Planspiel „Klimaneutrale Stadt“

Fünf unterschiedlich farbige Arme vor einem weißen Hintergrund, die sich melden, darunter der Text "Planspiel" © Goethe-Institut

Sie unterrichten Deutsch an einer Schule? Sie wollen eine innovative Lehr- und Lern- Methode kennenlernen und dabei Spaß haben? Sie und Ihre Schüler*innen interessieren sich für den Klimawandel?

Dann machen Sie mit! Beim internationalen internetbasierten Planspiel „Klimaneutrale Stadt“!
Die Schüler*innen schlüpfen dabei in die Rollen verschiedener Interessensgruppen der fiktiven Stadt Fonta, diskutieren und verhandeln unter Leitung der Bürgermeisterin in ihrer jeweiligen Landessprache, mit welchen Maßnahmen sie den CO2 Ausstoß ihrer Stadt bis 2030 um 50% reduzieren können. Nach dem eigentlichen Planspiel erstellen die Schüler*innen ein dreiminütiges Video auf Deutsch, in dem sie dem fiktiven Stadtparlament die Maßnahmen vorstellen, die die Stadt umsetzen sollte.

Planspiel 2023

Planspiel Klimaneutrale Stadt © Goethe-Institut

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2023 wird das Planspiel-Projekt in modifizierter Weise fortgesetzt.

Am Projekt beteiligen sich Estland, Irland, Lettland, Litauen, Polen und die Tschechische Republik.
 
Für die Durchführung der Planspiele in den Schulen wird der Zeitraum vom 25. September bis 10. November 2023 vorgesehen. 

In Estland nehmen folgende Schulen teil: 
 

Es wird wärmer. Jedes Jahr. Da wir Menschen immer mehr fossile Brennstoffe benutzen, Wälder abholzen und intensive Landwirtschaft betreiben, verändern wir das Klima. Es gibt mehr Hitzewellen, mehr Dürren, Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt an.

Wer an dem Planspiel „Klimaneutrale Stadt“ teilnimmt, schlüpft für die Dauer des Spiels in die Rolle der Bürgermeisterin, eines Mitglieds von „Fridays for Future“, eines Vertreters des Industrieverbandes oder der Leiterin des Tourismusbüros der erfundenen Stadt Fonta. Auf Einladung der Bürgermeisterin kommen Vertreter*innen unterschiedlicher Interessensgruppen der Stadt an einem Runden Tisch zusammen. Unter Berücksichtigung eines festgelegten Budgets verhandeln sie über mögliche Maßnahmen und stimmen darüber ab, wie bis zum Jahr 2030 die CO2-Emissionen der Stadt um die Hälfte reduziert werden können. Mittelfristig will die Stadt „klimaneutral“ werden und daher gar keine CO2-Emissionen mehr ausstoßen und somit dazu beitragen, die Erderwärmung zu stoppen.

Nach Abschluss des Planspiels wird das Ergebnis in einem 3-minütigem Video in deutscher Sprache festgehalten.

Die Teilnehmer*innen spielen das Planspiel mit Hilfe einer browserbasierten Software am PC oder auf einem Tablet. Sie verhandeln und diskutieren während des Spiels entweder direkt von Angesicht zu Angesicht in der Schule oder von zuhause aus über ein Videokonferenztool (z.B. Zoom).

Es bietet sich an, das Planspiel im Rahmen eines Projekttages oder einer Projektwoche durchzuführen.

 

Ein Planspiel ist ein spannendes didaktisches Lehr- und Lern-Format. Es ermöglicht erfahrungsbasiertes Lernen, das als besonders nachhaltig gilt – und dazu noch Spaß macht. Den Kern eines Planspiels bildet eine reale oder fiktive Herausforderung. Die Teilnehmenden betrachten zentrale Fragen, die mit dem Thema verbunden sind, aus verschiedenen Blickwinkeln und erfahren dabei, wie schwierig und zugleich wie wichtig es ist, unterschiedliche Interessen zu berücksichtigen und Kompromisse zu erarbeiten. Das Ergebnis des Spiels ist nicht vorgegeben. Daher können die Teilnehmenden verschiedene Lösungen suchen, dabei ihr Verhandlungsgeschick erproben und Entscheidungen treffen. Sie sprechen daher nicht nur ÜBER Herausforderungen, sondern erleben und gestalten diese.
 

  • konstruktiven Umgang mit Konflikten fördern
  • Meinungsbildung und Debattierfähigkeit stärken
  • zu Demokratie-Bildung beitragen
  • zu gesellschaftlichem Engagement motivieren
  • Kenntnisse zum Thema Klimawandel vertiefen

2022 haben 45 Schulen aus fünf Ländern mit mehr als 850 Schüler*innen ab 14 Jahren teilgenommen, die Deutsch auf Niveau A1-A2 sprechen. Zwei der Schulen haben das Spiel mit zwei Gruppen gespielt. Erstmals fand das Projekt nicht mehr als Wettbewerb statt. Das Feedback war erneut sehr positiv: 98% der Lehrkräfte und im Schnitt 94% der Schüler*innen würden wieder an einem Planspiel teilnehmen.  
Das Pilot-Planspiel „Klimaneutrale Stadt“ (noch als Wettbewerb) hat sowohl Schüler*innen als auch Lehrkräften großen Spaß gemacht. Teilgenommen haben 15 Schulen aus 5 Ländern mit insgesamt 213 Schüler*innen im Alter zwischen 14-18 Jahren, die Deutsch auf Niveau A1-A2 beherrschen.
Im Jahr 2022 nahm Estland zum zweiten Mal am Planspiel teil. Auf Gymnasium Viimsi wurde ein Erklärungsvideo gedreht, das allen Interessierten die Möglichkeit bietet, die Spielinhalte und den Verlauf kennenzulernen. 2023 wird das Planspiel-Projekt in modifizierter Weise fortgesetzt.

Kontakt

Goethe-Institut Tallinn
info-tallinn@goethe.de

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