Spielfilm Stillstehen

Stillstehen Foto: CALA Filmproduktion

Di, 26.11.2019

Kino Sõprus

Vana-Posti 8
Tallinn

Internationale Premiere

Wettbewerb Erstlingsfilm

Deutschland 2019; 90 Min
Regie: Elisa Mishto
Darsteller*innen: Natalia Belitski, Luisa-Céline Gaffron, Martin Wuttke, Katharina Schüttler, Giuseppe Battiston, Ole Lagerpusch, Tim Kalkof, Leslie Malton, Jürgen Vogel, Kim Riedle


Julie ist schlagfertig und eigensinnig. Die Mittzwanzigerin tut am liebsten nichts, weshalb sie sich schon mal freiwillig in eine psychiatrische Klinik einweisen lässt. Krankenschwester Agnes ist hingegen stets bemüht, alles richtig zu machen und sämtliche Erwartungen an sie zu erfüllen, auch wenn ihr das nicht immer ganz so gut gelingt wie gedacht. Als die beiden eines Tages zufällig aufeinandertreffen, spricht daher nichts dafür, dass sie etwas miteinander anfangen können. Doch trotz ihrer enormen Unterschiede fühlen sie sich rasch zueinander hingezogen und beginnen gemeinsam, die Welt wieder mit neuen Augen zu sehen... und starten ihre persönliche Rebellion, die sie an ihre Grenzen führt. Ein Generationenporträt, das so poetisch wie gewitzt erzählt.
 

Das Casting von Natalia Belitski als Julia und Luisa Céline Gaffron als Agnes ist eine der vielen Dualitäten, mit denen Elisa Mishto in ihrem außergewöhnlich genauen Debüt so spannend spielt. Die Verbindung von Drama und wilder Komödie bis hin zu tonalen Wechseln im Herzen des Films, und von rasanten Textzeilen der Hauptdarstellerin und absoluter Stille in der Rolle des italienischen Charakterdarstellers Giuseppe Battiston sind weitere schöne Entscheidungen. Und die Musik von Sascha Ring, besser bekannt als Elektrogröße Apparat und der Band Lea Porcelain rundet eine Kinoerfahrung ab, die zugleich leicht und ein existentieller Trip ist, deutsches und italienisches Flair verbindet – und die Zuschauer bewegt.

Christoph Gröner

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