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11:00 Uhr

Poetik der Archive: Die Arbeit mit Künstlerarchiven und Nachlässen

Tagung|Im Rahmen der Ausstellung "Leben wie ein Horizont: Natur und Wanderschaft im Werk von Nicos Nicolaides"

  • Minerva Hotel, Pano Platres

  • Sprache Englisch
  • Preis Freier Eintritt

Ein Ölgemälde, das Berge darstellt Nicos Nicolaides, Privatsammlung (Ausschnitt)

Ein Ölgemälde, das Berge darstellt Nicos Nicolaides, Privatsammlung (Ausschnitt)

Das Celadon Center for the Arts & Ecologies präsentiert die Ausstellung und das Begleitprogramm „Leben wie ein Horizont“*: Natur und Wanderschaft im Werk von Nicos Nicolaides im Minerva Hotel, kuratiert von Dr. Gabriel Koureas und Dr. Elena Parpa. Das Goethe-Institut Zypern unterstützt das Celadon Center for the Arts & Ecologies bei der Durchführung des Symposiums Archive Poetics: Arbeit mit Künstlerarchiven und Nachlässen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Natur, insbesondere die Berge im Werk von Nicos Nicolaides (1884-1956). Gezeigt werden Zeichnungen und Gemälde des Künstlers aus der Troodos-Region und vom Berg Sinai. Die Werke stammen aus der Staatlichen Sammlung zyprischer Kunst, der Städtischen Galerie Limassol, der Temporären Städtischen Kunstgalerie Famagusta-Städtischen Museum Agia Napa sowie aus Privatsammlungen.

Nicos Nicolaides, der in erster Linie als Schriftsteller bekannt ist, lernte das Malen auf Wanderschaft - zunächst auf dem zyprischen Land als Ikonenmaler-Lehrling und später in Europa, wo er seinen Lebensunterhalt als Straßenkünstler verdiente. Nach seiner endgültigen Übersiedlung nach Ägypten im Jahr 1924 war seine Beziehung zur Malerei weiterhin von der Erfahrung der Wanderschaft geprägt. Er lebte „unter einem Zelt wie ein Beduine“, wie es in den Zeitungen jener Zeit hieß, und reiste zum Malen ins Niltal, in die Sahara und auf den Sinai. Auf Zypern hielt er sich oft in Platres auf, wo die Landschaft der Region, die ihm vertrauter und weniger dramatisch als die des Sinai war, zu einem wichtigen Motiv wurde. Die Ausstellung im Minerva Hotel soll die Verbundenheit des Künstlers mit der Region hervorheben und gleichzeitig sein Fernweh betonen, das er in seiner Prosa mit der Sehnsucht nach „einem ruhigen Leben [...] mit der Natur als Begleiter“ gleichsetzt.

Tagung

Poetik der Archive: Die Arbeit mit Künstlerarchiven und Nachlässen

Eine beträchtliche Anzahl von Werken von Nicos Nicolaides gilt heute als verschollen oder unauffindbar, was wichtige Fragen über die Erhaltung des materiellen und immateriellen Erbes von Künstler:innen aufwirft. Was bleibt von der Vision und dem Einfluss eine:r Künstler:in, wenn ein Großteil seines:ihres Werks nicht mehr zugänglich ist? Welche Forschungs- und Kurator:innenkonzepte können daraufhin entwickelt werden? Welches historische Wissen wird produziert, wenn es auf Diskontinuität und Lücken beruht? Diese und andere Fragen werden auf der Tagung Poetik der Archive: Die Arbeit mit Künstlerarchiven und Nachlässen erörtert, bei dem Forscher:innen, Kurator:innen und Künstler:innen Methoden und Instrumente für die Verwaltung, Erhaltung und Förderung künstlerischer Archive und Nachlässe diskutieren. Unter Beteiligung von Elena Papadopoulos, Nadia von Maltzahn, Anna Schaffler, Marina Schiza und Valentinos Charalambous, Ioulita Toumazi und AnnaMaria Charalambous.

*Nicos Nicolaides, Oi anthropines kai oi anthines zoes (Das Leben der Menschen und der Blumen) (1938), 39.
 
 

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