Gästebuch Louisa Marie Summer

Louisa Marie Summer
© Goethe-Institut Tallinn/Gretlin Prukk

Über ihre Eindrücke spricht die Fotografin Louisa Marie Summer, die im Rahmen einer Fotografenresidenz im Herbst 2016 in Tallinn und Narva zu Besuch war.

In Estland hat mich überrascht ...
... die Existenz von Grenzen in einem Land buchstäblich zu spüren, das Teil der Europäischen Union ist. An Tallinn fand ich spannend, dass es eine Stadt am Meer ohne wirkliche Anbindung an das Meer ist, mit einigen leerstehenden Gebäuden in diesem Bereich, wie die Stadthalle (Linnahall) und die Festungsanlage „Patarei“.

An Deutschland erinnert mich in Tallinn …
... am meisten die Altstadt (an Hansestädte und andere mittelalterliche Städte in Deutschland).

Ich habe für mich entdeckt …
... die beeindruckende Textilfabrik Kreenholm, ein verlassener Komplex mit industrieller Architektur auf der sogenannten „Kräheninsel“ im Narva-Fluss. Die Fabrik war einst eine der größten Baumwollspinnereien der Welt mit über 24.000 arbeitenden Händen an ihren Maschinen. Ein besonderer Ort! In Tallinn habe ich für mich das geschichtsträchtige Kopfsteinpflaster, die köstlichen Kuchen und die russischen Bars / Discos entdeckt. In guter Erinnerung bleiben werden mir auch die vielen liebenswerten Menschen, denen ich begegnet bin.