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Vereinigtes Königreich London

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19:00 Uhr

Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war von Regina Schilling + Intro

Film | Kinovorführung

  • Goethe-Institut London, London

  • Preis Preis: £6, £3 ermäßigt und für Goethe-Institut Sprachkursteilnehmer*innen & Bibliotheksmitglieder.

Farbbild einer Frau mit blonden langen Haaren, die vor dem Hintergrund einer alten Brücke mit Rundbogen in die Luft springt Regina Schilling: Ingeborg Bachmann - Jemand, der ich einmal war © Elliott Kreyenberg

Farbbild einer Frau mit langen blonden Haaren, die auf dem Vordersitz eines Autos sitzt und raucht. Regina Schilling: Ingeborg Bachmann - Jemand, der ich einmal war © Elliott Kreyenberg

Zum Ausklang des Ingeborg-Bachmann-Jahres freuen wir uns, gemeinsam mit dem Österreichischen Kulturforum Regina Schillings poetischen neuen Dokumentarfilm zu präsentieren, in dem Sandra Hüller die berühmte Schriftstellerin auf eindrucksvolle Weise zum Leben erweckt.

Die Einführung übernimmt Dr. Andrea Capovilla, Leiterin des Ingeborg Bachmann Centre for Austrian Literature & Culture.

In einer poetischen Spurensuche lässt Regisseurin Regina Schilling das Publikum dem Entstehen von Kunst beiwohnen: Sandra Hüller nähert sich dem Leben von Ingeborg Bachmann an einem imaginären Tag und verleiht ihren Worten eine eindringliche körperliche Präsenz. Mit einem kunstvollen Geflecht aus improvisierten Spielszenen, Archivschätzen, Interviews und Bachmanns eigenen Texten durchmisst der Film die zentralen Lebensphasen der Autorin – von der Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu den letzten Tagen in Rom.
Der Weg ist gezeichnet von komplizierten Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch und einem unnachgiebigen Ringen um eine eigene, radikale Sprache zwischen öffentlichem Ruhm und existentiellen Krisen. Entstanden ist ein fragmentarisches Porträt einer Künstlerin, die ihr ganzes Leben lang gegen Schweigen, Verletzungen und ihr auferlegte Zuschreibungen anderer angeschrieben hat.

Austria / Germany 2026, Farbe & s/w, 95 Min., mit englischen Untertiteln
Regie: Regina Schilling. Mit Sandra Hüller.
Schwarzweißportrait einer weißen Frau mittleren Alters mit blonden kinnlangen Haaren, die nach rechts aus dem Bild guckt

Ingeborg Bachmann 1969 | © Renate von Mangoldt




 

Andrea Capovilla

Andrea Capovilla ist die Direktorin des Ingeborg Bachmann Centre for Austrian Literature and Culture an der University of London. Sie lehrt und forscht in den Bereichen deutschsprachige Literatur und Film und hat zudem ein besonderes Interesse an den Werken und Biographien nicht-kanonischer Autorinnen. Zuletzt war sie Herausgeberin von Marlen Haushofer: Texte und Kontexte (2022) und Reading Bachmann Now (2024).

Regina Schilling

Regina Schilling, geboren 1962, lebt und arbeitet in Köln und Berlin. Sie studierte Literaturwissenschaft und Pädagogik an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln und war anschließend als Pressereferentin im Verlag Kiepenheuer & Witsch tätig. Seit 1997 arbeitet sie freiberuflich. Von 2000 bis 2023 war sie an der Programmgestaltung des Internationalen Literaturfestivals lit.COLOGNE beteiligt und ist als Dokumentarfilmerin tätig. Für ihre Filme wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Grimme-Preis, dem Deutschen Fernsehpreis und dem 3sat-Dokumentarfilmpreis.