Logo Goethe-Institut

Vereinigtes Königreich London

Musik: Globe Unity Orchestra – Drei­tägige Residenz

Konzerte|Alexander von Schlippenbachs legendäres Globe Unity Orchestra kommt zum 60‑jährigen Jubiläum zu Cafe OTO

  • Cafe OTO, London

A large jazz ensemble performs on stage with brass, woodwinds, piano, and drums. © Kazue Yokoi

A large jazz ensemble performs on stage with brass, woodwinds, piano, and drums. © Kazue Yokoi

Wir freuen uns, das legendäre Globe Unity Orchestra von Alexander von Schlippenbach im Cafe OTO für drei Tage anlässlich des 60-jährigen Jubiläums des Orchesters begrüßen zu dürfen!

Als eines der ältesten und bedeutendsten Free-Jazz-Orchester der Welt stand die Gruppe seit unserer Eröffnung ganz oben auf unserer Wunschliste. Wir sind überglücklich, sie endlich bei uns zu haben. Die 15-köpfige Besetzung umfasst Evan Parker, Paul Lytton, Rudi Mahall, Daniel Erdmann, Axel Dörner und Aki Takase (der zusammen mit Alexander von Schlippenbach, der auch dirigieren wird, vierhändig Klavier spielt). Gastspiele von Big Bands haben in der Geschichte von OTO schon einige Höhepunkte erlebt, vom Sun Ra Arkestra bis zum Chicago Tentet von Peter Brötzmann, und diese drei Abende werden da keine Ausnahme bilden.

1966 komponierte der Pianist Alexander von Schlippenbach „Globe Unity“, ein energiegeladenes Free-Jazz-Stück für Big Band, das sich dem Nihilismus der europäischen Kunst der Jahrhundertmitte entgegenstellte. Die Uraufführung in der Berliner Philharmonie sorgte für einen Skandal und wurde von der Presse als „männlicher Unsinn“ und „ein Pandämonium, in dem [Saxophonist] Peter Brötzmann die Rolle des Satans spielte“ verspottet. – Bill Shoemaker, Point of Departure

Die 14-köpfige Band, die dieses Werk aufführte, vereinte einige der führenden Köpfe der europäischen Improvisationsmusik. Sie sollte später wachsen – nicht nur durch europäische, sondern auch durch amerikanische und asiatische Musiker – und ihren wahren Namen annehmen: Globe Unity Orchestra. Schon in ihren Anfängen sorgte Schlippenbachs Band für Furore, trat auf verschiedenen Festivals auf und festigte den Ruf einiger ihrer Starmusiker.

"Alexander von Schlippenbach gilt zu Recht als eines der Vorbilder unter den Pianisten. Er gehörte zur „ersten Generation“ europäischer Free-Improvisatoren der 60er Jahre. Mit 87 Jahren zählt er immer noch zu den charismatischsten und fesselndsten Pianisten. Jede einzelne Note, die er spielte, schien zu zählen; er vereinte Sensibilität und Kraft." – UK Jazz News, August 2025