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14:00–17:00 Uhr

Fluchtort Amsterdam — Deutsche Literaten im Exil 1933-1945

Vortrag und Spaziergang|Literarischer Spaziergang

Literarischer Spaziergang Amsterdam © EuregioKultur

Ein literarischer Spaziergang durch Amsterdam © Euregio Kultur

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Januar 1933 beginnt die größte Flucht von Kulturschaffenden, die Deutschland bis dahin erlebt hat. Die Niederlande und insbesondere Amsterdam sind eine bedeutsame Station dieses Exodus. Hier geben zwei niederländische Verlage — Querido und Allert de Lange — der im Deutschen Reich verbotenen Literatur eine neue Heimat. Thomas Manns Sohn Klaus gibt hier Die Sammlung heraus, eine der wichtigsten Exilzeitschrift. Seine Schwester Erika gastiert in Amsterdam mit ihrem literarischen Kabarett Die Pfeffermühle. Irmgard Keun versucht, ihre gerade begonnene Karriere außerhalb Deutschlands fortzusetzen. Hier verliebt sie sich in Joseph Roth, mit dem sie schreibend und trinkend Tag und Nacht im Café verbringt. Hans Keilson veröffentlicht unter Pseudonym Gedichte und Anthologien und geht in den Widerstand.

Der Vortrag von Alwin Müller-Jerina zeichnet anhand einer Fülle von Briefen, Tagebüchern und Photos das Leben der nach Amsterdam Emigrierten nach.

Danach begeben wir uns im Stadtzentrum auf Spurensuche zu einigen Handlungsorten des literarischen Exils.

Treffpunkt: Goethe-Institut Amsterdam, Herengracht 470
Die Anreise nach Amsterdam erfolgt individuell.

Dauer: ca. 2 Stunden, bitte bequemes Schuhwerk tragen!
Sprache: Deutsch
Karten: € 17,00 
 

Mit

Dr. Alwin Müller-Jerina

Reiseleiter

Der fachkundige Reiseleiter ist Alwin Müller-Jerina, Begründer und ehemaliger Projektleiter des Literarischen Sommers, der für dieses Jahr einen neuen Spaziergang durch die Niederländische Hauptstadt erarbeitet hat.