Freiluftkino in Çanakkale

Film

  • MAHAL Çanakkale, Çanakkale

  • Sprache Originalfassung mit türkischen Untertiteln
  • Preis Eintritt frei

Film Festival © One Fine Day Films


Unsere Kino Reihe Held*innen geht weiter, diesmal unter freiem Himmel. In Zusammenarbeit mit CABININ und MAHAL veranstalten wir ab dem 04.07 ein Freiluftkino in Çanakkale. Gezeigt werden einige der erfolgreichsten und spannendsten deutschen Kino-Filme: DER JUNGE MUSS AN DIE FRISCHE LUFT von Caroline Link fand in deutschen Kinos ein Millionenpublikum. Mit COCONUT HERO gelang dem Regisseur Florian Cossen ein vielbeachteter Kinoerfolg. Und SUPA MODO wurde 2018 ausgezeichnet mit dem Kinder- und Jugendfilmpreis des Goethe-Instituts, der im Rahmen des Schlingel-Festivals in Chemnitz vergeben wird. 

                                            
Supa Modo Film Still © One Fine Day Films / Enos Olik 04.07.2020 / 21:30
Supa Modo

Deutschland, Kenia
2018, 74’
Englisch / Deutsche und türkische Untertitel
Regie: Likarion Wainaina
Darsteller*innen: Stycie Waweru, Nyawara Ndambia, Marrianne Nungo, Johnson Chege, Humphrey Maina
 
Die neunjährige Jo liebt Actionfilme und träumt davon, selbst eine Superheldin zu sein. Ihr grösster Wunsch: einen Film zu drehen, in dem sie selbst die Hauptrolle spielt. In ihrer Fantasie vergisst sie, dass sie unheilbar krank ist. Irgendwann kann Jos Schwester nicht mehr mit ansehen, wie das lebensfrohe Mädchen die kostbare Zeit, die ihm noch bleibt, nur im Bett verbringt. Sie ermutigt Jo, an ihre magischen Kräfte zu glauben und animiert das ganze Dorf, Jos Traum wahr werden zu lassen.
 
Das berührende Drama des kenianischen Filmemachers Likarion Wainaina, entstanden im Rahmen einer Masterclass des deutsch-kenianischen Produktionskollektivs One Fine Day Films, erzählt von der Kraft der Fantasie und von einem ungewöhnlichen Weg des Abschiednehmens.


Coconut Hero © Majestic 05.07.2020 / 21:30
Coconut Hero

Regie:  Florian Cossen
Deutschland, Kanada
Farbe, 2015, 97'
Sprache: Deutsch, Englisch (mit türkischen Untertiteln)
Darsteller: Alex Ozerov, Bea Santos, Sebastian Schipper, Krista Bridges
 
Der 16-jährige Mike Tyson lebt mit seiner anstrengenden, weil notorisch nörgelnden Mutter in einer kanadischen Kleinstadt tief in den Wäldern. Seinen deutschen Vater kennt er nicht, und Freunde hat Mike auch nicht. Er empfindet sein Leben als so trostlos, dass er beschließt, sich umzubringen. Also gibt er eine Traueranzeige auf und schießt sich am letzten Abend der Sommerferien mit einem Gewehr in den Kopf. Als er wieder zu Bewusstsein kommt, muss er jedoch feststellen, dass er der statistische eine unter 100 Leuten ist, der es schafft, sich mit einem Kopfschuss nicht umzubringen. Doch Mikes sehnlichster Wunsch scheint kurz darauf wieder zum Greifen nah: Seine Ärzte entdecken einen Tumor in seinem Gehirn. Um die lebensrettende Operation zu umgehen, verschweigt Mike seine Krankheit. Im Angesicht des Todes lernt er plötzlich, Freude und Trauer zu empfinden. Dann lernt er Miranda kennen – und ist sich jetzt gar nicht mehr so sicher, ob er wirklich sterben will.


Der Junge muss an die frische Luft @ Caroline Link 06.07.2020 / 21:30
DER JUNGE MUSS AN DIE FRISCHE LUFT

Deutschland
2018, 100’
Deutsch / Türkische Untertitel
Regie: Caroline Link
Darsteller*innen: Julius Weckauf, Luise Heyer, Sönke Möhring, Hedi Kriegeskotte, Joachim Król, Ursula Werner

Recklinghausen im Ruhrgebiet, Anfang der 1970er Jahre. Hans-Peter ist neun Jahre alt und ein wenig pummelig. Das kann das große Selbstvertrauen des kleinen Luftikus allerdings nicht erschüttern, denn er kann andere Menschen mit seinen Späßen und Parodien zum Lachen bringen – ein Talent das ihn später, als Hape Kerkeling, zu einem der bekanntesten und besten deutschen Komiker werden lässt, auf dessen Memoiren der Film von Oscar-Preisträgerin Caroline Link basiert.

Bei aller Komik bietet „Der Junge muss an die frische Luft“ aber auch die genaue Studie einer Gesellschaft der Verdrängung, von Menschen, die noch immer vom Zweiten Weltkrieg traumatisiert sind und das Lachen wie die Luft zum Atmen brauchen. Hans-Peter hat das früh verstanden. Doch bei der für ihn wichtigsten Person scheitert er: Seine depressive Mutter nimmt sich das Leben, als er neun Jahre alt ist.