Nervous Conditions ist ein Buch, das Imperialismus, Kolonialisierung, Frauenrechte und Ethnie behandelt. In der Geschichte werden diese Erfahrungen aus der Sicht einer jungen schwarzen Frau aus einem kolonisierten Land geschildert. Eine wichtige Perspektive, insbesondere für diese Art von Geschichte, da sie mit Sexismus, Rassismus und Hass konfrontiert wird. Sie wirft beim Leser die notwendigen Fragen auf. Sie zwingt uns dazu, uns mit dem Gedanken und möglicherweise der Tatsache auseinanderzusetzen, dass uns gesagt und vorgeschrieben wurde, wer wir zu sein haben und wie wir zu sein haben.
Es ist eine Coming-of-Age-Geschichte über Tambudzai, ein Mädchen im Rhodesien der 1960er Jahre. Sie glaubt, dass Bildung der Schlüssel ist, um der Armut und Unterdrückung zu entkommen, der sie als junges schwarzes Mädchen ausgesetzt ist - Unterdrückung und Imperialismus in einer rassistischen und patriarchalischen Gesellschaft. Der Tod ihres Bruders, über den sie uns zu Beginn des Buches mit den Worten „Es tat mir nicht leid, als mein Bruder starb“ informiert, bestimmt Tambus weiteres Leben und den Weg, den sie gemeinsam mit ihrer Cousine Nyasha geht. Nyasha macht Tambu mit Ideen und Konzepten vertraut, die ihr durch ihr Aufwachsen verborgen geblieben sind. Tambu steht vor vielen Herausforderungen, ebenso wie Nyasha. Beide erleben Traumata wie das Zerbrechen einer Welt, die sie kannten und verstanden, und psychische Erkrankungen. Durch ihr neues Leben hat Tambudzai rassistische und patriarchalische Ansichten in Frage gestellt:
“My mother said being black was a burden because it made you poor, but Babamukuru was not poor. My mother said being a woman was a burden because you had to bear children and look after them and the husband. But I did not think this was true.” Tambu war neugierig und leidenschaftlich. Sie wollte frei sein.
Was uns die Geschichte lehrt
Tsitsi Dangarembga zeigt uns, dass patriarchalische, koloniale Konzepte, Überzeugungen und Ideen in uns verankert sind. Wir machen uns diese Konzepte unbewusst zu eigen, wir akzeptieren sie und wünschen sie uns manchmal sogar, weil wir uns anpassen wollen. Sie schreibt: "It’s bad enough when a country gets colonised, but when the people do as well! That’s the end, really, that’s the end."
Die Autorin
Dangarembga ist eine simbabwische Schriftstellerin, Aktivistin und Filmemacherin. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem „Commonwealth Writers Prize“ für Nervous Conditions. Durch ihren Aktivismus und ihr Schreiben gilt Dangarembga als eine der einflussreichsten Schriftstellerinnen unserer Zeit.
Über die Verfasserin
Moon Mokgoro
Moon Mokgoro studiert Physik und Mathematik und lebt als Autorin in Johannesburg, Südafrika. Sie ist die Gründerin von Protest Poster Project, einer gemeinnützigen Organisation, die sich gegen geschlechtsspezifische Gewalt einsetzt und eine Bibliothek bzw. ein Archiv mit aktivistischer, anarchistischer und feministischer Literatur aufbaut. Sie schreibt u.a. für das "Are.na 2023 Annual" und gelegentlich über ihren "Substack". Archivieren und Dokumentieren, Sammeln und Erinnern sind die Ziele, die Moon mit ihrer Arbeit erreichen will.
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