Film M - Eine Stadt sucht einen Mörder

M_Stadt_sucht_einen_Mörder_Titelbild © Horst von Harbou

Freitag, 07. Mai 2021, 19.00 Uhr

Centro Cultural Okendo - San Sebastián

Avenida Navarra, 7
20013 San Sebastián

Fritz Langs Krimiklassiker mit Peter Lorre als psychopathischem Mörder

Regie: Fritz Lang / Schwarz-Weiß-Film / Dauer: 98 Minuten / Erscheinungsjahr: 1931 / Hauptdarsteller: Peter Lorre (als Hans Beckert), Ellen Widmann (Mutter Beckmann), Inge Landgut (Elsie Beckmann), Gustaf Gründgens (Verbrecher), Friedrich Gnaß (Einbrecher) / FSK: ab 16 Jahren

Ein Kindermörder bedroht das friedliche Dasein in Berlin, beunruhigt die Bevölkerung, und die Ermittlungen der Polizei hindern die Gauner beträchtlich bei ihren einträglichen Geschäften. Daher macht sich die organisierte Verbrecherwelt parallel zu den Ordnungshütern auf die Suche nach dem pathologischen Täter. Den Ganoven gelingt es tatsächlich, ihn zu fassen, und er kommt vor ein Unterweltgericht, das ihn zum Tode verurteilt. Bevor der Mörder hingerichtet wird, erscheint jedoch die Polizei und nimmt ihn "im Namen des Gesetzes" fest.
M_Stadt_sucht_einen_Mörder_Subobjekt © Horst von Harbou Ein Mädchen spielt auf der Straße, wird von einem Mann angesprochen und folgt ihm. Der Bildschnitt macht deutlich: Der Mann ermordet das Kind. Während der Täter als scheinbar friedlicher Bürger unerkannt seiner Wege geht, wird bei der Suche nach dem Mörder die Bevölkerung zur Mitarbeit aufgerufen. Kollektivabscheu und Kollektivhaß richten sich gegen den Unbekannten. Die Panik in der Stadt wächst in Hysterie, Verfolgungswahn und latenter Haß werden freigesetzt. Die organisierte Unterwelt sieht sich durch die ständigen Razzien der Polizei in ihrem "geordneten" Treiben gestört. Sie wird zum Rivalen der regulären Ordnungsmächte. In einer als Parallele zur Konferenz der Polizei dargestellten Zusammenkunft der Gangster werden entsprechende Maßnahmen getroffen. Die Unterwelt stöbert schließlich mit Hilfe eines blinden Bettlers den Mörder auf. Er wird vor ein Ganovengericht gestellt, das seinen Tod fordert. Nur mit knapper Not kann die Polizei diese Lynchjustiz verhindern.

Mit "M" hat Fritz Lang einen Höhepunkt seines Schaffens erreicht. Der Widerspruch zwischen Naivität des Geschehens und künstlerischer Reflexion, der seine früheren Filme DER MÜDE TOD, DR. MABUSE, DIE NIBELUNGEN, METROPOLIS kennzeichnet, erscheint hier aufgehoben.

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