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11:00 Uhr

Über das Schwule Museum

Präsentation und Diskussion|Mit Birgit Bosold

Porträt einer Frau mit kurzen grauen Haaren und Brille Heiko_Kalmbach

Das Goethe-Institut Zypern lädt Birgit Bosold vom Schwulen Museum Berlin nach Zypern ein. Als Ko-Kuratorin von Queer as German Folk und Vorstandsmitglied seit 2006, gibt sie einen Überblick über das Museum. 

Wie ist das Schwule Museum entstanden? Was ist seine Strategie? Was sind seine Herausforderungen? Welche Unterschiede gibt es zu Zypern und welche Gemeinsamkeiten gibt es, wenn überhaupt? Können wir in Zypern aus den Erfahrungen des Schwules Museums lernen?

Birgit Bosold gibt einen Überblick über das Schwules Museum, gefolgt von einer Diskussion – in der Umgebung der prozessbasierten Ausstellung nono, bad timing! mit Arbeiten zyprischer Archivare und Archivarinnen, sowie von Material aus Queer as German Folk, das in seiner Gesamtheit im Goethe-Institut in Nikosia (bis 26.10.) zu besichtigen ist, und dem in Marseille ansässigen Archiv Mémoire des sexualités.

Birgit Bosold

Birgit Bosold ist seit 2006 erstes „weibliches“ Mitglied des Vorstands des Schwulen Museums Berlin (SMU). Mit den Schwerpunkten Strategie, Programm, Finanzen und Fundraising war sie in den letzten 15 Jahren maßgeblich an der dynamischen Entwicklung des SMU beteiligt, u.a. als (Co-) Kuratorin von strategisch relevanten Projekten wie Homosexualität_en (Deutsches Historisches Museum Berlin 2015, LWL Museum für Kunst und Kultur 2016), Sexuality, Holocaust, Stigma (2017), Jahr der Frau_en (2018), Queer as German Folk (im Auftrag des Goethe-Instituts 2019), Queering the Crip, Cripping the Queer (2022/23) und zuletzt Aufarbeiten: Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im Zeichen von Emanzipation (2023/24). Ihre politische Sozialisation im radikalen lesbisch-feministischen Aktivismus der 1980er Jahre war für sie eine wertvolle Ressource bei der programmatischen Transformation des SMU. Nach Studium und Promotion im Fach Literaturwissenschaft wechselte sie als Quereinsteigerin in die Finanzindustrie, arbeitete bei renommierten Banken und ist heute als selbständige Finanzplanerin und Investment-Expertin für institutionelle und private Mandate sowie als Fach-Dozentin und Autorin tätig. Ihre Erfahrungen und Kompetenzen im Umgang mit ökonomischen Konzepten erweisen sich als ausgesprochen hilfreich für die Steuerung des Non-Profit-Unternehmens SMU.

Die Ausstellung und das Parallelprogramm werden durch den Deutsch-Französischen Kulturfonds gefördert.