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16:00–18:00 Uhr
50 Jahre Vergänglichkeit
Konzert|Toshio Hosokawa Konzert zum 70. Geburtstag
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Goethe-Institut Tokyo Saal, Tokyo
Reservierung hier
Der renommierte japanische Komponist und Träger der Goethe-Medaille, Toshio Hosokawa feiert in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag (Koki). In den letzten Jahren erfährt er anhaltende internationale Anerkennung; 2025 wurde er mit dem „Frontiers of Knowledge Award“ (Sparte Musik und Oper) der BBVA-Stiftung ausgezeichnet.
Das Goethe-Institut Tokyo veranstaltet aus diesem Anlass ein Konzert, das fünf Jahrzehnte seines Schaffens nachzeichnet und eine Auswahl seiner herausragendsten Kammermusik-Kompositionen präsentiert.
Musiker*innen, die mit Hosokawas Werken bestens vertraut sind, präsentieren ein Programm, das von seinen Kompositionen aus der Zeit in Berlin bis zu Hosokawas neuerenjüngsten Meiste rwWerken reicht. Das Konzert bietet Gelegenheit, den Kosmos das schöpferische von Toshio Hosokawas musikalischem Schaffen von Toshio Hosokawa in seiner ganzen Tiefe und Eigenständigkeit zu erleben.
Programm
- Winter Bird (1978) für Solo-Violine solo
Violine: Fumika Mohri
- Melodia (1979) für Solo-Akkordeon solo
Akkordeon: Tomomi Ota
- Line I (1984/86) für Solo-Flöte
Flöte: Yoshie Ueno
- Into the Depths of Time (1994/2025) für Saxophon und Akkordeon / Uraufführung der Saxophon-Fassung
Saxophon: Masanori Oishi, Akkordeon: Tomomi Ota
- Ecstasis (Selbst-Transzendenz) (2016/2020) für Solo-Violine
Violine: Fumika Mohri
- Spell Song – Lied der Beschwörung (2014–2015) Bearbeitung für Sopransaxophon von Masanori Oishi
Saxophon: Masanori Oishi
- Prayer for Rain (2018) für sechs Schlagzeuger*innen
Schlagzeug: Schlagzeugensemble der Kunitachi Musikhochschule
Harua Hotta, Yuto Kawasaki, Nao Takayama, Kenta Tanaka, Aina Fujiu, Kyosuke Yanase
Dirigent: Yoshinao Kihara
Klanggestaltung: Sumihisa Arima
Toshio Hosokawa wurde 1955 in Hiroshima geboren. 1980 nahm er am Internationalen Ferienkurs für Neue Musik in Darmstadt teil, wo seine Werke erstmals vorgestellt wurden. Seitdem entwickelt er seine kompositorische Tätigkeit vor allem in Europa und Japan. Zahlreiche Aufträge von führenden Orchestern, Musikfestivals und Opernhäusern in Europa und den USA belegen seine internationale Anerkennung.
Zu seinen bedeutendsten Werken zählen die Oper Hanjo (2004, Festival d’Aix-en-Provence), das Orchesterwerk Circulating Ocean (2005, Salzburger Festspiele), Woven Dreams (2010, im Rahmen der Roche Commissions), die Oper Matsukaze (2011, Théâtre de la Monnaie, Brüssel) sowie das Hornkonzert: Moment of Blossoming (gemeinsamer Auftrag der Berliner Philharmoniker, des Barbican Centre und des Concertgebouw). Diese Werke wurden u. a. von Kazushi Ono, Jun Märkl, Kent Nagano, Sir Simon Rattle und Franz Welser-Möst uraufgeführt.
Bei den Salzburger Festspielen 2013 erklangen zahlreiche seiner Werke, darunter Klage für Sopran und Orchester (ein Kompositionsauftrag des Festivals). 2016 wurde seine Oper Stilles Meer, die sich mit den Folgen der Dreifachkatastrophe von Fukushima auseinandersetzt, an der Staatsoper Hamburg uraufgeführt. 2017 brachte das Ensemble Intercontemporain seine Oper Futari Shizuka – Das Mädchen aus dem Meer in der Cité de la Musique in Paris zur Uraufführung. 2018 folgte die Oper Erdbeben. Träume an der Staatsoper Stuttgart.
