Fabjan-Hafner-Preis 2025
Preis für die beste Übersetzung aus dem Deutschen ins Slowenische
Über den PreisDas Land Kärnten vergibt in Kooperation mit dem Goethe-Institut Ljubljana, dem Österreichischen Kulturforum Laibach, dem Literarischen Colloquium Berlin (LCB), der Slowenischen Buchagentur (JAK RS), Slovenian Association of Literary Translators (DSKP), dem Robert-Musil-Institut/Kärntner Literaturarchiv in Klagenfurt (RMI/KLA), der Arbeitsgemeinschaft Kärntner Verlage und der Deutschen Botschaft Ljubljana den Fabjan-Hafner-Preis / Nagrada Fabjana Hafnerja.
Mit dieser Auszeichnung werden herausragende Übersetzungen aus dem Slowenischen ins Deutsche und aus dem Deutschen ins Slowenische gewürdigt. Benannt ist der Preis nach dem Kärntner slowenischen Lyriker, Übersetzer und Literaturwissenschaftler Fabjan Hafner (1966–2016), der in besonderer Weise als Brückenbauer und Vermittler zwischen der deutsch- und slowenischsprachigen Literatur tätig war.
Der Preis wurde 2017 vom Goethe-Institut Ljubljana ins Leben gerufen und infolge jährlich und alternierend für eine herausragende Übersetzung aus dem Deutschen ins Slowenische bzw. aus dem Slowenischen ins Deutsche verliehen. Die bisherigen Preisträger und Preisträgerinnen:
| Jahr | Sprachkombination | Preisträger:in & Werk |
| 2017 | DT–SLO | Štefan Vevar: „Saturnovi prstani“ („Die Ringe des Saturn“), Winfried Georg Sebald |
| 2018 | SLO–DT | Johann Strutz: „Seelenruhig“ („Mirne duše“), Florjan Lipuš |
| 2019 | DT–SLO | Aleš Košar: „Kaj se pravi misliti?“ („Was heißt Denken?“), Martin Heidegger |
| 2020 | SLO–DT | Erwin Köstler: „Chronos erntet“ („Kronosova žetev“), Mojca Kumerdej |
| 2021 | DT–SLO | Amalija Maček: „Moje leto v Nikogaršnjem zalivu“ („Mein Jahr in der Niemandsbucht“), Peter Handke |
| 2023 | SLO–DT | Ludwig Hartinger: „Mein Gedicht ist mein Gesicht: Invention einer orphischen Landschaft“, Srečko Kosovel |
2022 und 2024 wurde die Ausschreibung ausgesetzt.
2025 wird der Preis turnusmäßig für eine Übersetzung aus dem Deutschen ins Slowenische ausgeschrieben.
Dotierung
Der Fabjan-Hafner-Preis / Nagrada Fabjana Hafnerja beinhaltet:
einen Hauptpreis, dotiert in Höhe von 5.000 €, gestiftet vom Land Kärnten; einen Anerkennungspreis für Kinder- und Jugendliteratur, dotiert in Höhe von € 1.000,-gestiftet vom Österreichischen Kulturforum Laibach.
Nach Maßgabe der beteiligten Partner Goethe-Institut Ljubljana und Literarisches Colloquium Berlin einen einmonatigen Residenzaufenthalt am Literarischen Colloquium Berlin. Die diesbezüglichen organisatorischen und finanziellen Aufwendungen obliegen dem Goethe-Institut Ljubljana und dem Literarischen Colloquium Berlin. Der Preisträger oder die Preisträgerin ist verpflichtet, den Partnern bis spätestens Ende des Jahres mitzuteilen, ob und zu welchem Zeitpunkt das Stipendium im LCB in Anspruch genommen wird.
Verleihung
Die Preisverleihungsveranstaltung findet in Kärnten im Rahmen des Lesefestivals „Buch 9020“, Samstag, 11. Oktober 2025, 11.00 Uhr, in Klagenfurt am Wörthersee statt.
Organisation und Durchführung der Veranstaltung obliegen dem Land Kärnten in Abstimmung mit der Arge Kärntner Verlage.
Auswahlverfahren
Für den Hauptpreis sind belletristische sowie essayistische (geistes- sowie sozialwissenschaftliche) Übersetzungen in deutscher bzw. slowenischer Sprache zugelassen, die im Zeitraum seit der letzten Preisvergabe veröffentlicht wurden. Der Anerkennungspreis richtet sich an Übersetzungen aus dem Bereich der Kinder- und Jugendliteratur, die seit der letzten Preisvergabe erschienen sind.
