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18:30 Uhr

Ingeborg Bachmann - Someone Who Was Once Me

Tyske Filmdager 2026 | Film von Regina Schilling

Man sieht das Spiegelbild einer Frau, die sich Lippenstift aufträgt. © Elliott Kreyenberg / zeroone film GmbH

Man sieht das Spiegelbild einer Frau, die sich Lippenstift aufträgt. © Elliott Kreyenberg / zeroone film GmbH

Wer war Ingeborg Bachmann? Dieser hybride Dokumentarfilm nähert sich der berühmten Schriftstellerin auf ungewöhnliche Weise. In improvisierten Szenen verleiht Sandra Hüller ihr eine eindringliche und überraschend gegenwärtige Präsenz. Zum 100. Geburtstag der Autorin entsteht so ein faszinierendes Porträt zwischen Dokumentation und Inszenierung.

In einer poetischen Spurensuche lässt dieser Dokumentarfilm das Publikum am Entstehen von Kunst teilhaben: Schauspielerin Sandra Hüller nähert sich dem Leben von Ingeborg Bachmann an einem imaginären Tag und verleiht ihren Worten eine eindringliche Präsenz. Mit einem kunstvollen Geflecht aus improvisierten Szenen, Archivschätzen, Interviews und Bachmanns eigenen Texten durchmisst der Film die zentralen Lebensphasen der Autorin – von der Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu den letzten Tagen in Rom. Der Weg ist gezeichnet von ihren komplizierten Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch und einem unnachgiebigen Ringen um eine eigene, radikale Sprache zwischen öffentlichem Ruhm und existenziellen Krisen.

Regisseurin Regina Schilling (geboren 1962 in Köln) widmet sich in diesem Film einer der prägendsten deutschsprachigen Intellektuellen und Kulturpersönlichkeiten der Nachkriegszeit: Ingeborg Bachmann. Das Ungewöhnliche an diesem Film ist, dass das Publikum beim Entstehungsprozess dabei sein darf, zum Beispiel wenn Regina Schilling und Sandra Hüller diskutieren und ausprobieren, um Ingeborg Bachmann noch einmal lebendig werden zu lassen. Ingeborg Bachmann – Someone Who Was Once Me war der Eröffnungsfilm des DOK.fest München. Schauspielerin Sandra Hüller ist alleine dieses Jahr in vier Kinofilmen in Norwegen zu sehen (u.a. Rose, Fatherland, Project Hail Mary und Digger) und zeigt hier nicht nur ihre Wandlungsfähigkeit, sondern auch ihre sehr persönliche Annäherung an die Schriftstellerin. Zum 10-jährigen Jubiläum des Films zeigen wir am 22.11.2026 Maren Ades Toni Erdmann, in dem Sandra Hüller als Karrierefrau Ines brilliert und ihren internationalen Durchbruch hatte.

Diesen Film zeigen wir in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Botschaft in Oslo.
 

Deutschland/Österreich, 2026. 97 Minuten.
Freigegeben ab 6 Jahren.
Originaltitel: Ingeborg Bachmann - Jemand, der ich einmal war
Regie: Regina Schilling
Darstellende: Sandra Hüller
 

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