Sonntag, 05. November 2023
19:00 Uhr
DEFA-Kurzdokumentarfilme
Präsenz Filmreihe|DEFA-Filmreihe in der Cineteca Nacional
-
Cineteca Nacional , Santiago
- Sprache Spanisch, Deutsch mit spanischen Untertiteln
- Preis freier Eintritt
Vom 01. bis 08. November findet in der Cineteca Nacional die DEFA-Filmreihe zum chilenischen Exil in der DDR statt. Diese Reihe beinhaltet mehrere Titel, die erst kürzlich in Deutschland restauriert wurden, sowie Uraufführungen von in Chile noch unbekannten Filmen wie „Chile im Herzen” und „Die Spur des Vermissten”, die Claudia Sandberg mit zwei Meisterklassen am 07. und 08. November begleiten wird.
1974, Jürgen Böttcher, Rolf Liebmann, 45 Min.
„Musik ist Revolution, die Revolution braucht Musik. Die chilenische Bewegung des neuen Liedes, „La Nueva Cancion Chilena“, reflektiert enthusiastisch die Visionen, sozialen Umwälzungen und politischen Ereignisse zu Zeiten Salvador Allendes und der Unidad Popular. Auf dem Berliner Festival des politischen Liedes 1971 begegnen die Filmemacher zum ersten Mal den bis heute noch bekannten chilenischen Musikern wie der Familie Violeta, Isabel und Angel Parra, den Gruppen Inti Illimani und Quillapayún. Damals entsteht das hoffnungsvolle Porträt „Song international“ von Jürgen Böttcher.
Nur drei Jahre später, kurz nach den Geschehnissen im Palacio de la Moneda, suchen die Regisseure ernüchtert und voller Sorge erneut die Begegnung mit einigen der Musiker, mit denen, die sich ins Exil retten konnten. Montiert mit ausdrucksstarken Fotos und Szenen aus dem Film des chilenischen Regisseurs Patricio Guzmán „Das erste Jahr“ erzählen Böttcher und Liebmann von der Musik und ihrem Bezug zur Realität und jüngsten Vergangenheit. Am Schluss setzen die beiden ein Zeichen: Den Revolutionsklassiker „Panzerkreuzer Potemkin“ und die rote Fahne von Eisenstein zitierend, endet der Schwarz-Weiß-Film ganz in Rot – „Venceremos“, wir werden siegen. Lieder waren auch die Begleiter der Friedensbewegung Anfang der 80er Jahre.
Am 25. Oktober 1983, genau an dem Tag der US-Invasion der Karibik-Insel Grenada, fand im Berliner „Palast der Republik“ ein Konzert der Friedensmanifestation statt. „Drei Lieder“ (1983, Farbe, 28 min) von Jürgen Böttcher dokumentiert den Auftritt des international gefeierten und bis heute für den Weltfrieden engagierten Sängers Harry Belafonte. An seiner Seite die ausdrucksvolle Sängerin Dianne Reeves. Belafonte nutzt seine Popularität und seine Lieder „Martin Luther King“, „Mathilda“ und „Peace on Earth“, um ein anderes Amerika zu zeigen und gegen die NATO-Hochrüstung sowie die aktuellen Geschehnisse in Grenada zu sprechen.“
Copihuito
1977, Günter Jordan, 14 Min.
„Copihuito“ ist eine in Chile wachsende Rankpflanze. Sie steht symbolisch für den Widerstand des chilenischen Volkes gegen jegliche Unterdrückung. Diesen Namen gaben auch einige chilenische Pioniere der Zeitschrift, an der sie arbeiten. Günter Jordan hat sie dabei mit der Kamera begleitet. 1977, als der Film entstand, lebten in Ost-Berlin etwa 10.000 chilenische Exilanten. Die jungen Zeitungsmacher, die oft nur die ersten Jahre ihres Lebens in der chilenischen Heimat verbracht hatten, wollen anderen (chilenischen) Kindern und Jugendlichen in der DDR von den Geschehnissen in Chile berichten. Die Erinnerung und die Bindung an die Heimat sollen nicht verloren gehen. Einer der eindringlichsten Momente im Film ist, wenn die Kinder erzählen, warum ihnen so viel an dieser Zeitung liegt. In das dokumentarische Material des Films flechten sich Bilder des chilenischen Malers César ein. Sie stellen den Freiheitskampf und die Hoffnungen im Chile der Unidad Popular dar. Dazu hört man Pablo Nerudas „Der Große Gesang“.
Eine chilenische Hochzeit
1977, Valentin Milanov, Rainer Ackermann, 8 Min.
Zwei junge Chilenen heiraten in der DDR. Aber der Film ist kein einfacher Bericht von einer Hochzeitsfeier, er berichtet von Exilschicksalen. Nach dem Putsch von Pinochet in Chile 1973 flohen viele linksgerichtete Chilenen in die DDR. Ihre Erlebnisse, ihr Leben und ihre Ziele werden vorgestellt.
Inti Illimani
1977, Rainer Ackermann, 6 Min.
Der Disco-Report, auch als Reihe „Rote Lieder“ bekannt, berichtet von der chilenischen Gruppe „Inti-Illimani“ während des 7. Festival des politischen Liedes in Berlin.
Aparcoa
1977, Jürgen Steinheisser, 6 Min.
