Bodycount
Kinofest Special 2026

Bodycount © Cris Bringas

Paul, ein philippinischer Krankenpfleger in Berlin, dessen Bruder in Dutertes Drogenkrieg getötet wurde, trifft auf David, einen ehemaligen Soldaten der israelischen Streitkräfte, der gerade aus Israel geflohen ist. Sie drücken auf „Aufnahme“. Während sie sich im Bett winden, entdecken sie eine gemeinsame Sprache aus Queerness und Gewalt. Doch je tiefer ihre Bettgespräche werden, desto weniger kann Intimität die Brutalität wiedergutmachen und offenbart die lebendigen Überreste sowohl andauernder als auch nie endender Kriege.

Diese 2D-Version von Cris Bringas’ 6DOF-VR-Abschlussarbeit am UP Film Institute, produziert von Mica Oliveros, interpretiert ein Werk neu, das ursprünglich als immersives Erlebnis in einer Nachbildung der Berliner Wohnung konzipiert war, in der die Aufnahme stattfand, und nutzt räumlichen Klang, um das Publikum in die Szene zu versetzen. Auf der Grundlage einer tatsächlichen Tonaufnahme fragt „Body Count“, wie Zeugnisse über Krieg, staatliche Gewalt, Trauer und Überleben festgehalten werden können, ohne die Grenzen der Einwilligung zu überschreiten oder Intimität in Voyeurismus zu verwandeln.