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19:00–20:30 Uhr
Uwe Wittstock: Marseille 1940
Buchvorstellung + Gespräch|Die große Flucht der Literatur
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Goethe-Institut Amsterdam, Amsterdam
- Sprache Deutsch + Niederländisch
- Preis 5,- € (inkl. Getränk) / kostenlos für Studierende, GNDL-Mitglieder und mit Goethe-Pass
Bei Cossee ist die niederländische Übersetzung von Marseille 1940 erschienen. Das Buch wurde 2024 von Michel Bolwerk ins Niederländische übertragen: Marseille 1940. De grote exodus van kunst en literatuur.
Marseille 1940 - Die große Flucht der Literatur
Juni 1940: Hitlers Wehrmacht hat Frankreich besiegt. Die Gestapo fahndet nach Heinrich Mann und Franz Werfel, nach Hannah Arendt, Lion Feuchtwanger und unzähligen anderen, die seit 1933 in Frankreich Asyl gefunden haben. Derweil kommt der Amerikaner Varian Fry nach Marseille, um so viele von ihnen wie möglich zu retten. Uwe Wittstock erzählt die aufwühlende Geschichte ihrer Flucht unter tödlichen Gefahren.Es ist das dramatischste Jahr der deutschen Literaturgeschichte. In Nizza lauscht Heinrich Mann bei Bombenalarm den Nachrichten von Radio London. Anna Seghers flieht mit ihren Kindern zu Fuß aus Paris. Lion Feuchtwanger sitzt in einem französischen Internierungslager gefangen, während die SS-Einheiten näherrücken. Sie alle geraten schließlich nach Marseille, um von dort einen Weg in die Freiheit zu suchen. Hier übergibt Walter Benjamin seinen letzten Essay an Hannah Arendt, bevor er zur Flucht über die Pyrenäen aufbricht. Hier kreuzen sich die Wege zahlreicher deutscher und österreichischer Schriftsteller, Intellektueller, Künstler. Und hier riskieren Varian Fry und seine Mitstreiter Leib und Leben, um die Verfolgten außer Landes zu schmuggeln.
Mitwirkende
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Uwe Wittstock
Autor
Uwe Wittstock, geboren 1955 in Leipzig, ist ein deutscher Literaturkritiker, Schriftsteller und Journalist und war bis 2018 Redakteur des Focus. Zuvor hat er als Literaturredakteur für die FAZ, als Lektor bei S. Fischer und als stellvertretender Feuilletonchef und Kulturkorrespondent für Die Welt gearbeitet. Er wurde mit dem Theodor-Wolff-Preis für Journalismus ausgezeichnet.
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Christoph Buchwald
Moderation
Christoph Buchwald, geboren 1951 in Tübingen, ist seit 1979 ständiger Herausgeber des Jahrbuchs der Lyrik. Nach seinem Studium der Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft und experimentellen Komposition war er als Lektor und Übersetzer tätig. Heute ist er Verleger des literarischen Verlags Cossee in Amsterdam. Darüber hinaus arbeitet Christoph Buchwald als Übersetzer aus dem Niederländischen. Er lebt in Amsterdam.
Ort
Herengracht 470
1017 CA Amsterdam
Niederlande