Porträt der Gruppe „Aparcoa“. Der Film zeigt die Verbundenheit der fortschrittlichen Menschheit mit dem Chile der Unidad Popular und ruft auf zu Solidarität.
PROGRAMM SONNTAG, 05. NOVEMBER
1974, Jürgen Böttcher, Rolf Liebmann, 45 Min.
„Musik ist Revolution, die Revolution braucht Musik. Die chilenische Bewegung des neuen Liedes, „La Nueva Cancion Chilena“, reflektiert enthusiastisch die Visionen, sozialen Umwälzungen und politischen Ereignisse zu Zeiten Salvador Allendes und der Unidad Popular. Auf dem Berliner Festival des politischen Liedes 1971 begegnen die Filmemacher zum ersten Mal den bis heute noch bekannten chilenischen Musikern wie der Familie Violeta, Isabel und Angel Parra, den Gruppen Inti Illimani und Quillapayún. Damals entsteht das hoffnungsvolle Porträt „Song international“ von Jürgen Böttcher.
Nur drei Jahre später, kurz nach den Geschehnissen im Palacio de la Moneda, suchen die Regisseure ernüchtert und voller Sorge erneut die Begegnung mit einigen der Musiker, mit denen, die sich ins Exil retten konnten. Montiert mit ausdrucksstarken Fotos und Szenen aus dem Film des chilenischen Regisseurs Patricio Guzmán „Das erste Jahr“ erzählen Böttcher und Liebmann von der Musik und ihrem Bezug zur Realität und jüngsten Vergangenheit. Am Schluss setzen die beiden ein Zeichen: Den Revolutionsklassiker „Panzerkreuzer Potemkin“ und die rote Fahne von Eisenstein zitierend, endet der Schwarz-Weiß-Film ganz in Rot – „Venceremos“, wir werden siegen. Lieder waren auch die Begleiter der Friedensbewegung Anfang der 80er Jahre.
Am 25. Oktober 1983, genau an dem Tag der US-Invasion der Karibik-Insel Grenada, fand im Berliner „Palast der Republik“ ein Konzert der Friedensmanifestation statt. „Drei Lieder“ (1983, Farbe, 28 min) von Jürgen Böttcher dokumentiert den Auftritt des international gefeierten und bis heute für den Weltfrieden engagierten Sängers Harry Belafonte. An seiner Seite die ausdrucksvolle Sängerin Dianne Reeves. Belafonte nutzt seine Popularität und seine Lieder „Martin Luther King“, „Mathilda“ und „Peace on Earth“, um ein anderes Amerika zu zeigen und gegen die NATO-Hochrüstung sowie die aktuellen Geschehnisse in Grenada zu sprechen.“
Copihuito
1977, Günter Jordan, 14 Min.
„Copihuito“ ist eine in Chile wachsende Rankpflanze. Sie steht symbolisch für den Widerstand des chilenischen Volkes gegen jegliche Unterdrückung. Diesen Namen gaben auch einige chilenische Pioniere der Zeitschrift, an der sie arbeiten. Günter Jordan hat sie dabei mit der Kamera begleitet. 1977, als der Film entstand, lebten in Ost-Berlin etwa 10.000 chilenische Exilanten. Die jungen Zeitungsmacher, die oft nur die ersten Jahre ihres Lebens in der chilenischen Heimat verbracht hatten, wollen anderen (chilenischen) Kindern und Jugendlichen in der DDR von den Geschehnissen in Chile berichten. Die Erinnerung und die Bindung an die Heimat sollen nicht verloren gehen. Einer der eindringlichsten Momente im Film ist, wenn die Kinder erzählen, warum ihnen so viel an dieser Zeitung liegt. In das dokumentarische Material des Films flechten sich Bilder des chilenischen Malers César ein. Sie stellen den Freiheitskampf und die Hoffnungen im Chile der Unidad Popular dar. Dazu hört man Pablo Nerudas „Der Große Gesang“.
Eine chilenische Hochzeit
1977, Valentin Milanov, Rainer Ackermann, 8 Min.
Zwei junge Chilenen heiraten in der DDR. Aber der Film ist kein einfacher Bericht von einer Hochzeitsfeier, er berichtet von Exilschicksalen. Nach dem Putsch von Pinochet in Chile 1973 flohen viele linksgerichtete Chilenen in die DDR. Ihre Erlebnisse, ihr Leben und ihre Ziele werden vorgestellt.
Inti Illimani
1977, Rainer Ackermann, 6 Min.
Der Disco-Report, auch als Reihe „Rote Lieder“ bekannt, berichtet von der chilenischen Gruppe „Inti-Illimani“ während des 7. Festival des politischen Liedes in Berlin.
Aparcoa
1977, Jürgen Steinheisser, 6 Min.
Porträt der Gruppe „Aparcoa“. Der Film zeigt die Verbundenheit der fortschrittlichen Menschheit mit dem Chile der Unidad Popular und ruft auf zu Solidarität.
Ort
Cineteca Nacional
Plaza de la Ciudadanía 26, Santiago Centro
Santiago
Chile
Plaza de la Ciudadanía 26, Santiago Centro
Santiago
Chile
Ort
Cineteca Nacional
Plaza de la Ciudadanía 26, Santiago Centro
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Chile
Plaza de la Ciudadanía 26, Santiago Centro
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