PASCH-Literaturclub „Herr der Diebe“

Eine Gruppe motivierter Schülerinnen der 1. Öffentlichen Schule Kutaissi hat sich einer Herausforderung gestellt: Geleitet von Elene Veliashvili (Studentin der Germanistik an der Akaki-Tsereteli-Universität Kutaissi und Praktikantin am Goethe-Institut) haben die Schülerinnen den Roman „Herr der Diebe“ von Cornelia Funke gelesen, diskutiert und kreativ bearbeitet. Immerhin stolze 388 Seiten auf Deutsch!

Literaturclub "Herr der Diebe"  © Elene Veliashvili  Literaturclub "Herr der Diebe" Elene Veliashvili

Die Schülerinnen befassten sich intensiv mit den Charakteren des Romans und beschrieben sie in ihren eigenen Worten. Ani Chikovani schreibt über Prosper: „Er schützt seine Lieben vor allem Bösen, er tut Dinge, die er nicht mag, aber er weiß, dass er keine andere Wahl hat. Er ist immer noch zu klein für eine so große Ladung.“

Und Ana Lomtadse erzählt von Wespe: „Vor allem respektiere ich  ihre Liebe zu Büchern. Das ist der Grund, warum ich sie so sehr mag. Wespes Lieblingstätigkeiten sind Lesen und Vorlesen. Sie hat ihre Meinung zu allem und hat immer gute Ideen. Wespe weiß, wann etwas gefährlich werden kann, ist aber auch unter bestimmten Umständen bereit, Risiken einzugehen. Sie ist ist für das Geld verantwortlich. Sie ist auch mutig und nur eine, die keine Angst hat, sich gegen den Scopio zu behaupten. Sie ist unabhängig. Ich denke, sie wäre Feministin. Ich mag Wespe und ihre Gewohnheiten.“

Auch darüber, wie es ist, ein Buch auf Deutsch zu lesen, berichten die Schülerinnen:

„Ich mag es, wenn mein Gehirn auf Reisen gehen kann. Ich war mal in Venedig und konnte mir alles so bildlich vorstellen. Die Geschichte hat sehr gut zum Ort gepasst. Die einzelnen Charaktere sind schön ausgefüllt und gut dargestellt.
Natürlich war das Buch nicht so einfach zu lessen. Persönlich habe ich viele neue Wörter gefunden. Insgesamt hat mir dieses Buch sehr geholfen, mein Deutsch zu verbessern.“

(Mariam Nemsitsveridze)

„Ich habe zum ersten Mal ein deutsches Buch gelesen und ich kann sagen, dass ich nicht enttäuscht bin, aber es gab tatsächlich viele Wörter, die neu für mich war. Und es ist natürlich sehr gut. Vielen Dank für dieses erstaunliche Abenteuer!“
(Kato Megreladze)

Nach dem ersten Treffen des Literaturklubs wurden die Schulen wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Umso mehr danken wir Elene Veliashvili und allen Schülerinnen, dass sie das Literaturprojekt so engagiert online zu Ende geführt haben!

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