Editorial Über das Humboldt-Magazin „Marx“

Karl Marx as Father Christmas. A mural in Sao Paulo, Brasil. © Cris Faga, Alamy Fotos

Der 200. Geburtstag von Karl Marx am 05. Mai 2018 ist weltweit Anlass für eine Befragung der Schriften des deutschen Philosophen und Gesellschaftstheoretikers auf ihre Relevanz und Erklärungskraft für die Gegenwart. Von Marx‘ Thesen geht bis heute eine polarisierende Kraft aus – gelten sie einigen als nach wie vor gültige Analysen von Ökonomie und Gesellschaft, haben sie für andere nurmehr historischen Wert.

Für wieder andere sind Marx‘ Schriften gefährliche, zu verbannende Texte, und nicht zu trennen von den sich auf sie beziehenden ideologischen Vereinnahmungen des 19., 20. und 21. Jahrhunderts. In der einen Lesart steht – auch vor dem Hintergrund gegenwärtiger Debatten um Kapitalismus und Neoliberalismus – die analytische Kraft von Marx‘ Schriften im Vordergrund. In der anderen Lesart dominiert die Gewaltgeschichte von Kommunismus.

Das Humboldt-Magazin zu Marx spiegelt die breiten, auch widersprüchlichen Lesarten von Marx in Südamerika und Deutschland. In Essays, Interviews und künstlerischen Arbeiten reflektieren die für diese Ausgabe schreibenden Autorinnen und Autoren, wo und wie Marx in den Ländern Südamerikas und in Deutschland heute sichtbar wird – in Diskursen, Denkweisen, Stadtbildern, in Philosophie, Künsten, Wissenschaft und Theologie.

Bis September 2018 kommen regelmäßig neue Beiträge dazu. Im Oktober 2018 erscheint ein neuer Themenschwerpunkt.


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