Digitales Gespräch Herausforderungen der feministischen Ökonomie: Der Konflikt Kapital-Leben

Saave, Herrero, Gago, Babiker Saave, Herrero, Gago, Babiker

Do, 13.05.2021

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Barcelona

Anna Saave, Yayo Herrero, Verónica Gago und Sarah Babiker

Voranmeldung Digitale Debatte Die feministische Ökonomie schlägt Alternativen vor, die das Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell, in dem wir leben, transformieren sollen. Diese Alternativen bestehen in einem emanzipatorisches Projekt für alle Menschen, die durch die patriarchale und koloniale Herrschaft, auf der das kapitalistische System basiert, unterdrückt werden. Das Ziel dieses Projekts ist die Verwirklichung eines würdigen Lebens für alle, in Beziehungen der Gleichheit und des Respekts vor der Natur, von der unser Leben abhängt. Ein würdevolles Leben, in dem die "Pflege" im Mittelpunkt steht und kollektiv übernommen wird.

Über diese Vorschläge, ihre Herausforderungen und die Allianzen der feministischen Ökonomie mit anderen alternativen Ökonomien, wie der ökologischen Ökonomie, der sozialen und solidarischen Ökonomie und der politischen Ökonomie, sprechen unsere Gäste Anna Saave, Yayo Herrero und Verónica Gago im Gespräch mit der Journalistin Sarah Babiker.

Anna Saave, M. A., B. Sc., forscht zu Politischer Ökonomie und feministischer und ökologischer Ökonomik am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Im Rahmen ihrer Promotion beschäftigte sie sich mit den Außenverhältnissen der kapitalistischen Produktionsweise. Zudem untersucht sie Strategien für eine sozial-ökologische Transformation. Sie studierte Umweltwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften (2008-2012) an der Leuphana Universität Lüneburg und in Bifröst, Island, sowie Sustainability Economics and Management an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (2012-2015). Sie war als Koordinatorin der Bucerius Law Clinic tätig. Derzeit ist sie wissenschaftliche Geschäftsführerin des Sonderforschungsbereichs Transregio 294 „Strukturwandel des Eigentums“. In ihrem Postdoc-Projekt wird sie die politischen Angebote für gesellschaftliche Transformationen des Neuen Materialismus und der zeitgenössischen politökonomischen Theorie vergleichen sowie Strategien und Potentiale des Umgangs mit Widersprüchen untersuchen, die Individuen durch die Einbindung in den kapitalistischen Verwertungszusammenhang im Anthropozän erfahren.
 
Yayo Herrero López (Madrid, 1965) ist eine spanische Anthropologin, Ingenieurin, Professorin und ökofeministische Aktivistin. Sie ist eine der einflussreichsten Forscherinnen im ökofeministischen und ökosozialistischen Bereich auf europäischer Ebene. Herrero hat einen Abschluss in Sozial- und Kulturanthropologie, einen technischen Agraringenieur, ein Diplom in Sozialpädagogik und einen DEA in Erziehungswissenschaften. Sie war Landeskoordinatorin von Ecologistas en Acción und hat an zahlreichen sozialen Initiativen zur Förderung der Menschenrechte und der sozialen Ökologie teilgenommen. Von Januar 2012 bis August 2018 war sie die Generaldirektorin der FUHEM Stiftung. Derzeit ist sie Professorin an der Universidad Nacional de Educación a Distancia. Sie schreibt regelmäßig Beiträge für verschiedene Medien wie eldiario.es.
 
Verónica Gago (Chivilcoy, Argentinien, 1976) ist Professorin an der Universität von Buenos Aires und der Nationalen Universität von San Martín sowie Forscherin beim Nationalen Rat für wissenschaftliche und technische Forschung (CONICET). Sie ist die Autorin von La razón neoliberal. Economías barrocas y pragmática popular (Tinta Limón / Traficantes de Sueños, 2015) und La potencia feminista. O el deseo de cambiarlo todo (Tinta Limón / Traficantes de Sueños, 2019); und Herausgeberin von La Internacional Feminista (Tinta Limón / Traficantes de Sueños, 2020). Sie war Teil des militanten Forschungskollektivs Situaciones und ist derzeit Teil des feministischen Kollektivs #NiUnaMenos.

Sarah Babiker hat einen Abschluss in Sozialer und Politischer Anthropologie an der Lateinamerikanischen Fakultät für Sozialwissenschaften. Sie ist Journalistin mit dem Schwerpunkt Gender, mit einer Vorliebe für den Süden der Welt. Sie arbeitet mit Räumen und Medien zusammen, die sich für soziale Transformation einsetzen. Gründungsmitglied der argentinischen Organisation Comunicación para la Igualdad (Kommunikation für die Gleichheit), wo sie als Lehrerin mit dem Schwerpunkt Gender und Kommunikation tätig ist. Sie hat in Italien, Marokko und vor allem in Argentinien gelebt. Derzeit schreibt sie für El Salto, CTXT und Tribuna Feminista.

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Diese Verantaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe Futur FEM

 

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