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18:00 Uhr
Tanzträume
Filmvorführung|Jugendliche tanzen „Kontakthof“ von Pina Bausch
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Egomio Cultural Centre, Nikosia
- Sprache Deutsch mit englischen Untertiteln
- Preis Kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich.
Das Egomio Kulturzentrum veranstaltet ab sofort monatliche Tanzfilm-Abende für Eltern, Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren. Im April zeigt das Kulturzentrum in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Zypern den Film „Tanzträume“ von Anne Linsel und Rainer Hoffmann. Alle sind herzlich zum Film eingeladen und zu einem Treffen vor oder nach dem Film im Foyer des Kulturzentrums, um sich kennen zu lernen und auszutauschen.
In den 1970erJahren wurde Pina Bausch mit ihrer Weiterentwicklung des Tanztheaters und ihren Werken zu einer wichtigen Figur der internationalen Tanzszene. Sie gilt als eine der bedeutendsten Choreografinnen ihrer Zeit. Zwischen 1974 und 2009 war sie die Leiterin des Tanztheaters Wuppertal.
Das Stück „Kontakthof“ trägt die unverwechselbare Handschrift von Pina Bausch: es geht um Formen menschlicher Annäherung, um die Begegnung der Geschlechter, um die Suche nach Liebe und Zärtlichkeit mit all den dazugehörigen Ängsten, Sehnsüchten und Zweifeln – um Gefühle, die gerade für junge Menschen eine große Herausforderung darstellen.
Fast ein Jahr lang begaben sich Jugendliche aus elf Wuppertaler Schulen auf eine emotionale Abenteuerreise. Jeden Samstag hieß es für über 40 Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 18 Jahren: Tanzprobe unter der Leitung der Bausch-Tänzerinnen Jo-Ann Endicott und Bénédicte Billiet und unter der intensiven Supervision von Pina Bausch.
Der Film „Tanzträume“ von Anne Linsel und Rainer Hoffmann begleitet den Probenprozess bis zur Premiere. Wir sehen die Jugendlichen bei ihren ersten, noch ungeschickten Versuchen, die Themen des Stückes in Bewegung und Choreographie umzusetzen, bis zum Finden einer eigenen tänzerischen Ausdrucksform. Sie entdecken sich selbst in einem Prozess, an dessen Ende jeder über sich selbst hinausgewachsen ist. Zärtliche, scheue aber auch aggressive Berührungen verdichten sich zu individuellen Erfahrungen, die viele der Jugendlichen zum ersten Mal auf der Bühne machen.
Pina Bausch hat die jungen Tänzer immer wieder ermuntert, „sie selbst zu sein“. Hinter ihren Bewegungen werden die Ängste, Gefühle, Wünsche und ihre „Tanzträume“ erkennbar. Am Ende ist jeder nicht nur erwachsener geworden, sondern vor allem selbstbewusster, selbständiger und skeptischer gegenüber Vorurteilen. Mit einer ungewöhnlichen Nähe lernen wir die jugendlichen Protagonisten auf unterschiedliche Weise kennen, so zeichnet der Film das Portrait einer ganzen Generation.
Pina Bausch starb am 30. Juni 2009. „TANZTRÄUME - Jugendliche tanzen Kontakthof von Pina Bausch“ zeigt die letzten Filmaufnahmen und das letzte Interview mit der weltberühmten Tänzerin. Der Film wurde auf der Berlinale 2010 gezeigt.
Dauer: 92 min
In den 1970erJahren wurde Pina Bausch mit ihrer Weiterentwicklung des Tanztheaters und ihren Werken zu einer wichtigen Figur der internationalen Tanzszene. Sie gilt als eine der bedeutendsten Choreografinnen ihrer Zeit. Zwischen 1974 und 2009 war sie die Leiterin des Tanztheaters Wuppertal.
Das Stück „Kontakthof“ trägt die unverwechselbare Handschrift von Pina Bausch: es geht um Formen menschlicher Annäherung, um die Begegnung der Geschlechter, um die Suche nach Liebe und Zärtlichkeit mit all den dazugehörigen Ängsten, Sehnsüchten und Zweifeln – um Gefühle, die gerade für junge Menschen eine große Herausforderung darstellen.
Fast ein Jahr lang begaben sich Jugendliche aus elf Wuppertaler Schulen auf eine emotionale Abenteuerreise. Jeden Samstag hieß es für über 40 Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 18 Jahren: Tanzprobe unter der Leitung der Bausch-Tänzerinnen Jo-Ann Endicott und Bénédicte Billiet und unter der intensiven Supervision von Pina Bausch.
Der Film „Tanzträume“ von Anne Linsel und Rainer Hoffmann begleitet den Probenprozess bis zur Premiere. Wir sehen die Jugendlichen bei ihren ersten, noch ungeschickten Versuchen, die Themen des Stückes in Bewegung und Choreographie umzusetzen, bis zum Finden einer eigenen tänzerischen Ausdrucksform. Sie entdecken sich selbst in einem Prozess, an dessen Ende jeder über sich selbst hinausgewachsen ist. Zärtliche, scheue aber auch aggressive Berührungen verdichten sich zu individuellen Erfahrungen, die viele der Jugendlichen zum ersten Mal auf der Bühne machen.
Pina Bausch hat die jungen Tänzer immer wieder ermuntert, „sie selbst zu sein“. Hinter ihren Bewegungen werden die Ängste, Gefühle, Wünsche und ihre „Tanzträume“ erkennbar. Am Ende ist jeder nicht nur erwachsener geworden, sondern vor allem selbstbewusster, selbständiger und skeptischer gegenüber Vorurteilen. Mit einer ungewöhnlichen Nähe lernen wir die jugendlichen Protagonisten auf unterschiedliche Weise kennen, so zeichnet der Film das Portrait einer ganzen Generation.
Pina Bausch starb am 30. Juni 2009. „TANZTRÄUME - Jugendliche tanzen Kontakthof von Pina Bausch“ zeigt die letzten Filmaufnahmen und das letzte Interview mit der weltberühmten Tänzerin. Der Film wurde auf der Berlinale 2010 gezeigt.
Dauer: 92 min
Regie: Anne Linsel
Drehbuch: Anne Linsel
Kamera: Rainer Hoffmann
Schnitt: Mike Schlömer, Volker Gehrke
Produzent: Anahita Nazemi, Gerd Haag
Koproduzent: Anne Linsel
Ton: Uwe Dresch, Thomas Keller, Tobias Linsel, Paul Oberle, Tim Dohnke
Ton-Design: Uwe Dresch