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9:30–13:30 Uhr

Architektur und Degrowth

Fachtagung|Mit Daniel A. Barber, Jin Xue und Alejandro de Castro

  • Goethe-Institut Barcelona, Barcelona

  • Sprache Englisch und Katalanisch mit Simultanübersetzung
  • Preis Eintritt frei mit Anmeldung

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Architektur und Degrowth

Die Schnittstelle zwischen Degrowth und Architektur bietet eine kritische Alternative zu kapitalistischen Modellen, die endloses Wirtschaftswachstum auf einem endlichen Planeten priorisieren. Degrowth setzt sich für die Reduzierung des Material- und Energieverbrauchs ein und fördert gleichzeitig soziale Gerechtigkeit und ökologisches Gleichgewicht. Der Architektursektor ist eng mit dem Wirtschaftswachstum verknüpft und hat erhebliche Umweltauswirkungen. Die Bauindustrie in der EU macht 9 % des BIP aus, ist jedoch auch verantwortlich für 40 % des Energieverbrauchs, 50 % der Materialgewinnung, 35 % der Treibhausgasemissionen und 40 % des Abfalls. Obwohl Effizienzmaßnahmen und der Einsatz erneuerbarer Energien dazu beigetragen haben, die Emissionen pro Quadratmeter zu senken, werden diese Fortschritte durch die zunehmende Wohnfläche pro Person wieder aufgehoben.

Bei dieser Veranstaltung wird Lacol erste Einblicke in eine laufende Forschung zu diesem Thema geben. Zudem begrüßen wir drei international renommierte Vortragende:
  • Daniel A. Barber, Architekturhistoriker, dessen Arbeit zeigt, wie Architekt:innen auf Klima- und Energieherausforderungen reagiert haben. Er untersucht historische Praktiken des thermischen und ökologischen Designs als Grundlage für ein Umdenken in der zeitgenössischen Architektur.
  • Jin Xue, Professorin an der NMBU (Norwegische Universität für Lebenswissenschaften), deren Forschung sich auf Stadtplanung und Wohnen im Kontext von Degrowth konzentriert.
  • Alejandro de Castro, Forscher am Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung in Dresden. Er untersucht, wie übermäßiger Ressourcenverbrauch soziale Ungleichheiten verschärft und erforscht prozedurale und umverteilende Ansätze für einen gerechten ökologischen Wandel.
Begleitet wird die Veranstaltung von verschiedenen Akteur:innen der Sozial- und Solidarwirtschaft. Es gibt eine Kaffeepause mit Catering von Mescladís, Simultanübersetzung durch Olisitis und eine audiovisuelle Aufzeichnung durch Looky Produccions.

Die Initiative wird unterstützt von Ammodo Architecture, dem Goethe-Institut Barcelona und der Stadt Barcelona.