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16:00 Uhr

Ode an das Frühlingsäquinoktium am Flussufer

Performance

  • Viline vode, Belgrad

Alicja Wysocka © Alicja Wysocka

Wir laden Sie zum Auftritt der Künstlerin Alicja Wysocka ein, die in Zusammenarbeit mit anderen derzeit in Belgrad lebenden Künstlern als Ode an die Frühlingstagundnachtgleiche stattfinden wird.

Diese Performance ist die Fortsetzung der früheren Praxis dieser Künstlerin, zu der Feierlichkeiten zu Ehren der Sommersonnenwende gehören, wie sie früher in Polen üblich waren. Die Künstlerin bezeichnet diese Rituale anlässlich der Herbsttagundnachtgleiche als „Zeit des Neuanfangs, d.h. der vertrauten Gegenden“. Die Erde braucht nun Ruhe, unsere Aufmerksamkeit und Pflege. Wir bedanken uns bei ihr für die Ernte, für die Sonne, für das neue Leben und lassen sie ruhen!“ Dieser Tag wurde durch einen Tanz um eine mit Getreideähren geschmückte Stange, Gesang, Zubereiten von Eingemachtem und Brotbacken über dem Lagerfeuer begangen. Mittelpunkt des Festes der kürzesten Nacht war der Erdhügel aus alten Zeiten. Nachdem der Festzug am Erdhügel angekommen war, wurden Kräuter aus dieser Gegend verbrannt, wodurch auf symbolische Weise schlechte Energie freigesetzt werden sollte, während die Teilnehmer*innen ihre Wünsche flüsterten. Diese Ereignisse wurden musikalisch durch traditionellen osteuropäischen „weißen Gesang“ begleitet.

Alicja greift die Ideen über Rituale als kollektiven therapeutischen Erfahrungen auf. Während ihres Aufenthalts in der Künstler-Residenz Hestia beschäftigt sich die Künstlerin mit Kurorten und Springbrunnen in ganz Serbien, wobei sie ihre Beobachtungen durch Einblicke in die slawische Mythologie bekräftigt. Mehr über Alicja können Sie auf der Website der Künstlerresidenz Hestia erfahren.