Joseph Beuys
„Beuys wollte, dass Demokratie wirksam wird“

Joseph Beuys (links mit Filzhut) beim Parteitag der Grünen 1980 in Dortmund.
Joseph Beuys (links mit Filzhut) beim Parteitag der Grünen 1980 in Dortmund. | Foto (Detail): © picture-alliance / Sven Simon

Joseph Beuys’ Kunst war oft politisch, und er selbst war es auch. Doch welche Haltung vertrat er? Beuys gründete die Partei Die Grünen mit, zeigte sich aber zugleich mit alten Nazi-Kämpfern. Vor allem war er Pragmatiker, sagt Bettina Paust, die das Kulturbüro der Stadt Wuppertal leitet und gerade ein Handbuch zu Beuys’ Wirken herausgegeben hat.

Von Wolfgang Mulke

 

Bettina Paust ist die Leiterin des Kulturbüros der Stadt Wuppertal und hat das „Joseph Beuys-Handbuch“ herausgegeben. Bettina Paust ist die Leiterin des Kulturbüros der Stadt Wuppertal und hat das „Joseph Beuys-Handbuch“ herausgegeben. | Foto (Detail): © privat Damals verbrachte er mehrere Tage mit einem Kojoten zusammen in einer neueröffneten New Yorker Galerie. Beide näherten sich in dieser Zeit einander an.
 
Genau. Das andere ist die Socially Engaged Art – seine Idee der Sozialen Plastik, die letztlich besagt, dass jeder Mensch gemeinwohlorientiert in gesellschaftliche Prozesse einwirken kann und sollte. Heute greifen viele Künstler*innen und -kollektive soziale Themen bis hin zur Stadtentwicklung auf. Hier sind die Gedanken und Ideen von Beuys heute noch hochaktuell – im Kunstkontext und weit darüber hinaus. Bei der Frage nach dem Erbe von Beuys darf es nicht um sklavische Adaptionen des Werkes und der Person Beuys gehen, sondern vielmehr um die Frage, wie wir die Welt gegenwärtig und zukünftig gestalten wollen. Und dazu hat Beuys wertvolle Gedanken beigetragen.

 

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