Hosokawa wurde 2001 zum Mitglied der Akademie der Künste in Berlin und 2012 zum Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste gewählt. Er war Composer-in-Residence u. a. beim Tokyo Symphony Orchestra, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem WDR Rundfunkchor, dem Netherlands Philharmonic und beim Mozartfest Würzburg. In den Jahren 2006/07 und 2008/09 war er Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin.
Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter das japanische Ehrenzeichen Medal with Purple Ribbon, demr Japan Foundation Award (2018), derie Goethe-Medaille (2021) sowie demr 17. Frontiers of Knowledge Award (Kategorie Musik und Oper, 2025). Zurzeit ist er Künstlerischer Leiter des Takefu International Music Festival und Composer-in-Residence beim Hiroshima Symphony Orchestra (seit 2020/21).
Fumika Mohri gewann 2015 den Zweiten Preis beim 54. Internationalen Paganini-Violinwettbewerb und 2019 den Dritten Preis beim Internationalen Musikwettbewerb in Montreal. Darüber hinaus erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Kultur- und Kunstförderpreis der Stadt Yokohama, den Nachwuchspreis des Kyoto Aoyama Music Award sowie den Hotel Okura Music Award.
Nach ihrem Abschluss an der Fakultät für Literatur der Keio-Universität studierte sie im Solistendiplomkurs der Toho Gakuen School of Music, an der Kronberg Academy und beendete ihr Studium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln mit höchster Auszeichnung. Zu ihren Lehrern zählen Kaori Tajiri, Sachika Mizuno, Koichiro Harada und Mihaela Martin.
Derzeit spielt sie auf der Stradivari „Sasserno“ von 1717, die ihr von der Nippon Music Foundation zur Verfügung gestellt wird.
Tomomi Ota begann bereits in ihrer Kindheit mit dem Akkordeonspiel. Nach ihrem Abschluss im Facham Klavierfach an der Musikoberschule der Kunitachi Musikhochschule zog sie nach Deutschland, wo sie das Solistenstudium im Fach Akkordeon an der Folkwang Universität der Künste mit Bestnote abschlossabschloss, und das deutsche Konzertexamen erwarb. Sie studierte bei Mie Miki und setzte ihre Ausbildung zudem an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien fort.
SeitNach ihrer Rückkehr nach Japan konzertiert sie als Solistin und Kammermusikerin, bringt neue Werke zur Uraufführung und tritt mit Orchestern auf. Darüber hinaus hält sie Workshops zum Akkordeon an Musikhochschulen in ganz Japan und engagiert sich besonders für die Verbreitung des Instruments Akkordeaon im Bereich der klassischen und zeitgenössischen Musik, um dessen Faszination und Möglichkeiten aufzuzeigen.
Derzeit ist sie Dozentin für Akkordeon an der mit der Tokyo College of Music verbundenen Musikoberschule.
Yoshie Ueno schloss ihr Studium an der Tokyo University of the Arts als Jahrgangsbeste ab und erwarb dort auch ihren Masterabschluss. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe, darunter der Erste Preis beim 76. japanischen Musikwettbewerb, verbunden mit vier Sonderpreisen einschließlich des Publikumspreises; der Erste Preis beim 2. Tokyo Music Competition sowie der Erste Preis und Publikumspreis beim 15. japanischen Holzbläserwettbewerb.
Als Solistin trat sie mit zahlreichen Orchestern im In- und Ausland auf. Bislang veröffentlichte sie 13 CDs. Ihre 2021 erschienene Aufnahme Toshio Hosokawa: Werke für Flöte wurde von der europäischen Presse hoch gelobt.
Nach intensiver Konzerttätigkeit in den USA und verschiedenen europäischen Ländern erhielt sie 2018 den S&R Washington Award und trat unter anderem in der Carnegie Hall in New York auf. Seit Nach ihrer Rückkehr nach Japan setzt sie ihre rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland fort.
Masanori Oishi ist als Saxophonist im Bereich der klassischen Musik, insbesondere der zeitgenössischen Werke, breit tätig aktiv und wirkte bei zahlreichen Uraufführungen sowie japanischen Erstaufführungen mit.
Als Solist trat er bei bedeutenden Festivals und Konzertreihen auf, darunter B→C und Composerium in der im Tokyo Opera City, demas Suntory Hall Summer Festival, demas Takefu International Music Festival und Just Composed in der Yokohama Minato Mirai Hall. Darüber hinaus gastierte er bei Festivals in Europa und Asien, gab Recitals und leitete Meisterkurse an Musikhochschulen, wodurch er sich internationales Renomeeein internationales Profil erwarb.
