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15:30 Uhr

Toni Erdmann

Tyske Filmdager 2026 | Film von Maren Ade

Eine Frau und ein Mann reden miteinander auf einer Baustelle. Sie tragen weiße Sicherheitshelme. © Komplizen Film

Eine Frau und ein Mann reden miteinander auf einer Baustelle. Sie tragen weiße Sicherheitshelme. © Komplizen Film

Herzlich willkommen zum „Vorspiel“, dem Vorprogramm der Tyske Filmdager. Mit zwei modernen Klassikern des deutschen Kinos stimmen wir auf das Festival ein. Mit Toni Erdmann zeigen wir Maren Ades vielfach ausgezeichneten Film, der in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum feiert und der Startschuss für Sandra Hüllers internationale Karriere war.

Trotz aller Umtriebe leidet Winfried Conradi, pensionierter Musiklehrer, an Einsamkeit. Vor allem seine Tochter, die im Ausland knallhart ihre Karriere als Unternehmensberaterin verfolgt, macht ihm zu schaffen. Als Winfrieds Hund stirbt, reist er spontan nach Bukarest, um Ines zu sehen. Die aber ist wenig erfreut über ihren Vater, der sich sofort in ihr Leben und in ihre Arbeit einmischt, in lächerlichen Verkleidungen für Peinlichkeiten sorgt und notfalls auch als dreister Hochstapler agiert. Es kommt zu einem offenen Schlagabtausch, der Vater und Tochter verblüffenderweise wieder einander näher bringt.
 

Vielfach ausgezeichnet und weltweit begeistert vom Publikum aufgenommen - Maren Ade (geboren 1976 in Karlsruhe) hat mit Toni Erdmann dem Genre der deutschen Komödie einen neuen Anstrich verliehen. Der Film wurde 2016 in den Wettbewerb des Filmfestivals in Cannes eingeladen und gewann anschließend u.a. fünf Europäische Filmpreise. Für Hauptdarstellerin Sandra Hüller, die bis dahin hauptsächlich im deutschsprachigen Raum und für ihre Theaterarbeit bekannt war, wurde Toni Erdmann zum Startschuss für eine internationale Filmkarriere, nicht zuletzt gekrönt mit einer Oscar-Nominierung für Anatomy of a Fall (2024) und dem goldenen Bären für Rose (2026).
 

Deutschland/Österreich, 2016. 162 Minuten.
Freigegeben ab 12 Jahren.
Originaltitel: Toni Erdmann
Regie: Maren Ade
Darstellende: Peter Simonischek, Sandra Hüller, Michael Wittenborn
 

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