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Kreativität im Zeitalter von KI

© Goethe-Institut

Kreativität im Zeitalter von KI

Sind wir bereit? Künstliche Intelligenz wird die Art und Weise verändern, wie wir kommunizieren, Neues erschaffen und die Welt erleben. Künstler*innen, Expert*innen und andere Kreative sind eingeladen, sich auf Kulturtechniken 4.0 an diesem wichtigen Diskurs zu beteiligen.
 

Holly Herndon und Band, vor der Veröffentlichung ihres Albums Proto
Foto: Boris Camaca

„Ich sehe das Maschinenlernen auf einem Kontinuum“ – Holly Herndon über KI-Musik

Drei Alben haben Holly Herndon genügt, um sich als eine wichtige Figur in der KI-Musik zu etablieren. Obwohl sie manchmal anonym und unpersönlich klingen mag, ist die KI-gestützte Musik für Herndon weiterhin ein sehr menschliches Unterfangen.

André Leslie

Toby Walsh with UNSW robot Baxter
©Grant Turner UNSW

„Ein goldenes Zeitalter der Philosophie“ Ein Gespräch mit Toby Walsh

AI steht für „artificial intelligence“ (künstliche Intelligenz), aber wie der führende Technologieexperte Toby Walsh anmerkt, könnte das “A” auch für „augmenting“ („verbessernde“) stehen. Der in Sydney ansässige Forscher spricht mit dem Goethe-Institut darüber, wie sich Mensch und KI verbünden können, um neue Lösungen zu finden und Kunst zu schaffen.

Barbara Gruber

Pindar Van Arman in seinem Atelier in den USA
© Pindar Van Arman

Wie Kinder meine Malroboter inspirierten

Es war die Schlichtheit der Kunst meiner kleinen Kinder, die mich zu der Frage inspiriert hat, ob ich ihren kreativen Prozess auch einem Malroboter beibringen könnte. Meine Versuche, die Fehlschläge und Erfolge umspannen eine mittlerweile 15 Jahre währende künstlerische Entdeckungsreise, die mir tiefe Einblicke in meine Denkweise und meinen Schaffensprozess gewährt hat.

Pindar Van Arman

Sprache

Wie "arbeitet" künstliche Intelligenz im Bereich literarischer Übersetzung
Philippos Vassiliades | CC-BY-SA
Wie „arbeitet“ künstliche Intelligenz in literarischer Übersetzung

Als Google Translate in 2006 eingeführt wurde, konnte es gerade mal zwei Sprachen übersetzen. 2016 waren es über 103 Sprachen und es übersetzte über 100 Milliarden Wörter am Tag. Das System kann nicht nur übersetzen, sondern transkribiert in Echtzeit acht der meist verbreiteten Sprachen. Maschinen lernen und sie lernen schnell.

Alana Cullen

Autor mit Handy
© Colourbox
„Wir sind quasi die letzte Generation” Ein Gespräch mit Thomas Ramge über das Schreiben

Online-Tools und künstliche Intelligenz helfen uns beim Schreiben in Fremdsprachen und auch dabei, Rechtschreibfehler zu vermeiden oder Sätze zu vervollständigen. Aber verlernen wir dabei das Schreiben? Bestsellerautor Thomas Ramge spricht mit dem Goethe-Institut über die Vor- und Nachteile dieses technologischen Fortschritts.

Barbara Gruber

Interpreters
Alamy
Werden Maschinen je so gut wie Menschen übersetzen können?

Maschinelle Übersetzungen haben sich in den letzten Jahren dank einer neuen Technologie namens „NMT“ erheblich verbessert. Wie sieht also die Zukunft für dieses sich rasch entwickelnde Gebiet aus, und was bedeutet das alles für die menschlichen Übersetzer,*innen die versuchen mitzuhalten? 
 

André Leslie

Musik

Mann am Strand, der die Wellen ignoriert
Foto: Tyler Milligan / Unsplash
Eine unaufhaltsame Dynamik – wird KI-Musik ein unüberschaubares Meer von Inhalten erzeugen?

Die Vorstellung, Maschinen könnten eigenständig Musik komponieren, wird nicht nur in Fachkreisen, sondern inzwischen auch in der breiten Öffentlichkeit diskutiert. Die Schlagzeilen werden nicht müde, viel versprechende technologische Entwicklungen in diesem Bereich zu propagieren. Aber was bedeutet das für die musikalisch Kreativen und für das Publikum, das nach Musik sucht, die ihm wirklich etwas bedeutet?

Jochen Gutsch

UAE Concert 2020
©Sharjah Art Foundation
Die scheinbare Originalität von KI-Musik

Die Versuche von Wissenschaftler*innen, die kreativen Grenzen der KI-Technologie auszutesten, stellt die Welt der Musik vor eine Herausforderung. Goetz Richter, Professor am Konservatorium der Universität Sydney, bezieht Position zu Musik, künstlicher Intelligenz und Bewusstsein.

