Verschwindende Wand

Anlässlich der EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands wird die Installation in zehn europäischen Ländern zu sehen sein – jeder darf dann ein Zitat mitnehmen. Foto (Ausschnitt): Natalia Cheban

Anfang Juli 2020 hat Deutschland für sechs Monate die EU-Ratspräsidentschaft übernommen. Aus diesem Anlass organisiert das Goethe-Institut ein besonderes europäisches Kulturprogramm, in dessen Rahmen von September bis November 2020 in drei spanischen Städten - Segovia, Madrid und Barcelona - die interaktive Installation Verschwindende Wand präsentiert wird.

© Celia de Coca

Die Verschwindende Wand ist ein einmaliges Objekt: Europäer*innen haben in einem europaweiten Wettbewerb in zehn Länder von Januar bis März 2020 ihre Lieblingszitate – ein Gedanke von Hannah Arendt, eine Liedzeile von Bob Dylan, eine Zeile aus dem Film Forrest Gump oder ein Satz des spanischen Schriftsteller Eduardo Mendoza – eingereicht. Die lokale spanische Jury mit Sheila Cremaschi (künstlerische Leiterin und Direktorin des HAY Festivals Segovia), Núria Sara Miras (Professorin für Politische Philosophie an der Universitat de Barcelona), Arnau Pons (Lyriker, wissenschaftlicher Autor, Essayist, Literaturübersetzer und Heraus­geber) und Óscar Quejido (Professor für Philosophie an der Universidad Complutense de Madrid) hat daraus die besten ausgewählt. Diese Zitate werden in der Installation präsentiert, als Zeichen für die sprachliche und geistige Vielfalt unseres Kontinents. Die Verschwindende Wand lädt die Passanten dazu ein, ein Stück von dieser Vielfalt an sich zu nehmen: die Installation besteht aus einem Plexiglasgerüst, das mit Holzklötzen mit den eingravierten Zitaten gefüllt ist. Man kann sie als Andenken behalten oder an Freunde und Bekannte verschenken.

Indem die Zitatklötze allmählich verschwinden, verschwindet auch die Wand, was auf symbolische Weise vor Augen führen wird, dass die Mauern, die wir errichten und die Gemeinschaften, Völker und gewöhnliche Menschen voneinander trennen, auch verschwinden können, wenn wir uns gemeinsam dafür einsetzen.

Zur selben Zeit wie in Spanien wird die Installation auch in Belgien, Deutschland, Griechenland, Großbritannien/Nordirland, Italien, Litauen, den Niederlanden, Polen und auf Zypern gezeigt.

 
  • Die „Verschwindende Wand“ ist eine Installation aus einem Plexiglasgerüst, in das rund 6.000 Holzklötze mit Zitaten eingesetzt werden. Foto (Ausschnitt): © Natalia Cheban

    Die „Verschwindende Wand“ ist eine Installation aus einem Plexiglasgerüst, in das rund 6.000 Holzklötze mit Zitaten eingesetzt werden.

  • Zurück bleibt dann nur das durchsichtige Plexiglasgitter, in dem sich anfangs die Zitate befanden: Die Wand ist verschwunden. Foto (Ausschnitt): Natalia Cheban

    Zurück bleibt nur noch das durchsichtige Plexiglasgitter, in dem sich anfangs die Zitate befanden: Die Wand ist verschwunden.

  • Die Verschwindende Wand in Tel Aviv Foto © Natalia Cheban

    Die Verschwindende Wand in Tel Aviv

  • Die Verschwindende Wand in Tel Aviv Foto © Natalia Cheban

    Die Verschwindende Wand in Tel Aviv

  • Die Verschwindende Wand in Tel Aviv Foto © Natalia Cheban

    Die Verschwindende Wand in Tel Aviv

  • Die Verschwindende Wand in Tel Aviv Foto © Natalia Cheban

    Die Verschwindende Wand in Tel Aviv

  • Die Verschwindende Wand in Tel Aviv Foto © Natalia Cheban

    Die Verschwindende Wand in Tel Aviv

 

Über die Installation:

Die interaktive Wandinstallation Verschwindende Wand geht auf eine Idee von Maria Jablonina in einem von dem Architekten und Ingenieur Werner Sobek durchgeführten und vom Goethe-Institut initiierten Workshop zurück. 
Die Installation besteht aus einem Plexiglasgerüst, in das rund 6.000 Holzklötze mit Zitaten eingesetzt werden. Nach der Enthüllung der Installation, hat jeder die Möglichkeit, Zitatklötze mitzunehmen. Zurück bleibt nur noch das durchsichtige Plexiglasgitter, in dem sie sich befanden: Die Wand ist verschwunden.

#disappearingwall #GoetheFürEuropa #GoetheForEurope #EU2020DE #EURatspräsidentschaft

Spanische Projektpartner: HAY Festival Segovia, Naves del Español en Matadero, Matadero Madrid, Ayuntamiento de Madrid (Stadt Madrid) und El Born Centre de Cultura i Memòria.

Die „Verschwindende Wand“ ist ein Projekt des Goethe-Instituts, gefördert mit Sondermitteln des Auswärtigen Amts zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020.


 
Goethe-Intitut
Auswärtiges Amt
EU2020

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