Die Ausgangsauswahl der Titel, die berücksichtigt werden, erfolgt betreffend die Übersetzungen aus dem Deutschen ins Slowenische durch den Verband slowenischer Literaturübersetzer und Übersetzerinnen (DSKP) oder durch die Zentrale geisteswissenschaftliche Bibliothek (OHK) der Philosophischen Fakultät der Universität Ljubljana – Abteilungen für Anglistik, Germanistik und Übersetzen, und betreffend die Übersetzungen aus dem Slowenischen ins Deutsche durch das Robert-Musil-Institut für Literaturforschung/Kärntner Literaturarchiv oder ein vergleichbares Fachgremium.
Die angefragte Institution bzw. das angefragte Gremium erstellt eine Liste der übersetzten Werke in den zur Auswahl stehenden Jahren, die danach der jeweiligen Jury zur Verfügung gestellt wird.
Eigenbewerbungen von Übersetzern oder Übersetzerinnen, Verlagen oder anderen Dritten werden nicht berücksichtigt.
Zusammensetzung & Aufgaben der Jury
Die operative Zusammenstellung der Jury erfolgt je nach Ausschreibungsturnus durch das Goethe-Institut Ljubljana oder durch das Robert-Musil-Institut für Literaturforschung/Kärntner Literaturarchiv in Absprache mit dem Land Kärnten und dem Österreichischen Kulturforum Laibach.
Die Jury besteht aus drei Mitgliedern, die aus ihrer Mitte einen Jurysprecher bzw. eine Jurysprecherin (Vorsitzende/n) wählen.
Die gemäß Vergabeturnus tätige Jury bringt die jeweils herausragendste Übersetzung bzw. den jeweiligen Preisträger/die jeweilige Preisträgerin für den Haupt- und den Anerkennungspreis in Vorschlag. Eine Jury unter der Koordination des Landes Kärnten wählt die beste Übersetzung (Haupt- und Anerkennungspreis) aus dem Slowenischen ins Deutsche aus, eine Jury unter der Koordination des Goethe-Instituts Ljubljana wählt die beste Übersetzung (Haupt- und Anerkennungspreis) aus dem Deutschen ins Slowenische aus.
Die Entscheidung über den jeweiligen Preisträger/die jeweilige Preisträgerin obliegt der preisstiftenden Organisation, d.h. dem Land Kärnten (Kulturreferent) im Hinblick auf den Hauptpreis und dem Österreichischen Kulturforum Laibach im Hinblick auf den Anerkennungspreis.
Die Jury erstellt zunächst eine Shortlist, die aus mind. fünf Übersetzungen besteht. Im Rahmen der öffentlichen Kommunikation zum Preis wird diese Shortlist offengelegt.
Die Jury verpflichtet sich, eine Begründung von mind. 1500 bis 2000 Zeichen (inkl. Leezeichen) zu verfassen. Diese Begründung wird vorzugsweise von dem oder der jeweiligen Juryvorsitzenden im Rahmen der Preisverleihung vorgetragen und steht zudem für die Kommunikation und Bewerbung zum Preis zur Verfügung.
Preisverleihung
Die Verleihung des Fabjan-Hafner-Preises findet in Kärnten statt. Für die Organisation der Preisverleihungsveranstaltung zeichnet das Land Kärnten in Abstimmung mit der Arge Kärntner Verlage „Buch 9020“ verantwortlich. Für die Verleihung 2025 wurde als Termin Samstag, 11. Oktober, 11.00 Uhr akkordiert.
Das Protokoll der Preisverleihung sieht, neben dem Vortrag der Jurybegründung, auch eine Laudatio auf den jeweiligen Preisträger bzw. die jeweilige Preisträgerin vor. Diese Lobrede wird vorzugsweise ebenfalls durch ein Mitglied der Jury übernommen.
Verliehen wird der Preis von Vertretern bzw. Vertreterinnen der beiden preisstiftenden Institutionen, dem Land Kärnten (Hauptpreis) und dem Österreichischen Kulturforum Laibach (Anerkennungspreis) im Beisein eines Vertreters oder einer Vertreterin des Goethe-Instituts Ljubljana.
Die Erstellung der Urkunden erfolgt durch das Land Kärnten unter Berücksichtigung der kooperierenden Partnerinnen und Partner im Hinblick auf Textierung und Signets.