Nach seinem dem Abschluss an der Tokyo University of the Arts und deren Graduiertenschule setzte er sein Studium in Frankreich fort und schloss am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris ab. Er erhielt den 13. Keizo-Saji-Preis sowie den Exzellenzpreis in der Kategorie „Aufnahmen“ beim Kunstfestival der japanischen Kulturbehörde (2019).
Sein jüngstes Album Light and Darkness – Toshio Hosokawa: Werke für Saxophon (Cairos) ist mit großem Erfolg bei dem Label Cairos erschienen.
Absolventin des Fachbereichs Aufführung und Komposition (Schlagzeug) an der Kunitachi Musikhochschule; derzeit Studentin im Diplomstudiengang derselben Hochschule eingeschrieben. Sie erhielt Unterricht bei Kazunori Meguro, Futoshi Shimizu und Toru Uematsu.
Im Jahr 2023 wurde sie als Stipendiatin des Segi-Kunststiftungsprogramms mit für einem kurzfristigens Auslandsstudium ausgezeichnet. Ebenfalls 2023 wurde sie vom Taiwan Philharmonic in das Jugendorchester Youth Orchestra aufgenommen und nahm an einer landesweiten Tournee mit fünf Konzerten in Taiwan teil.
Bereits seit ihrer Studienzeit wirkt sie regelmäßig als Gast bei professionellen Orchestern mit. Darüber hinaus engagiert sie sich intensiv in der Musikpädagogik, indem sie Workshops und Konzerte für ein breites Publikum von Kleinkindern bis zu Oberschülern gestaltet.
Yuto Kawasaki schloss sein Studium im Fach Schlagzeug an der Senzoku Gakuen Musikhochschule als Jahrgangsbester ab und trat beim Abschlusskonzert der Hochschule auf. In den ersten drei Studienjahren erhielt er jeweils den Preis für herausragende Leistungen im Fach Schlagzeug sowie dreimal das Maeda-Gedenkstipendium. Derzeit ist er im Diplomstudiengang an der Kunitachi Musikhochschule eingeschrieben.
Im Jahr 2023 gewann er den Hauptpreis beim 40. Nachwuchskonzert für Schlagzeug, veranstaltet von der Japan Percussion Association. Außerdem wirkte er bei Aufnahmen und Veranstaltungen zum Anime Sound! Euphonium 3 mit.
Kawasaki ist Mitglied des Steelpan-Orchesters PAN NOTE MAGIC und tritt in vielfältigen Formationen auf, darunter Schlagzeugensemble, Marimba und Steelpan.
Geboren 2002. Abschluss 2024 an der Kunitachi Musikhochschule, Fachbereich Aufführung und Komposition, Schwerpunkt Streicher, Bläser und Schlagzeug (Hauptfach Schlagzeug). Während ihres Studiums trat sie beim 112. Konzert für Solo- und Kammermusik auf. Zum Abschluss ihres Studiums spielte sie beim 49. Nachwuchskonzert der Tokyo Dōchōkai. Derzeit ist sie im Diplomstudiengang der Kunitachi Musikhochschule eingeschrieben.
Sie erhielt den Exzellenzpreis sowie den Tomoyuki-Okada-Preis beim 18. JBA Tokyo-Kanagawa Wettbewerb für Blas- und Schlagzeuginstrumente (Solokategorie).
Zu ihren Schlagzeuglehrer*innen zählen Masayuki Niino, Hidehiko Kōnishi, Hisae Hirako und Shoko Shinya. Zurzeit ist sie Dozentin an der Tokyo Music Academy.
Geboren in der Präfektur Shizuoka. Abschluss an der Hamamatsu Municipal High School. Als Schlagzeugsolist trat er bei mehreren Wettbewerben auf, darunter beim Japan Junior Wettbewerb für Blas- und Schlaginstrumente sowie beim internationalen Musikwettbewerb „Great Wall Cup“, und gewann jeweils den Ersten Preis in der Schlagzeugkategorie. Außerdem bestand er die Aufnahmeprüfung für die 29. Ausgabe von Shizuoka no Meishu-tachi („Meister*innen aus von Shizuoka“).
Zu seinen Lehrer*innen zählen Kazunori Momose, Hidehiko Kōnishi und Yuki Nakamura (Schlagzeug) sowie Momoko Kamiya (Marimba).
