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Tallinna Kunstihoone© Kaarel Koplimets

Artist in Residence - Kunsthalle Tallinn

Das Goethe-Institut Estland und Kunsthalle Tallinn haben gemeinsam ein neues internationales Residenzprogramm für in Deutschland lebende professionelle Künstler*innen ins Leben gerufen. Ziel dieses Programms ist es, künstlerische Recherchen und den Diskurs über die Themen ökologisches Bewusstsein, ökologische Nachhaltigkeit und Ethik des Kunstschaffens anzuregen. Wir sind daher besonders an Künstler*innen interessiert, deren Arbeiten innovative und revolutionäre Ansinnen für eine bessere Beziehung zwischen Planet und menschlichen bzw. nicht-menschlichen Wesen verfechten.

Künstlerin der Residenz 2021:

Gisèle Gonon © Aleks Slota Ab dem 1. August 2021 wird die Künstlerin Gisèle Gonon einen zweimonatigen Aufenthalt in der Kunsthalle Tallinn verbringen. Gisèle wurde aus über 100 Bewerbern ausgewählt. In Estland wird sie ihre Forschungen zur Landwirtschaft fortsetzen, wobei sie sich besonders auf Fragen im Zusammenhang mit Ackerland und dessen Ausbeutung konzentriert.

Gisèle interessiert sich für Formen von Gegenmacht und Widerstand, die sich in „Prozessen von Wiederaneignung“ u.a. in Bereichen wie Arbeit und Landwirtschaft finden lassen. In ihrer multidisziplinären Arbeitsweise – beeinflusst von einer Ästhetik des Do-it-Yourself des ländlichen und bäuerlichen Umfelds, aus dem sie stammt – versucht sie zu verstehen, wie kapitalistische Systeme Individuen und Ländereien, in die investiert wird, beeinflussen. Ihre Arbeiten wurden europaweit in diversen Museen, Galerien und Kunstwochen ausgestellt: Bundeskunsthalle (Bonn, 2020), gr_und (Berlin, 2020), Leipziger Baumwollspinnerei (2019), Art Contemporary Weekend (Bordeaux, 2019), Reinbeckhallen (Berlin, 2018). Zudem nahm sie an verschiedenen Kunstresidenzen teil: NAC (Nida, Lituanien, 2020), Factatory (Galerie Tator, Lyon, 2021).

Gisèle Gonon lebt derzeit in Berlin. Sie schloss 2005 ihren Master in Fine Art an der École des Beaux-Arts in Saint-Étienne (ESADSE) ab und nahm 2018 am Berliner Stipendienprogramm Goldrausch teil.

Jury 2021:

Siim Preiman, Kurator der Kunsthalle Tallinn
Eva Schmitt, stellvertretende Leiterin des Bereichs Bildende Kunst am Goethe-Institut
Laura Toots, Kuratorin am Museum für Zeitgenössische Kunst Estland (EKKM)
Hanna Piksarv, Künstlerin
Christiane Mennicke-Schwarz, Direktorin des Kunsthauses Dresden
 

Die Kunsthalle Tallinn (Tallinna Kunstihoone) ist eine 1934 gegründete Institution für zeitgenössische Kunst mit drei Ausstellungsräumen im Zentrum von Tallinn: Kunsthalle Tallinn, Art Hall Gallery und City Gallery. Die Kunsthalle adressiert mit herausragenden Programmen dringende Fragen der zeitgenössischen Kunst und Gesellschaft und unterstützt Künstler*innen bei der Erstellung neuer Ausstellungen und Werke. Sie ist Teil der größeren internationalen zeitgenössischen Kunstszene und regt einen aktiven Gedankenaustausch zwischen lokaler/internationaler Fachwelt und Publikum an. Darüber hinaus organisiert die Kunsthalle Tallinn ebenso Ausstellungen im Ausland. Bei der Zusammenstellung des Programms legt sie Wert auf zeitgemäße, internationale, sorgfältig kuratierte Inhalte, die verschiedene Generationen mit einbeziehen.

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