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Vereinigtes Königreich London

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19:00–20:00 Uhr, GMT

Buchvorstellung & Diskussion: Raphaëlle Red: "Adikou"

Buchvorstellung & Diskussion | “A debut that could hardly be more promising.” - Le Monde | Raphaëlle Red in conversation with Sophie Marie Niang.

  • Goethe-Institut London Bibliothek, London

  • Sprache Englisch
  • Preis Eintritt £6, £3 ermäßigt, und für Goethe-Institut Sprachkursteilnehmer*innen & Bibliotheksmitglieder

Portrait von Raphaëlle Red und das Buchcover von Adikou © Adeline Rapon, Sophie Marie Niang, Arboretum

Portraits von Raphaëlle Red und ihrer Übersetzerin Sophie Marie Niang und das Buchcover von Adikou © Adeline Rapon, Sophie Marie Niang, Arboretum

Kommen Sie ins Goethe-Institut London und erleben Sie die Debütautorin Raphaëlle Red, deren Road Novel mit ihrer Sprache und emotionalen Tiefe sowohl in Deutschland als auch in Frankreich für Aufmerksamkeit sorgt!

Im Gespräch mit ihr ist Sophie Marie Niang, die englische Übersetzerin von „Adikou“ und Wissenschaftlerin am King’s College London
.

„Adikou“ ist eine faszinierende Debüt-Road-Novel, die sich mit den Geistern der kolonialen Vergangenheit, der Komplexität einer gemischten Herkunft und der beunruhigenden Suche nach einem Gefühl von Heimat auseinandersetzt.
Der Roman folgt einer jungen französisch-togoischen Frau in ihren Zwanzigern namens Adikou. Ihre Herkunft ist unklar, ihre Familiengeschichte zutiefst zerrissen, und sie weiß kaum, wie sie ihren eigenen Namen richtig ausspricht. Ihr ganzes Leben lang hat die Gesellschaft sie dazu gedrängt, sich selbst in eine Kategorie einzuordnen, indem sie ein Kästchen für „schwarz“, „weiß“ oder „fifty-fifty“ ankreuzen soll. Überwältigt von diesem strukturellen Druck und einer tiefen, brodelnden Wut während eines drückend heißen Sommers in Paris flieht Adikou.
Sie nimmt einen Flug nach Lomé in Togo, in die Heimat ihres ihr entfremdeten Vaters, den sie kaum kennt. Ohne genau zu wissen, wonach sie sucht, wird sie von allen, denen sie begegnet, unablässig mit Fragen konfrontiert: zu ihrer ethnischen Zugehörigkeit, dazu, dass sie als Frau allein reist, und zum Ursprung ihrer Wut. Begleitet wird sie von einer namenlosen Erzählinstanz, die sie wie ein Schatten beobachtet und sie abwechselnd als Eidechse und als Geier beschreibt. Adikous Suche führt sie schließlich weit über Togo hinaus.
Ihre Reise führt sie entlang der westafrikanischen Küste, zurück zu einer früheren Reise als Studentin vom Norden in den Süden der Vereinigten Staaten und in die Straßen von New York und Atlanta. Während sie sich mit Erinnerungen an die Sklaverei, den Folgen des Kolonialismus und zerrissenen Familienbanden auseinandersetzt, versucht Adikou, aus den Fragmenten der Geschichte und den schwer greifbaren Worten ihres verschwundenen Vaters eine Identität zusammenzusetzen.

Kurze Bios

  • Raphaëlle Red

    Autorin

    Raphaëlle Red wurde in Paris geboren und wuchs in Berlin auf. Adikou erschien auf Französisch (Grasset) und auf Deutsch (Rowohlt, übersetzt von Patricia Klobusiczky). 2025 wurden Raphaëlle Red und Patricia Klobusiczky dafür mit dem renommierten Prix PREMIERE des Institut français ausgezeichnet. Ihr erstes Sachbuch, das zugleich ihr erstes englischsprachiges Original ist, Safe Space. Finding Safety in Solidarity and Self-Determination, erscheint im Dezember 2026 bei Seagull Books.

  • Sophie Marie Niang

    Übersetzerin

    Sophie Marie Niang ist Autorin, Wissenschaftlerin und Übersetzerin und lebt im Norden Londons. Sie lehrt Sozialwissenschaften am King’s College London. Derzeit arbeitet sie an einer Monografie mit dem Titel Irrepressible Futures: Black Refusal and Prefiguration in Contemporary France, in der sie die Entwicklungen Schwarzer kultureller Praktiken in Frankreich im vergangenen Jahrzehnt untersucht.

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