02., 09., 16. und 30. Mai
19 Uhr

„Familiengeschichten“

Dienstage des deutschen Films in Puerto Montt

  • Casa del Arte Diego Rivera, Puerto Montt

  • Sprache Deutsch mit spanischen Untertiteln
  • Preis Eintritt frei

Ivie wie Ivie © 2021 Weydemann Bros., Constanze Schmitt, David Schmitt

Vier Geschichten über Familien, als Raum des Entdeckens, der Konflikte und auch der Zärtlichkeit. 
 

Programm


02.05. Ivie wie Ivie (2021), Sarah Blaßkewitz 

09.05. Happy (2016), Carolin Genrieth 

16.05. Sommerhäuser (2017), Sonja Maria Kröner 

30.05. Haus ohne Dach (2016), Soleen Yusef 
 

Inhaltsangaben


IVIE WIE IVIE 
Farbe, 109 min. 
2021, Sarah Blaßkiewitz 

Ivies Selbstbild kommt ins Wanken, als plötzlich ihre Halbschwester auftaucht und nicht nur von der anstehenden Beerdigung des gemeinsamen Vaters in Senegal erzählt, sondern vor allem ihr Bewusstsein für den Alltagsrassismus schärft, dem sie als Afrodeutsche ausgesetzt ist; ein beeindruckendes Debüt über Selbstfindung und Diversität. 
 



HAPPY 
Farbe, 85 Min.  
2017, Carolin Genreith 

Seit er sich von seiner Frau getrennt hat, reist Dieter Genreith Jahr für Jahr von der Eifel nach Thailand, um seiner Einsamkeit zu entkommen. Dort hat er Tukta kennengelernt, die etwa so alt ist wie Carolin, seine Tochter, die mit dieser Beziehung profunde Probleme hat: Unterscheidet sich ihr über 60jähriger Vater von den vielen deutschen Sextouristen? Sie versucht, ihn, seine Sehnsüchte und seine Ängste zu verstehen und dreht einen sehr persönlichen Dokumentarfilm, in dem beide Seiten offen, ehrlich und tolerant genug sind, um voneinander zu lernen. In Thailand wird Carolin Trauzeugin ihres Vaters; ob die Ehe angesichts der unterschiedlichen Voraussetzungen Bestand haben kann, bleibt offen. 


 
 
SOMMERHÄUSER 
Farbe, 93 Min. 
2017, Sonja Maria Kröner 

Sommer 1976: Bernd fährt mit seiner Frau und den beiden Kindern zum Sommerhaus der gerade verstorbenen Oma. Auf dem fast parkähnlichen Grundstück treffen sich zahlreiche Familienmitglieder. Das erwartete Ferienglück im Grünen ist von Anfang an getrübt: Ein uralter Baum wurde von einem Blitz gefällt, die Stromversorgung funktioniert nicht recht. Im Radio kommt die Nachricht über ein in der Gegend vermisstes Mädchen; später wird man seine Leiche finden. Während die Kinder nicht immer friedlich herumtoben, beginnen die Erwachsenen über das Erbe zu streiten. Was soll aus dem Grundbesitz werden? SOMMERHÄUSER erzählt vom unaufhaltsamen Verlust einer Idylle. 



 
HAUS OHNE DACH 
Farbe, 117 Min.  
2014-16, Soleen Yusef 

Die Geschwister Liya, die als Sängerin in einem Nachtlokal auftritt, Jan, dessen Frau ein Kind erwartet, und der Außenseiter Alan, alle im kurdischen Teil des Irak geboren, aufgewachsen in Deutschland, sind in ihr Geburtsland zurückgekehrt, um den letzten Willen ihrer verstorbenen Mutter zu erfüllen. Sie wollte in ihrem Heimatdorf neben ihrem Mann begraben werden, der während des Kriegs gegen das Regime Saddams ums Leben kam. Die Angehörigen in Kurdistan sind vehement dagegen. Die untereinander zerstrittenen Geschwister möchten den Wunsch ihrer Mutter erfüllen, entwenden den Sarg und begeben sich, von der wütenden Verwandtschaft verfolgt, mit einem Pickup auf eine schwierige Reise durch ein Land, in dem die Peschmerga gegen IS-Terroristen kämpft.