Tandemresidenz

Januar bis Juni 2024

Was passiert, wenn zwei einander bislang unbekannte Künstler*innen aus Chemnitz und Rotterdam die Gelegenheit erhalten, einige Wochen gemeinsam zu arbeiten? Der Klub Solitaer in Chemnitz und das Goethe-Institut Niederlande haben die beiden Künstler Martin Lucas Schulze (Chemnitz) und Johannes Langkamp (Rotterdam) zu diesem Experiment eingeladen. Auftakt der Tandemresidenz ist ein Arbeitsaufenthalt von Martin Lucas Schulze in Rotterdam. Ein Gegenbesuch von Johannes Langkamp in Chemnitz ist ebenfalls geplant. Ziel dieser Begegnungen ist der Ideenaustausch und die Einführung in die Kunst- und Kulturszene der jeweils anderen Stadt. 

Johannes Langkamp / Martin Lucas Schulze © Photography Steur / © Martin Lucas Schulze

Veranstaltung

Ausstellung zur Tandemresidenz im Rahmen der Rotterdam Art Week

Do, 01.02.2024 – So, 04.02.2024

Martin Lucas Schulze

Martin Lucas Schulze, geboren 1989 in Leipzig, studierte als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. 2020 war er Meisterschüler bei Hartmut Neumann. Er lebt und arbeitet in Chemnitz und ist einer der „Komplizen“ des Klubs Solitär.

Martin Lucas Schulze versteht seine ebenso minimalistische wie technisch anspruchsvolle Installationskunst als alternative Wissensproduktion. Er ist dabei fasziniert von naturwissenschaftlichen Phänomenen und versucht in seiner Kunst das nicht empirisch Überprüfbare, die Leerstelle, zu erfassen, wobei sein besonderes Interesse Verfallsprozessen gilt. Verfallsprozesse sind eine Konstante in der Natur. Die Fragen, die den Künstler beschäftigen, sind universell: Verfallen Verfallsstrukturen auch selbst und rekonfigurieren sich wieder? Welche Modi und Erscheinungsformen von Verfall gibt es?
 

Johannes Langkamp

Johannes Langkamp, geboren 1985 in Steinfurt (DE) lebt und arbeitet seit Langem in Rotterdam. Er studierte an der ArtEZ Hochschule der Künste in Enschede und in London.

Ausgangspunkt der Arbeit von Johannes Langkamp ist immer die Frage, wo die Grenzen der Vorstellungskraft liegen. Beim Experimentieren mit Mitteln, Materialien und Situationen ergründet er Prozesse und Entwicklungen. Er ist fasziniert von Bezugsrahmen, Reichweiten, Spuren von Aktionen mit verschiedenen Medien. Sein Ziel ist es, ungewöhnliche Wahrnehmungsmechanismen im Alltag zu schaffen und das Unsichtbare zu zeigen. 

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