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19:00 Uhr

Deutsche Kassettentäter

Lecture|Einblicke von Felix Kubin

  • Goethe-Institut Tokyo, Bibliothek, Tokyo

  • Sprache Englisch mit japanischer konsekutiver Übersetzung
  • Preis Ausgebucht

Lecture Felix Kubin  

Lecture Felix Kubin  

Felix Kubin präsentiert Einblicke in die deutsche Home-Recording-Kassettenszene zwischen 1981 und 1993.

Ende der 1970er Jahre wurde die deutsche Musikszene durch eine regelrechte Explosion neuer Bands erschüttert, die sich klanglich radikal von allem unterschieden, was es zuvor gegeben hatte. Sie spielten Musik, die experimentell, verspielt, absurd, minimalistisch und scharfsinnig war, mit Texten, die ausschließlich auf Deutsch gesungen – oder häufiger geschrien – wurden. Kleine Labels wie ZickZack und Ata Tak begannen, Platten dieser jungen Künstler zu veröffentlichen, die wie Pilze aus dem Boden schossen. Das Independent-Plattenlabel war geboren. Der Geist dieser neuen Bewegung – später als Neue Deutsche Welle bekannt – entstand aus einer Kollision zwischen der selbstbewussten Haltung des Punk, dem Erbe der deutschen elektronischen Avantgarde und dem Glauben an die bevorstehende atomare Apokalypse. Mit Interviews mit Alfred Hilsberg (Gründer von ZickZack Records) und Frank Apunkt Schneider (Autor des Buches „Als die Welt noch unterging“).

Über Felix Kubin


Felix Kubin ist Komponist, Hörspielautor, Performer, Medienkünstler und Kurator. Bereits im Alter von 12 Jahren begann er, elektronische New-Wave-Musik aufzunehmen und aufzuführen. Nach einer Phase postindustrieller Experimente in den frühen 90er Jahren wandte er sich der futuristischen Popmusik zu und gründete 1998 das Independent-Plattenlabel „Gagarin Records“. In den vergangenen zwei Jahrzehnten trat er bei zahlreichen internationalen Festivals und in Museen auf, darunter MoMA PS1, Sonar, Transmediale, CTM, Unsound, Wien Modern, Märzmusik, Présences électroniques, Galerie nationale du Jeu de Paume und Ars Electronica.