgrad und online über Facebook und YouTube
Das Goethe-Institut in Belgrad verfolgt seit vielen Jahren die Idee, dass Kunst nicht ausschließlich in Galerien gehört, sondern auch an Orte der Begegnung im Alltag – wie etwa in die Bibliothek. Im Rahmen dieses Konzepts wurde der Ausstellungsraum Wechselstube entwickelt, der nicht nur der Präsentation von Ausstellungen dient, sondern auch ein Ort der Begegnung, des Ideenaustauschs und des Gesprächs ist.

Eines der Formate, das in der Menjačnica gepflegt wird, ist das Kunstcafé – ein Raum für offene Gespräche über Kunst, Gesellschaft und alles, was sie miteinander verbindet. In jüngster Zeit jedoch kam das Bedürfnis auf, einen eigenen Raum für junge Künstler*innen zu schaffen, die einen Teil ihrer Ausbildung und künstlerischen Entwicklung im Ausland verbracht haben. So entstand das neue diskursive Format „Kunst im Transit“, als eigenständige Plattform, die sich genau diesen Erfahrungen widmet.

Die Tatsache, dass junge Künstler*innen für ihr weiterführendes Studium ins Ausland gehen, ist kein neues Phänomen in Serbien und auf dem Balkan – es existiert bereits seit dem späten 19. Jahrhundert, als die ersten Generationen serbischer Künstler*innen sich in europäische Kulturzentren begaben, auf der Suche nach Wissen, Inspiration und neuen Perspektiven. Heute wie damals bringen solche Erfahrungen eine wertvolle Erweiterung mit sich – nicht nur auf persönlicher Ebene, sondern auch für die breitere künstlerische Gemeinschaft. Neue Kontakte, andere Blickwinkel, Ideenaustausch – all das bereichert die lokale Szene und fördert ihre Weiterentwicklung. Deshalb entstand das Bedürfnis, einen Raum für Gespräche über genau diese Erfahrungen zu schaffen. Hier können sie uns erzählen, wo sie waren, was sie gemacht haben, was sie gelernt haben – und wie sich all das heute in ihrer Arbeit widerspiegelt.

Das erste Gespräch in dieser Reihe führen wir mit Suzana Vulović, einer jungen Künstlerin, die einen Teil ihrer Ausbildung in London absolviert hat. Ihre persönliche Perspektive hilft uns, besser zu verstehen, was es bedeutet, eine Künstlerin in Bewegung zu sein – zwischen zwei Kulturen, zwei Bildungssystemen, zwei Welten.

Über die Künstlerin

Suzana Vulović

Suzana Vulović (geb. 1991 in Ivanjica) absolvierte ihr Bachelor- und Masterstudium an der Akademie der Bildenden Künste in Trebinje (Bosnien und Herzegowina) und erlangte anschließend mit höchster Auszeichnung den Master-Abschluss an der Metropolitan University in London. Seit 2016 stellt sie im In- und Ausland aus. Sie war an zahlreichen Projekten als Künstlerin und Kuratorin beteiligt sowie an zahlreichen Residenzen und Künstlerkolonien. Sie ist Preisträgerin des Preises für die beste Zeichnung (2013) und für Malerei (2015) der Akademie der Bildenden Künste Trebinje, der Plakette der Universität Ost-Sarajevo (2015) sowie des renommierten Chevening-Stipendiums (2023) des britischen Foreign, Commonwealth and Development Office.