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Vereinigtes Königreich

National German A-level Class (NGAC)

Das Pilotprojekt National German A-level Class zielt darauf ab, eine zunehmend sichtbare Lücke im Bildungssystem zu schließen: In vielen Schulen gibt es für Schüler*innen keine Möglichkeit, nach den GCSE-Prüfungen Deutsch auf A‑level‑Niveau weiterzulernen. Das NGAC-Modell stellt sicher, dass alle Schüler*innen, die Deutsch weiterführen möchten, dies auch tatsächlich können – unabhängig von den organisatorischen oder strukturellen Bedingungen ihrer Schule.

Teacher with students © Getty Images

Die NGAC

Stellen Sie sich vor, jede Schülerin und jeder Schüler, die/der Deutsch als A‑Level‑Kurs belegen möchte, könnte dies an der eigenen Schule tun.

In ganz England werden Jugendliche ermutigt, mit 16 jede beliebige Kombination von A- levels zu wählen — doch viele, die sich für Deutsch entscheiden, erfahren später, dass ihre Schule den Kurs aufgrund zu geringer Nachfrage nicht anbieten kann. Diese Situation schränkt den Zugang zu modernen Fremdsprachen ein und reduziert die Wahlmöglichkeiten der Lernenden.
Das Goethe-Institut UK arbeitet gemeinsam mit Languages for All daran, diese Situation zu verändern.
Wir laden Schulen ein, am Pilotprojekt der National A-level German Class (NGAC) teilzunehmen — einem kollaborativen Modell, das A-level Deutsch unabhängig von der Größe der Schülerkohorte realisierbar und zugänglich macht.

 

Wie die NGAC funktioniert

Geteiltes Unterrichtsmodell

A-level Deutsch wird gemeinsam unterrichtet durch:
  • die Deutschlehrkraft der Partnerschule (in Präsenz)
  • die NGAC-Lehrkraft des Goethe-Instituts UK (live online)
Jede Woche erhalten die Schüler*innen:
  • 2 Stunden Präsenzunterricht der schuleigenen Deutschlehrkraft an der jeweiligen Partnerschule
  • 2 Stunden live online Unterricht, direkt vom Goethe-Institut UK durchgeführt
  • 1 Stunde asynchrones Lernen, einschließlich Hörverstehensaufgaben und eigenständiger Lernaktivitäten

Warum an der NGAC teilnehmen?

  • A-level Deutsch realisierbar machen
    Durch die Zusammenlegung von Schüler*innen aus mehreren Schulen entstehen tragfähige Gruppengrößen, sodass A-level Deutsch auch dort angeboten werden kann, wo die lokale Nachfrage zu gering wäre. Das NGAC-Modell ermöglicht Schulen, den Kurs weiterhin anzubieten, ohne auf große Jahrgänge angewiesen zu sein. 
  • Wahlmöglichkeiten der Schüler*innen stärken
    Schüler*innen, die Deutsch weiterlernen möchten, können dies tun – auch wenn ihre eigene Schule aufgrund geringer Nachfrage normalerweise keinen Kurs zustande bekäme. Damit bleibt der Zugang zu Sprachen am Übergang zwischen GCSE und A-level erhalten.
  • Von der Expertise des Goethe-Instituts profitieren
    Das Goethe-Institut UK bringt umfangreiche linguistische, kulturelle und pädagogische Expertise ein und übernimmt einen Teil des Unterrichts sowie die Entwicklung hochwertiger Materialien. Die Schüler*innen profitieren sowohl vom schulischen Präsenzunterricht als auch vom nationalen Live-Online-Unterricht. 
  • Vielfältige Chancen ermöglichen
    Das nationale Modell eröffnet zusätzliche Chancen für gemeinsame Aktivitäten, Studienfahrten, kulturelle Veranstaltungen und Kooperationen mit Universitäten. Dieser Rahmen wäre für viele Einzelschulen allein organisatorisch oder finanziell nicht möglich. 

Partnerschule werden

Das Goethe-Institut UK und Languages for All suchen Schulen in ganz England, die an dem Pilotphase der National German A-level Class (NGAC) teilnehmen möchten.
Partnerschulen spielen Schulen eine entscheidende Rolle, indem sie lokal Schüler*innen betreuen, den in Präsenz Unterricht organisieren und die Kontaktstelle zwischen der Schule und dem nationalen NGAC-Cluster darstellen. Gemeinsam tragen Partnerschulen zur erfolgreichen Etablierung eines nachhaltigen, kollaborativen Modells bei, welchen den Zugang zu A-level Deutschunterricht stärkt und neue Möglichkeiten für Schüler*innen öffnet.

Auf einen Blick

Für wen die NGAC gedacht ist

Die Pilot‑National A‑Level German Class richtet sich an staatliche Schulen und Oberstufenkollegs, die derzeit GCSE‑Deutsch anbieten, aber Schwierigkeiten haben, A‑Level‑Deutschkurse aufgrund kleiner Kohortengrößen aufrechtzuerhalten.

Viele Schulen erleben, dass sinkende Zahlen, häufig bedingt durch:

  • weniger Zubringerschulen die Deutsch unterrichten
  • veränderte Wahlmuster in den GCSE Optionen
  • begrenzte Stundenplanflexibilität
dazu führen, dass ein eigenständiger A-level Deutschkurs nicht mehr angeboten werden kann.

Partnerschulen verfügen in der Regel über einen qualifizierte Deutschlehrkraft, haben jedoch nicht genug Schüler*innen, um die vollständigen 180 angeleitete Lernstunden pro Schuljahr zweckmäßig anbieten zu können.
Das NGAC-Modell schließt diese Lücke durch eine nationale Kooperation und mittels eines gemeinsames Unterrichtsmodells.

Für wen das Programm nicht geeignet ist

Die National A-level German Class ist nicht geeignet für Schulen, die:

  • eine Fernunterrichtslösung suchen
  • eine vollständig ausgelagerte Unterrichtsform anstreben
  • bereits genügend Schüler*innen haben, um einen A-level Deutschkurs eigenständig anbieten zu können.
Präsenzunterricht bleibt ein zentraler Bestandteil effektiver Sprachvermittlung. Dieser stellt einen hohen Leistungsstand, stabile Lernbeziehungen und positive Lernerfahrungen sicher. Das NGAC-Modell ersetzt daher keine bestehenden, funktionierenden A-level Deutschangebote, auch wenn diese kleinere Lerngruppen sind.

Zulassungskriterien für Schulen

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