Reset – Düsseldorfer Fotografie nach Thomas Ruff

Ausstellung|Kunstausstellung

  • Galerie, Goethe-Institut Tokyo 2F, Tokyo

  • Preis Kostenlos

Reset – Düsseldorf Fotografien nach Thomas Ruff © Goethe-Institut Tokyo

Text: Reset. Düsseldorf Photography after Thomas Ruff © Kenta Shibano / Goethe-Institut Tokyo

„Reset. Düsseldorfer Fotografie nach Thomas Ruff“ verweist auf einen Moment,
in dem etablierte Bildverständnisse grundlegend neu gestaltet wurden, als Thomas Ruff Anfang der 2000er-Jahre eine Professur an der Kunstakademie Düsseldorf annahm.

Als ehemaliger Schüler von Bernd und Hilla Becher baute Ruff auf einem Erbe auf, das Düsseldorf bereits als wichtiges Zentrum zeitgenössischer Fotografie etabliert hatte.

Gleichzeitig sah sich das Bild als solches mit neuen Gegebenheiten konfrontiert: Die zunehmende Allgegenwärtigkeit von Bildern, digitale Entwicklungen und neue Formen der Verbreitung begannen, die Wahrnehmung und das Verständnis von Fotografie grundlegend zu verändern.

Die Ausstellung präsentiert Werke von Künstler*innen, die an der Kunstakademie Düsseldorf unter Thomas Ruff studierten, der nach der Pensionierung von Bernd und Hilla Becher die Fotografieklasse übernahm.

In der Ausstellung werden Werke der folgenden deutschen und japanischen Fotograf*innen präsentiert:

Katlen Hewel arbeitet mit Überlagerungen, Schichten, verschiedenen Ebenen und Projektionen, sowohl im metaphorischen als auch im wörtlichen Sinne.


Thomas Neumann beschäftigt es, hinter die Oberfläche der Fotografie zu schauen. Oft ist es ein historisches Interesse, das zu einem neuen Werk führt. Insbesondere beschäftigt er sich mit den Übergängen zwischen Natur und Kultur sowie zwischen Politik und Individuum.

Naruki Oshima definiert die räumliche Wahrnehmung durch das Medium der Fotografie neu und fängt einen haptischen Zustand ein, der zwischen Konkretem und Abstraktem fluktuiert – eine präsemantische Phase, bevor das Subjekt Bedeutung annimmt.

Anne Pöhlmanns Werke bewegen sich zwischen Fotografie, Skulptur und Installation und erforschen Prozesse der Reproduktion, der Erinnerung und der kulturellen Übersetzung.

Thomas Ruff interessiert sich weniger für die Darstellung der Außenwelt als vielmehr für die Untersuchung des Mediums Fotografie selbst. Er hinterfragt kritisch, wie Bilder entstehen, wie sie unsere Wahrnehmung prägen und ob die Fotografie überhaupt in der Lage ist, die Realität objektiv darzustellen.

Martina Sauter untersucht das fotografische Bild an der Schnittstelle von Fiktion und Realität. Sie nutzt verschiedene Formen der Collage und vermischt Fotografie und Filmaufnahmen auf freie Weise durch analoge und digitale Verfahren.

Jürgen Staack überwindet in seiner Arbeit die Grenzen der Medien und fragt: „Was ist ein Bild, und welche Bedeutung hat es heute?“ Er erforscht die Zerbrechlichkeit und Vergänglichkeit von Bildern und Sprache und hinterfragt die Entstehung und Zuschreibung von Bedeutungen. Zufall und der jeweilige Moment spielen in seiner künstlerischen Praxis eine wichtige Rolle.

Takashi Suzuki erforscht das Verhältnis von Sehen und Wahrnehmung, mit Fokus auf der Fotografie als Medium. Indem er Bilder, die zu unterschiedlichen Zeiten und an verschiedenen Orten – sowie aus unterschiedlichen Perspektiven und
Entfernungen – aufgenommen wurden, zu scheinbar zusammenhängenden Panoramen zusammensetzt, lässt er unzusammenhängende Landschaften den Anschein einer einheitlichen Szene annehmen.

Shigeru Takatos Fotografie konzentriert sich auf Spuren menschlichen Handelns, wobei sein besonderes Interesse der Archäologie und der Anthropologie gilt.

Shinichi Tsuchiya nutzte in seinen frühen Werken digitale Technologien, um die grundlegende Frage „Wo bin ich?“ im Morgengrauen des Internets neu zu untersuchen. Ein prägendes Merkmal seiner Arbeitsweise war die häufige Verwendung systematischer Collagen.


Ausstellungsdauer & Öffnungszeiten:
13. Juni - 19. Juli 2026

Dienstag – Freitag: 14:00-20:00 Uhr
Samstag & Sonntag: 14:00-18:30 Uhr
Montag geschlossen