Goetz Richter

VR Consumers
©Lucrezia Carnelos Unsplash
KI-Musik: Der Teufel steckt im Detail

Nach Ansicht des Forschers und Klangkünstlers Oliver Bown kann keine einheitliche These zur Rolle von KI beim Musikmachen aufgestellt werden. Der Schlüssel liegt darin, genau auf die Details zu achten und in der Lage zu sein, die Arbeit der Maschine von der menschlichen Beteiligung zu unterscheiden. 

Oliver Bown

Kunst

Valia Fetisovs "User Flow", ausgestellt im Chronus Art Center, Shanghai 2019
Mit freundlicher Genehmigung: Valia Fetisov
Künstler zwingen uns zur Auseinandersetzung mit der Überwachung

In einer Zeit von sozialer Distanzierung und Massenprotesten weiten nicht nur Staaten den Einsatz von Technologie zur Überwachung ihrer Bürger aus. Machen wir uns nichts vor: Wir alle haben begonnen, einander genauer zu beobachten.

Christy Lange

Missing Data Sets
©Mimi Onuoha
Kunst gegen diskriminierende Algorithmen

Algorithmen und künstliche Intelligenz werden bei der Einstellung von neuem Personal genutzt, der Zulassung von Student*innen an Universitäten und sogar der Festlegung von Gefängnisstrafen. Algorithmen ersparen Zeit, können aber auch unfair oder diskriminierend sein. Künstler*innen nehmen diskriminierende Algorithmen ins Visier und decken Fallstricke auf.

Barbara Gruber

Actual Reality Hito Steyerl
© Serpentine Galleries
Das Unsichtbare sichtbar machen: Kunst trifft auf künstliche Intelligenz

Die zeitgenössischen Werke in diesem Kontext sind zum größten Teil verkörperte Formen des Nachdenkens über den Einfluss der KI auf existenzielle Fragen des Selbst und zu unserer zukünftigen Interaktion mit nicht-menschlichen Wesenheiten. Nur wenige haben die Technologien und Innovationen der KI selbst zur Grundlage ihrer Arbeit gemacht.

Hans Ulrich Obrist

Film

Szene aus  Artificial Intelligence
© Warner Bros / AllStarPictureLibrary
Visionen, Macht und Menschlichkeit

Die künstliche Intelligenz hat eine dauerhafte Präsenz in der Filmwelt und verkörpert unsere Gesellschaften im Spannungsfeld zwischen Interesse, Enthusiasmus, Skepsis und Angst gegenüber Technologien, die der Mensch erschafft und die ihn umgeben.

Claudia Sandberg

Robert De Niro spielt die Hauptrolle in dem Netflix-Film "The Irishman"
Photo Credit: Landmark Media / Alamy Stock Photo
Die Zeit zurückdrehen für Hollywoods alternde Filmstars

Die Zeit an der Ruhmesspitze Hollywoods kann für die Stars nur von kurzer Dauer sein.  Künstliche Intelligenz treibt jedoch die digitale De-Aging Technologie voran und kann sogar lebensechte digitale Menschen erzeugen, was die Filmproduktion für immer verändern könnte.

Peter Griffin

Peter Kubelka vor einer visuellen Darstellung seines Films "Arnulf Rainer"
© sixpackfilm
Mit den Augen des Algorithmus

In der Filmkunst sind Algorithmen nichts Neues. Die Rolle, die sie im Film spielen, ist für den Zuschauer zumeist nicht wahrnehmbar, aber die Filmemacher brauchen Algorithmen, um Geschichten erzählen zu können, vor allem aber, um die Grenzen der Filmsprache zu erkunden.
 

Pablo Núñez Palma

Ethik

"I Will Say Whatever You Want In Front Of A Pizza"  von Sebastian Schmieg
© Sebastian Schmieg
Ist es an der Zeit, dass wir es „mühsame Intelligenz“ nennen?

Künstliche Intelligenz ist vor allem eins: viel Arbeit. Angelegt als Wettkampf ohne Ende, generiert sie viele, die verlieren, und nur wenige, die gewinnen. Statt von künstlicher Intelligenz sollten wir eher von „mühsamer Intelligenz“ sprechen.

Sebastian Schmieg

Kind mit Roboter auf dem Kuromon-Markt in Osaka, Japan
Foto: Andy Kelly / Unsplash
Kulturschock im Roboterzeitalter

Von Berlin bis Bangkok sind Roboter in Haushalt, Krankenhaus, Schule und am Arbeitsplatz auf dem Vormarsch. Doch Forschungsergebnisse zeigen, dass die Einstellung zu dieser Technologie von Kultur zu Kultur verschieden ist. Um effektive, soziale Roboter bauen zu können, müssen wir herausfinden, wie die Kultur unsere Wahrnehmung und unsere Erwartungen an sie prägt.

Emily Cross

Eichhörnchen
Foto: Vincent Van Zalinge / Unsplash
Intelligenz 4.0: Suchen wie die Eichhörnchen?

Googles Algorithmen haben die Suche nach Dingen revolutioniert und stellen uns in Sekundenschnelle fast alle Informationen zur Verfügung. Die Entwicklung der Kulturtechnik des Suchens war jedoch ein langwieriger Prozess.

Dirk Baecker