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18:00 Uhr
Spatial Encounters #1: The Politics of Display
Gespräch|Ein Podiumsgespräch
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Goethe-Institut Niederlande, Amsterdam
- Sprache Englisch
- Preis Eintritt frei
Aber was geschieht mit ihren Räumen und der Art und Weise, wie Ausstellungen gestaltet werden? Kuratierung und Ausstellungsgestaltung sind nicht neutral; sie können mächtige Instrumente sein, um sozial engagierte, sogar radikale Botschaften zu vermitteln.
Wie können Ausstellungen den Besuchern helfen, sich aktiver mit komplexen gesellschaftspolitischen Themen auseinanderzusetzen? Kann ein Raum selbst aktivierend wirken — indem er unterrepräsentierte Stimmen hervorhebt, die Besucher zum aufmerksamen Zuhören einlädt und Raum für Reflexion schafft? Können wir die Botschaften einer Ausstellung erleben, indem wir uns durch ihre Räume bewegen, anstatt nur über sie zu lesen?
Diese Diskussionsrunde, eine Zusammenarbeit von VOX-POP und NARDIV im Goethe-Institut, bringt Künstler*innen und Fachleute aus dem Kulturbereich zusammen, um über diese Fragen nachzudenken. Gemeinsam werden sie untersuchen, wie die Synergie zwischen Kunst und Raum das Publikum kritisch aktivieren, neue Formen des Engagements fördern und der Passivität vor dem düsteren Hintergrund unserer Zeit entgegenwirken kann.
Sprecher
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Fernande Bodo ist Wissenschaftlerin und Architektin mit den Schwerpunkten Kulturerbe, postkoloniale Architektur und Stadtgeschichte. Zuvor trug sie zum Projekt The Distributed Cooperative, Oslo Architecture Triennale, 2022, bei; war Forscherin und Redakteurin des Online-Newsletters Urban Notebook, World Heritage Cities Programme, UNESCO World Heritage Centre, 2020/21 und assistierte bei dem Projekt Sarajevo Now, Architekturbiennale Venedig, 2016.
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Ausstellungsleiterin und Kuratorin, World Press Photo Foundation
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Mercedes Azpilicueta ist eine bildende und Performancekünstlerin aus Buenos Aires, die in Amsterdam lebt und arbeitet. Ihre künstlerische Praxis vereint verschiedene Figuren aus Vergangenheit und Gegenwart, die sich aus einer dekolonialen feministischen Perspektive mit dem verletzlichen oder kollektiven Körper auseinandersetzen. In fließenden, assoziativen Verbindungen widersetzt sie sich starren Geschichtsnarrativen, um diese zu dekonstruieren und Raum für affektive und dissidente Stimmen zu schaffen. Ihre Arbeit manifestiert sich in performativen und skulpturalen Installationen, die von spekulativer und fiktionaler lateinamerikanischer Literatur, neobarocker Kunstgeschichte, zeitgenössischer Populärkultur und der Theorie des Neuen Materialismus inspiriert sind. Durch kollaborative und interdisziplinäre Praktiken kombiniert sie „prekäre”, handwerkliche Techniken — die historisch mit überholtem häuslichem Wissen assoziiert werden — mit industrialisierten Produktionsverfahren.
Ort
Amsterdam
Niederlande
Ort
Amsterdam
Niederlande