Fast Fashion | Slow Fashion

Ausstellung Foto: Tim Mitchell

Ausstellung und Begleitprogramm



Mode begeistert Menschen weltweit, und Trends ändern sich schneller als die Jahreszeiten. Zahllose Hochglanzmagazine versuchen mit immer kurzlebigeren Modeerscheinungen Schritt zu halten, indem sie die Kleiderwahl der Prominenz genau im Auge behalten. Nebst Kunstmessen, Einkaufszentren und Café-Ketten, haben sich Modewochen so längst zu einem "must-have" der modernen Stadt entwickelt. Die Produktionsbedingungen der Modeindustrie jedoch sind weniger gut ausgeleuchtet als ihre Schaufenster; sie bleiben undurchsichtig: Wie kann Kleidung so billig sein? Wer fertigt unsere Kleider, und unter welchen Bedingungen? Welche Auswirkung haben schnelle Modezyklen auf die Umwelt? Und wie viel Verantwortung haben wir als Konsumenten?

Die Ausstellung Fast Fashion – Die Schattenseiten der Mode greift diese Fragen auf und zeigt durch umfassende Einblicke in die globale Bekleidungsindustrie, dass sich hinter der Kunst der Mode eine düstere Seite verbirgt. Grafiken, Fotografien und Installationen verbildlichen die sozio-ökonomischen und ökologischen Bedingungen der Branche.

Aber es gibt auch Gutes in der Mode-Welt. Das Slow Fashion Studio, entwickelt in Kollaboration mit der RMIT School for Fashion & Textiles, zeigt Alternativen auf: Wie können wir die Industrie neu strukturieren? Wie können wir für eine nachhaltige Zukunft entwerfen und konsumieren, wie uns kleiden?

Fast Fashion | Slow Fashion ist der Australische Beitrag zum regionalen Goethe-Institut Projekt IKAT/eCUT, das die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Textilindustrie in Südostasien, Australien, Neuseeland und Deutschland beleuchtet. Als Teil dieses Projektes wird vom 21. Juli bis zum 9. September 2017 die Ausstellung Fast Fashion  –  Die Schattenseiten der Mode an der RMIT Gallery gezeigt. Die Ausstellung wurde von Dr. Claudia Banz am Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg kuratiert, und war seitdem in Dresden, Manila und Jakarta auf Tournee. Melbourne ist die letzte Station der Reise, und die Ausstellung wird im Anschluss nach Hamburg zurückkehren.

Ein öffentliches Begleitprogramm gibt Besuchern die Möglichkeit sich mit der Australischen Szene der ethischen Mode auseinander zu setzen. Obwohl, oder gerade weil, Australien die zweitgrößte Konsumnation für Bekleidung ist, wächst die Nachhaltigkeits-Szene sehr schnell. Immer mehr Australier hinterfragen, woher ihre Kleidung kommt und konsumieren bewusster. Bei Podiumsdiskussionen, Filmvorstellungen und Näh-Workshops stellen sich Pioniere der lokalen Modewelt vor: Designer, Journalisten, Aktivisten und Berater.

Fast Fashion | Slow Fashion wird unterstützt von der Karin Stilke Stiftung und der Deutschen Bundesstiftung für Umwelt.