Chun Zhang

Fünf Personen stehen auf einer dunklen Bühne und führen synchrone Bewegungen mit Stäben aus. Die Personen tragen schwarze, ärmellose Oberteile und weite schwarze Hosen und sind barfuß. Mehrere Personen halten jeweils einen Stab schräg vor dem Körper, während andere die Arme mit Stäben nach oben oder zur Seite ausgestreckt haben. Der Bühnenboden ist leicht beleuchtet, der Hintergrund bleibt schwarz. © Kai Strathmann

Datum: Juli 2026
Projekt: Eclipse

Im Rahmen eines Künstleraufenthalts am Goethe-Institut Madrid arbeitet die Choreografin Chun Zhang an „Eclipse“, einem neuen zeitgenössischen Tanzstück, das Bewegung, Klang und Bühnenraum miteinander verbindet. Inspiriert von der thailändischen Doppelstock-Technik Krabi Krabong bietet das Stück eine intensive körperliche und visuelle Auseinandersetzung mit den Themen Verwandlung, Identität und weibliche Selbstermächtigung.

Über die Residenz

„Eclipse“ ist ein zeitgenössisches Tanzstück von Chun Zhang, das Choreografie, Klang und eindrucksvolle Bildräume miteinander verbindet. Ausgangspunkt ist die thailändische Waffen-Kampfkunst Krabi Krabong.
Doppelstöcke werden zu Requisiten, Instrumenten und Ausdrucksräumen eines internationalen Ensembles von Tänzerinnen. Minimalistische Kostüme, präzise Licht und Rauchbilder sowie ein dichter Klangraum aus Techno-Rhythmen, Stimmen und Stockschlägen schaffen eine sinnliche Atmosphäre. Zwischen Ritual und Bruch, Widerstand und Zartheit entsteht eine poetische Bewegungssprache, die Kampfkunst aus dem folkloristischen Kontext löst und als lebendigen Prozess von Beziehung und Veränderung erfahrbar macht.
Chun Zhang ist Choreografin und Trägerin des Kurt Jooss-Preises. 2019 gründete sie das Ensemble YIBU. Ihre choreografische Arbeit begann während ihrer Lehrtätigkeit am Konservatorium in Macao. 2015 studierte sie Choreografie an der Folkwang Universität der Künste in Essen, wo sie stark vom deutschen Tanztheater geprägt wurde. Während ihres Aufenthalts am Goethe-Institut Madrid widmet sich Chun Zhang der vertieften künstlerischen Recherche und Weiterentwicklung von Eclipse.

Choreografie, Konzept, Direktion, Bühne, Kostüme: Chun Zhang / Komposition, Choreografische Mitarbeit: Kai Strathmann
Mit:
Brunella Sabatino, Marta Pisano, Nicol Memoli, Emmi Osenberg, Valentina Restrepo, Francesca Pavesio

Eine Produktion von YIBU.
Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie Bihong Zhao.
Koproduktion: Centro Coreografico Canal en Madrid – Teatros del Canal.

 

Über die Künstler*innen

Chun Zhang

Choreografin, Regisseurin und Tänzerin

Chun Zhang ist Choreografin, Tänzerin und künstlerische Leiterin des Ensembles YIBU. Geboren in Shanghai, erhielt sie ihre Ausbildung an der Shanghai Dance School sowie an der Beijing Dance Academy, wo sie einen Bachelor in Chinesischem Tanz und einen Master in Tanzwissenschaften absolvierte. Anschließend studierte sie Choreografie an der Folkwang Universität der Künste in Essen und arbeitet heute international an der Schnittstelle von Tanz, Performance und choreografischer Forschung.
Seit 2019 entwickelt sie mit YIBU eigene Produktionen, die in Europa und international gezeigt werden. Ihre künstlerische Praxis ist geprägt von interkulturellen Einflüssen sowie der Verbindung von Bewegung, Klang und konzeptuellen Ansätzen. Neben ihrer Arbeit als Choreografin war sie in zahlreichen Produktionen als Tänzerin tätig und präsentierte ihre Arbeiten u. a. im Rahmen internationaler Tourneen und Festivals in Europa, Asien und Afrika.
Zu ihren wichtigsten Projekten zählen Produktionen wie WHIRLING LADDER, Tides, FlowDot oder In:Between, die häufig in Kooperation mit internationalen Partnerinstitutionen entstehen. Ihre Arbeiten wurden mehrfach gefördert, unter anderem durch das Land Nordrhein-Westfalen, und mit Preisen ausgezeichnet, darunter der Kurt-Jooss-Preis. Für die kommenden Jahre erhält ihr Ensemble eine mehrjährige Konzeptförderung, die ihre kontinuierliche künstlerische Entwicklung unterstützt.

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