Exchange Residency: Munich – Copenhagen
Bildende Kunst

Art Hub Copenhagen (AHC), das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und das Goethe-Institut Dänemark haben gemeinsam ein Austauschprogramm für die Jahre 2027–2029 ins Leben gerufen. Das Programm bietet bildenden Künstler*innen aus München die Möglichkeit, einen Arbeitsaufenthalt bei Art Hub Copenhagen in Kopenhagen zu verbringen, während es bildenden Künstler*innen aus Dänemark einen Aufenthalt in der Villa Waldberta in München ermöglicht. 

Ansicht vom Innenraum im Kulturzentrum Thoravej 29. Durch Glaswände schaut man auf Büro- und Aufenthaltsräume auf mehreren Ebenen des Gebäudes, das durch rauhe Betonwände und Betonträger auffällt. Foto: Hampus Berndtson

Open Call

Bildende Künstler*innen mit Wohnsitz in München können sich bis zum 15. Oktober 2026 um einen Arbeitsaufenthalt bei Art Hub Copenhagen bewerben. Der Aufenthalt dauert etwa drei Monate und findet vom 1. Februar bis zum 31. April 2027 statt. 

Bewerbung

Bewerbungen für den Aufenthalt in Kopenhagen vom 1. Februar bis zum 31. April 2027 werden ab jetzt entgegengenommen.

Bewerbungsschluss: 15. Oktober 2026, 23:59 Uhr.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung über das Kulturreferat der Landeshauptstadt München ein:

Ehemalige Teilnehmer*innen

Johanna Gonschorek

2026

Auf Einladung des Goethe-Instituts, Art Hub Copenhagens und des Kulturreferats der Stadt München verbrachte die Künstlerin Johanna Gonschorek 2026 einen zweimonatigen Residenzaufenthalt in Kopenhagen.

Ein zentrales Anliegen von Johanna Gonschorek ist es, in ihren Arbeiten verschiedene Wahrnehmungsebenen zu verbinden und unterschiedliche Kontexte auf vielfältige Weise erlebbar zu machen. Sie interessiert sich sowohl für alltägliche Situationen, Orte und Diskurse als auch für historische und politische Kontexte und die Arbeit mit Archiven. Darüber hinaus liegen ihren Werken oft feministische Fragestellungen zugrunde. Ihr recherchebasierter Ansatz basiert auf der Kombination von skulpturalen und multimedialen Mitteln und bietet große Freiräume in Bezug auf Formen und Inhalte. Im Zentrum ihrer künstlerischen Praxis stehen komplexe Installationen, in denen die Künstlerin ganz unterschiedliche Materialien, skulpturale Elemente und Klänge sowie Text und Sprache einsetzt. Einerseits enthalten die Arbeiten klare Referenzen auf bekannte Phänomene, die rasch kognitiv erfasst und eingeordnet werden können. Andererseits lassen sie den Betrachter*innen viel Raum für individuelle Assoziationen und Interpretationen.

Johanna Gonschorek, geboren 1989, lebt und arbeitet in München. Sie studierte Bildende Kunst, Kulturwissenschaften und Kunstpädagogik in München und schloss 2020 ihr Studium der Kunstpädagogik bei Professor Stephan Dillemuth und 2021 ihr Studium der Bildhauerei bei Professor Nicole Wermers ab. Die Künstlerin wurde mit mehreren Preisen und Stipendien ausgezeichnet. 2023 erhielt sie ein Residenzstipendium von Urbane Künste Ruhe am Haus der Geschichte des Ruhrgebiets in Bochum und 2024 den Bayrischen Kunstförderpreis. Johanna Gonschoreks Arbeiten wurden unter anderem im Bonner Kunstverein, im W139 Amsterdam und im Kunstverein München ausgestellt. Seit 2023 ist sie Künstlerische Mitarbeiterin an der Akademie der Bildenden Künste München.

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