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19:00–19:40 Uhr
Sound Art
Performance-Konzert| – Performance-Konzert mit Klangskulpturen und Installationen
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Goethe-Institut Villa Kamogawa, Kyoto
- Preis Eintritt frei
Geleitet wird sie vom deutschen Klangbildhauer Lukas Kühne und dem japanischen Musikforscher Shin Nakagawa. Während Kühne an der Universidad de la República in Uruguay lehrt, organisiert er in Montevideo ein Sound Art Festival „Monteaudio“ und widmet sich seit vielen Jahren Klanginstallationen und Performances, u. a. durch die Herstellung von Klangobjekten aus Recyclingmaterialien. 2025 realisierte er im Dorf Totsukawa, Landkreis Yoshino (Präfektur Nara, Japan), die monumentale Klangskulptur ONKAI.
Nakagawa wiederum forscht und arbeitet im Raum Kansai in vielfältigen Bereichen, darunter Gamelan und Sound Art.
Der Ausgangspunkt dieser Performance bildet ein Workshop, den Kühne und Nakagawa gemeinsam leiten. Zehn Teilnehmerinnen mit unterschiedlichen Hintergründen – zeitgenössische bildende Künstler, Sänger, Schauspieler, Sound Artists, Bildhauer, Gamelan-Spieler, Universitätsprofessor, Studierende sowie Stipendiat der Villa Kamogawa – kommen in der Villa Kamogawa zusammen. Um eigene Klangobjekte aus Abfallmaterialien herzustellen.
Abfallmaterialien, die den Abfall des Alltags symbolisieren. Wir geben ihnen ein neues Design – und damit neues Leben. Wir möchten Sie einladen, diesem Prozess beizuwohnen. Wird sich unser Alltag dadurch verwandeln?
Performer (Villa Kamogawa):
Lukas Kühne, Shin Nakagawa, Takuya Oi, Manami Nishi, Atsushi Nishijima, Kazuki Takahata, Akiko Kimata, Haruna Kashiwagi, Cui Yuxuan, Tmnit Ghide
Weiteres Programm:
Eine Performance im gleichen Format findet mit teilweise veränderter Besetzung auch in der Stadt Kizugawa (südlicher Teil von Kyoto) statt.
Datum: Samstag, 31. Januar 2026, 17:00 Uhr (Ende gegen 17:40 Uhr)
Ort: Terakoya Yagiya 47 Shimonogaito, Reihei, Kamo-chō, Kizugawa-shi, Kyoto
Eintritt frei, keine Voranmeldung erforderlich
Kontakt: +81(0)90 6603 7963 (Sumimoto)
Performer: Bewohner*innen des Bezirks Mikanohara, Kamo-chō, Stadt Kizugawa
Performer
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Lukas Kühne
Bildhauer, Akustiker, Professor und Forscher.
Geboren in Stuttgart, Deutschland, lebt und arbeitet er heute in Montevideo, Uruguay.
Seine künstlerische Praxis ist stark interdisziplinär geprägt und umfasst häufig partizipative Elemente. Seine Werke wurden weltweit umfangreich ausgestellt.
Ein wesentlicher Schwerpunkt seiner permanenten Arbeiten im öffentlichen Raum liegt auf ihren sozialen, räumlichen und akustischen Auswirkungen. Zu den bedeutenden Beispielen zählen die Sound Station im Park der Sinne in BerlinWeißensee sowie Tubophono Opus II, Five Winds und Sound Bench, alle in Montevideo, Uruguay.
Besondere Bekanntheit erlangte Kühne durch seine monumentalen Klangskulpturen – Ensembles akustischer Räume, die auf musikalischen und harmonischen Konzepten beruhen. Zu seinen Hauptwerken gehören:
- Cromatico auf dem Singing Ground in Tallinn, Estland
- Tvisöngur, oberhalb des Künstlerdorfes Seyðisfjörður im Osten Islands
- Organum auf der Insel Hailuoto, Finnland
- ONKAI in der KumanoKodoRegion im Weiler Taketo, Totsukawa, Japan
Darüber hinaus kuratierte er zahlreiche Ausstellungen in Deutschland, Brasilien, Chile, Estland, Finnland, Mexiko und Uruguay.
Kühne ist Professor Titular am Institut für Bildende Kunst der staatlichen Universität UDELAR in Montevideo. Zudem ist er Leiter der Abteilung Sound Art sowie Direktor des Internationalen Klangkunstfestivals „Monteaudio“, beide an der Fakultät für Kunst angesiedelt. Er ist international in der Lehre tätig und arbeitet sowohl in Bachelor als auch in Postgraduiertenprogrammen. -
Shin Nakagawa
Geboren in der Präfektur Nara. Er forscht zu asiatischer Volksmusik, Soundscapes und Arts Management. Für sein Buch „Heian-kyō – Oto no Uchū („Heian-kyō – Das Universum des Klangs)“ erhielt er den Suntory Prize for Social Sciences and Humanities, den Kyoto-Musikpreis, den Fumio-Koizumi-Preis; für seine Aktivitäten im Bereich der zeitgenössischen Musik wurde er mit dem Kulturpreis der Präfektur Kyoto ausgezeichnet. Für seine Leistungen im Arts Management erhielt er den Sonderpreis der Japanischen Gesellschaft für Stadtplanung sowie den „Yumezukuri Machizukuri“-Preis.
Weitere Publikationen umfassen „Sound Art no Topos (Topos der Klangkunst)“, „Art no chikara (Die Kraft der Kunst)“ sowie den Roman „Sawa-Sawa“.
Für seine Arbeit mit Gamelan-Musik wurde er vom indonesischen Außenministerium im Rahmen des Kulturaustauschs geehrt (2007) und erhielt zudem eine Auszeichnung des indonesischen Generalkonsulats (2017). Für sein Engagement gegen Umweltlärm wurde er von der Präfektur Osaka juristisch ausgezeichnet (2019), und für seine künstlerischen Aktivitäten erhielt er den Kunstförderpreis der Stadt Kyoto (2024).
In den letzten Jahren konzentriert er sich verstärkt auf Museumsforschung und veröffentlichte gemeinsam mit Miho Nakanishi das Buch „Shōgai to mukiau bijutsukan (Museen im Umgang mit Behinderung)“ (2025).
Er ist Gastprofessor am Center for Urban Studies and Disaster Prevention der Osaka Metropolitan University sowie Lehrbeauftragter im Masterstudiengang Kuratieren der Chulalongkorn-Universität (Thailand).
Ort
Kawahara-cho 19-3, Yoshida, Sakyo-ku
Kyoto
606-8305 Japan