Derzeit studiert er mit einem Sonderstipendium im zweiten Jahr des Schlagzeugstudiengangs an der Kunitachi Musikhochschule
Geboren in der Präfektur Saitama. Abschluss an der Ina Gakuen Comprehensive High School. Sie gewann den Goldpreis sowie den Preis des Bildungsdirektors der Präfektur Saitama beim 16. Japanischen Wettbewerb für Blas-, Streich- und Schlaginstrumente (Solokategorie).
Zu ihren Lehrer*innen im Fach Schlagzeug zählen Hidehiko Kōnishi, Keiko Nishikawa und Atsumi Tsunakawa, im Fach Marimba Mitsuyo Wada.
Derzeit studiert sie im zweiten Jahr des Schlagzeugstudiengangs an der Kunitachi Musikhochschule.
Geboren in der Präfektur Saitama. Abschluss an der Musikoberschule der Kunitachi Musikhochschule; derzeit studiert er im zweiten Jahr an der Kunitachi Musikhochschule. Mit vier Jahren begann er Klavier und elektronisches Orgelspiel, mit zwölf Jahren Schlagzeug.
Er erhielt den Accord-Preis beim 28. Sonderwettbewerb des Saitama-Gunma Solocontests und war Preisträger beim 33. Nationalwettbewerb des Japanischen Klassischen Musikwettbewerbs.
Seine Lehrer*innen im Fach Schlagzeug und Marimba sind Shiho Morimoto, Itaru Akuhara, Ai Sakakibara und Toru Uematsu.
Yoshinao Kihara ist Dirigent und Komponist. Bereits mit 16 Jahren begann er sein Dirigierstudium bei Seiji Ozawa. Er absolvierte den Masterstudiengang Orchesterdirigieren an der Universität der Künste Berlin sowie den Masterstudiengang Chordirigieren an der Kunstuniversität Graz, wo er mit Auszeichnung abschloss und den Würdigungspreis erhielt.
Er wurde vielfach ausgezeichnet, ist Preisträger zahlreicher Auszeichnungen, u.a. mit dem darunter der 25. Goto Memorial Foundation Opera Newcomer Award, demr 31. Mitsubishi UFJ Trust Music Award für Opernaufführungen sowie demr 35. Music Pen Club Award (Sparte Zeitgenössische Musik). Kihara war Stipendiat der Rohm Music Foundation, der Honjo International Scholarship Foundation und Stipendiat des Förderprogramms für Nachwuchskünstler der japanischen Kulturbehörde. Zudem gewann er den 1. Preis beim 4. Tokyo Cantat, einem Chorleitungswettbewerb für junge Dirigenten.
Zu seinen Operndirigaten zählen unter anderem Robert Wilsons und Philip Glass’ Einstein on the Beach (Opernserie zum 50. Jubiläum des Kanagawa Kenmin Hall) sowie das Scenes Recital 2023 des Opernstudios am Neuen Nationaltheater Tokio. Er dirigierte außerdem das Polnische Nationalradio-Sinfonieorchester, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, das Kyoto Symphony Orchestra, das Gunma Symphony Orchestra, das Orchestra Ensemble Kanazawa, den Wiener Singverein sowie den Chor des Neuen Nationaltheaters Tokio.
Als Komponist und Arrangeur wirkte er beim Aufnahmeprojekt von Bariton Masumitsu Miyamoto und Mozart Singers Japan mit, wo er Mozarts unvollendete Opern Zaide und Lo sposo deluso ergänzte und die Klavierauszüge erstellte. Für das Kyoto Symphony Orchestra bearbeitete er Mozarts Ah, vous dirai-je, Maman Variationen für Orchester und leitete die Uraufführung. Darüber hinaus erhielt er einen Kompositionsauftrag vom Tokyo Philharmonic Chorus, dessen neues Werk im Januar 2025 im Rahmen des 266. Abonnementkonzerts unter seiner Leitung uraufgeführt wird.
Von 2019 bis 2025 war er Chefdirigent des Tokyo Philharmonic Chorus. Derzeit lehrt er an der Kunitachi Musikhochschule und ist Gastdozent an der Toho Gakuen Graduate School of Music.
Website: www.yoshinaokihara.com
Ort
Minato-ku
7-5-56 Akasaka
Tokyo
1070052 Japan