Lesung und Gespräch Leseherbst: Meral Kureyshi

Leseherbst: Meral Kureyshi © Design: DAAD

Do, 15.12.2022

18:00

Online

Lesung: 15.12.2022 um 18:00 Uhr über Zoom

Mit: Meral Kureyshi
Moderation: Dr. Ivana Pajić, Dozentin an der Universität Novi Sad; Katarina Dinić und Milica Šijaković, Germanistikstudentinnen der Universität Novi Sad
Organisation: Elli Mack (DAAD-Lektorin in Montenegro) und das Team der DAAD- und OeAD-Lektor*innen in den Ländern des westlichen Balkans

Für: fortgeschrittene Deutschstudierende, Deutschlernende und die interessierte Öffentlichkeit

Für Registration klicken Sie hier.

Herzliche Einladung zur Abschlussveranstaltung des Leseherbsts 2022! Am 15.12.2022 um 18:00 Uhr wird uns in gemütlicher, winterlicher Atmosphäre die Autorin Meral Kureyshi für Gespräch und Fragen rund um ihre Romane „Elefanten im Garten“ und „Fünf Jahreszeiten“ zur Verfügung stehen. Mit warmem Kakao, Tee oder Kaffee können Sie genüsslich von zu Hause aus teilnehmen und einer Lesung lauschen über eine junge Protagonistin, die in zwei Romanen verschiedene Stationen durchläuft, sucht, begegnet, treibt und manchmal findet. Begleitet wird die Lesung von Germanistikstudierenden der Universität Novi Sad.

Meral Kureyshi ist 1983 in Prizren geboren und lebt seit 1992 in Bern. Dort studierte sie Literatur und Germanistik, gründete das Lyrikatelier und arbeitet als freie Autorin. Sie war für den Schweizer Buchpreis nominiert, wurde mit dem Literaturpreis „Das zweite Buch der Marianne und Curt Dienemann Stiftung“ ausgezeichnet und zum Bachmannpreis eingeladen.
 
Elefanten im Garten

Als ihr Vater unerwartet stirbt, gerät die junge Erzählerin ins Schlingern. Ein Jahr lang lebt sie im Ungefähren, besucht wahllos Vorlesungen an der Universität, fährt Zug, sucht unvermittelt Orte ihres bisherigen Lebens auf, reist nach Prizren. Erinnerungen an ihre idyllische Kindheit in der osmanisch geprägten Stadt, die sie im Alter von zehn Jahren mit ihrer Familie verlassen musste, drängen machtvoll in ihre Schweizer Gegenwart.

Aber die Welt ihrer Kindheit findet sie nicht wieder in Prizren, und auch sie selbst hat sich verändert. Sie sucht einen Platz in ihrem neuen Land, der neuen Sprache. Die Unselbständigkeit ihrer einsamen Mutter erträgt sie nur schlecht, und mit jedem neuen deutschen Wort wächst die Entfernung zu ihr. Während die Mutter sich zunehmend isoliert, versucht die Erzählerin dem Stillstand zu entkommen.

„Elefanten im Garten“ ist ein wunderbarer Roman über ein von der Migration geprägtes Leben, über Herkunft und Entfremdung, Verlust und Beharren, aber auch über Neubeginn und Rettung – im Erzählen.

„Elefanten im Garten“ in der Bibliothek

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Fünf Jahreszeiten

Sie hat ihren Master in Filmwissenschaften abgebrochen und arbeitet im Kunstmuseum als Aufseherin. Während ihr Arbeitskollege Nikola unter der Treppe schläft, beobachtet sie den Staub im Sonnenlicht, lauscht den Stimmen der Kunstvermittlerinnen, wartet, dass die Zeit vergeht. In der Stille werden ihre Gedanken laut, die weissen Wände füllen sich mit Erinnerungen, an Adam, ihren Geliebten, den sie aufgegeben hat für Manuel, ihren Freund. Unentschlossen streift sie durch die Stadt, trifft den alten Paul, lässt sich treiben zwischen Resignation und Hoffnung, trauert um den verlassenen Geliebten, den verstorbenen Vater, vermisst die Mutter, die nicht anwesend ist.

„Fünf Jahreszeiten“ erzählt eine Episode aus dem Leben einer jungen Frau, in der nichts und alles möglich scheint und sich doch Entscheidungen aufdrängen – musikalisch, poetisch, mit leisen Tönen und von grosser Dringlichkeit.

„Fünf Jahreszeiten“ in der Onleihe

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