|
19:00 Uhr
Goethe-Kino - Melanie Liebheit, Gereon Wetzel: She-Chef
Film|Kinovorführung
-
Goethe-Institut London, London
- Preis Preis: £6, £3 ermäßigt und für Goethe-Institut Sprachkursteilnehmer*innen & Bibliotheksmitglieder.
- Teil der Reihe: Goethe-Kino 2026
Als Mitglied des österreichischen Nationalteams hat die 25-jährige Agnes Karrasch die internationale Jugendkochweltmeisterschaft gewonnen. Aber damit ist sie noch keine fertige Köchin. Vielmehr beginnen nun ihre „Wanderjahre“, die sie von einem Feinschmeckerrestaurant zum anderen quer durch Europa führen: vom klassischen Vendôme in Bensberg bei Köln über das eher avantgardistische Disfrutar in Barcelona bis hin zum nachhaltigen Koks auf den Färöer-Inseln. Überall heißt es, neu anzufangen, ihren Platz zu finden und sich als Frau in einer von Männern dominierten Welt zu beweisen.
Regie: Melanie Liebheit, Gereon Wetzel. Mit Agnes Karrasch.
Melanie Liebheit
Melanie Liebheit wurde 1973 in Münster geboren. Sie studierte Ethnologie in München und dann in Manchester, wo sie ihren Master of Arts mit Auszeichnung absolvierte. Ab 2001 arbeitete sie für den Documentary Campus e.V. in München (bis 2011). Parallel dazu bewarb sich Liebheit erfolgreich an der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF), wo sie im Bereich Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik studierte. Gemeinsam mit Anja Lupfer drehte sie Das einzelne Bild ist gar nichts - Ein Portrait des Kameramanns Thomas Mauch (2004). Ihr abendfüllender Dokumentarfilm Wiedergeboren in Westfalen (2008), über den größten tamilischen Hindu-Tempel Europas in der westfälischen Kleinstadt Hamm-Uentrop, wurde beim Festival DOK Leipzig uraufgeführt.
Noch während des Studiums gehörte Liebheit im Jahr 2007 zu den Gründer*innen des Dokumentarfilmfestivals Nonfiktionale in Bad Aibling, das sie seit 2016 zusammen mit Tamara Danicic leitet. Beide arbeiten auch als Teamassistentinnen der Abteilung Bildgestaltung an der HFF.
Gemeinsam mit Gereon Wetzel realisierte Liebheit den Dokumentarfilm Die Kunst der Widerrede (2017), über vier Jurastudent*innen, die sich für den Jessup Moot Court, den international renommiertesten Völkerrechtswettbewerb, qualifizieren wollen. In erneuter Zusammenarbeit mit Wetzel drehte sie ab Anfang 2020 den Dokumentarfilm She Chef (AT/DE), der eine junge Österreicherin auf ihren Wanderjahren durch internationale Spitzenküchen begleitet, wobei die Covid-Pandemie für eine entscheidende Wendung sorgt. Die Uraufführung fand im Oktober 2022 beim Festival DOK Leipzig statt; beim Münchner DOK.fest 2023 erhielt She Chef den FFF-Förderpreis Dokumentarfilm. Kurz darauf, im Mai 2023, startete She Chef in den deutschen Kinos. (Quelle: filmportal.de)
Gereon Wetzel
Gereon Wetzel wurde 1972 in Bonn geboren. Nach dem Abschluss eines Archäologiestudiums in Heidelberg begann er im Jahr 2000 ein Studium in Fachbereich Dokumentarfilm an der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF). Während seines Studiums realisierte er unter anderem den mittellangen Dokumentarfilm Sprechproben (2004), in dem er deutschen Dialektgrenzen und regionalen Begrifflichkeiten nachspürt; der Film wurde auf dem DOK.fest München uraufgeführt. Wetzels abendfüllender Abschlussfilm Castells (2006), über die katalanische Tradition der aus Menschen gebildeten, bis zu zehn Meter hohen Türme ("Castells") lief auf zahlreichen internationalen Festivals; beim Dokumentarfilmfestival München wurde er mit dem Preis des Bayerischen Rundfunks und der Telepool ausgezeichnet.
Zusammen mit dem Filmemacher Jörg Adolph und dem Produzenten Ingo Fliess gründete Gereon Wetzel im Frühjahr 2008 das DVD-Label und Streamingportal DocCollection, zunächst für ihre eigenen Filme, später auch als Vertrieb und Plattform für die Arbeiten anderer Dokumentarfilmer*innen.
Als Autor und Filmemacher realisierte Wetzel nach seinem Studium zahlreiche Dokumentarfilme zu unterschiedlichsten Themen, bei denen er häufig auch für Kamera und Schnitt verantwortlich zeichnete. How to Make a Book With Steidl (2010, Regie gemeinsam mit Jörg Adolph), über den Fotobuchverleger Gerhard Steidl und dessen Zusammenarbeit mit Fotograf*innen aus aller Welt, erhielt den Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts bei der Duisburger Filmwoche und die Goldene Taube für den besten Dokumentarfilm beim Festival DOK Leipzig.
Auf Festivals in aller Welt fand El Bulli - Cooking in Progress (2010) Beachtung, Wetzels Film über das Kochlabor des wegweisenden spanischen Avantgarde-Küchenchefs Ferran Adrià. Beim Deutschen Kamerapreis 2011 wurde der Film für den Besten Schnitt (Anja Pohl) ausgezeichnet, beim DOK.fest München erhielt er den FFF-Förderpreis Dokumentarfilm; außerdem wurde er für den Deutschen Dokumentarfilmpreis 2013 nominiert.
Gemeinsam mit Jörg Adolph realisierte Wetzel Zündfunk Radio Show (2014), über das einflussreiche Musik- und Kulturmagazin "Zündfunk" auf Bayern 2, und "Carlos Saura – Fotograf" (2016), über den legendären spanischen Regisseur und sein fotografisches Lebenswerk. Für Konstantin Grcic - Design is Work (2017) beobachtete Wetzel den weltbekannten Münchner Designer und sein Team bei der Arbeit; Die Kunst der Widerrede (2017, zusammen mit Melanie Liebheit) begleitete vier Jurastudent*innen, die sich für den international renommiertesten Völkerrechts-Wettbewerb, den Jessup Moot Court, qualifizieren wollen.
Einen sehr persönlichen Dokumentarfilm realisierte Gereon Wetzel mit Sommerfahrt - Zeit heilt keine Wunden (2022): Darin trifft er Weggefährten aus seiner Pfadfinderzeit vor 30 Jahren wieder, nachdem dem Aloisiuskolleg, welchem die Gruppe angegliedert war, massive sexuelle Übergriffe über Jahrzehnte hinweg nachgewiesen worden waren. Für diesen Film wurde Wetzel für den Grimme-Preis nominiert.
In erneuter Zusammenarbeit mit Melanie Liebheit und ebenfalls während der Covid-Pandemie drehte Wetzel ab Anfang 2020 den Dokumentarfilm She Chef (AT/DE), der eine junge Österreicherin auf ihren Wanderjahren durch internationale Spitzenküchen begleitet, in denen sie als Praktikantin Erfahrungen sammeln will. Die Uraufführung fand im Oktober 2022 beim Festival DOK Leipzig statt; beim Münchner DOK.fest 2023 erhielt She Chef den FFF-Förderpreis. Der Kinostart erfolgte im Mai 2023.
Ort
50 Princes Gate
Exhibition Road
London SW7 2PH
Vereinigtes Königreich