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19:30 Uhr
Alles auf Anfang: Auf der Suche nach einer neuen Erinnerungskultur
Lesung und Gespräch|Mit Max Czollek und Hadija Haruna-Oelker
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Goethe-Institut Niederlande, Amsterdam
- Sprache Deutsch mit englischer Übersetzung
- Preis 5 € | Studierende und mit Goethe-Pass kostenfrei
Deutschland versteht sich als Erinnerungs- und Aufarbeitungsweltmeister. Aber wie kommt es dann, dass Rechtspopulisten Wahlen gewinnen, rechtsextremistische Straftaten unzureichend aufgeklärt werden und „Nie wieder ist jetzt“ zu einer Phrase verkommt?
Max Czollek und Hadija Haruna-Oelker meinen, dass das auch an einer gescheiterten deutschen Erinnerungskultur liegt. Gemeinsam denken sie über eine neue Praxis nach, die die Gegenwart so einrichtet, dass sich die Vergangenheit nicht wiederholt. Ihr Buch Alles auf Anfang scharfsinnige und streitbare Analyse zum gesellschaftlichen Rechtsruck von zwei wichtigen intellektuellen Stimmen unserer Gegenwart. Ein Buch voller Witz, Trauer, Widerstand und mit der Energie, alles auf Anfang zu setzen.
Mit
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Max Czollek, geboren 1987 in Berlin, lebt ebenda. Studium Politikwissenschaften, FU Berlin sowie Promotion am Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin. Mitglied des Lyrikkollektivs G13 und Mitherausgeber des Magazins Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart. Gemeinsam mit Sasha Marianna Salzmann Initiator von Desintegration. Ein Kongress zeitgenössischer jüdischer Positionen (2016), der Radikalen Jüdischen Kulturtage (2017) am Maxim Gorki Theater Berlin, Studio Я sowie der internationalen Tage der Jüdisch-Muslimischen Leitkultur 2020. Außerdem ist er zusammen mit Hadija Haruna-Oelker Host des Erinnerungspodcasts Trauer & Turnschuh. Das Essay Desintegriert Euch! erschien 2018, Gegenwartsbewältigung 2020, Versöhnungstheater 2023. Die Gedichtbände Druckkammern (2012) und Jubeljahre (2015), Grenzwerte (2019) sowie Gute Enden (2024) erscheinen im Verlagshaus Berlin.
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Die Politikwissenschaftlerin Hadija Haruna-Oelker lebt und arbeitet als Autorin, Redakteurin und Moderatorin in Frankfurt am Main. Sie arbeitet hauptsächlich für den Hessischen Rundfunk, moderiert außerdem die Römerberggespräche in Frankfurt und die feministische Presserunde der Heinrich-Böll-Stiftung. In der Frankfurter Rundschau schreibt sie eine monatliche Kolumne. Außerdem ist sie zusammen mit Max Czollek Host des Erinnerungspodcasts Trauer & Turnschuh. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Jugend und Soziales, Rassismus- und Diversitätsforschung. Anfang 2022 erschien ihr persönliches Sachbuch Die Schönheit der Differenz – Miteinander anders denken, das für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert war. 2024 erschien Zusammensein. Plädoyer für eine Gesellschaft der Gegenseitigkeit. Sie ist Preisträgerin verschiedener Medienpreise wie dem ARD-Hörfunkpreis Kurt Magnus 2015 oder dem Medienspiegel-Sonderpreis für transparenten Journalismus 2021. Darüber hinaus ist sie Teil des Journalist*innenverbandes Neue Deutsche Medienmacher*innen (NDM) und der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD)
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Rebekka Grossmann ist Assistenzprofessorin für Migrationsgeschichte. Ihre Forschung und Lehre konzentrieren sich auf die Geschichte von Minderheitenkulturen.
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Viola Karsten ist ausgebildete Kulturwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Literatur und Kunst. In ihrer Funktion am Goethe-Institut Niederlande entwickelt sie Programme, die den kulturellen Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Niederlanden stärken.