ÜBER DIE RESIDENZ
Anlässlich ihrer Einladung zum Festival WUNDER in München kehrt das Kollektiv Monte Isla im Rahmen einer Produktionsresidenz erneut zu uns zurück – bereits zum zweiten Mal nach einem erfolgreichen ersten Aufenthalt. Die Residenz findet in Zusammenarbeit mit Réplika Teatro statt und begleitet die Entwicklung ihres neuen Projekts. Wir freuen uns sehr, diesen intensiven künstlerischen Prozess erneut unterstützen zu dürfen.
ÜBER DIE KÜNSTLER*INNEN UND DAS PROJEKT
Monte Isla wird von Adrià Girona, Andrea Pellejero und Rut Girona gebildet, zusammen mit weiteren Mitwirkenden, die in der Umlaufbahn des Projekts aktiv sind.
Die Kompanie erforscht in ihren Arbeiten die Idee des Landschaftsbegriffs. Ausgehend von diesem Konzept hat sie eine Reihe von Praktiken entwickelt, die sich mit der „leblosen Choreografie“ beschäftigen – also allem, was Teil der Inszenierung ist und kein menschlicher Körper: Bühnentechnik (Ton, Licht, Mechanik), der Aufführungsraum, Bühnenbild und Requisiten. All diese „Materie“ wird als Gliedmaßen eines einzigen lebendigen Organismus verstanden – einer „großen Marionette“.
Diese Forschung hat zu drei Stücken geführt, die gemeinsam die Trilogie über die Landschaft bilden:
Allí donde no estamos, uraufgeführt 2021 im Raum Nyam Nyam im Rahmen des Zyklus Si no vols pols no vinguis a l’era,
Donde empieza el bosque acaba el pueblo, präsentiert auf dem Festival TNT 2022,
und Escuchas del paisaje, uraufgeführt 2023 im Theater La Mutant.
Diese drei Teile folgen keiner narrativen Reihenfolge, sondern gehören zu einem gemeinsamen szenischen Universum, das sich mit der Abwesenheit menschlicher Körper und von der Zivilisation verlassenen Räumen beschäftigt. In diesen erzählfreien Orten setzt Monte Isla eine kontemplative Zeit in Gang und lädt das Publikum dazu ein, eine szenische Landschaft zu betrachten. Der Blick der Zuschauenden strukturiert diese theatralen Anordnungen, bei denen das Sehen im Zentrum der Erfahrung steht.
Wo befinden wir uns – und von wo aus betrachten wir?
Die Kompanie ist in Can Donzella ansässig, einem Kulturprojekt in der Ortschaft Sils. Im Jahr 2023 wurde sie Mitbegründerin des Festivals Això al poble no li agradarà gemeinsam mit verschiedenen kulturellen Strukturen und Kompanien aus der Provinz Girona. Dieses Festival hat zum Ziel, ein lokales Netzwerk rund um die performativen Künste und kontextuelle Praxis aufzubauen.
Monte Isla
