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19:00–21:45 Uhr
KinoTage Eröffnungsfilm: Fatih Akin - Amrum
Film|Allgemeines Publikum
-
Goethe-Institut London, London
- Preis Preis: £6, £3 ermäßigt und für Goethe-Institut Sprachkursteilnehmer*innen & Bibliotheksmitglieder.
- Teil der Reihe: KinoTage - Deutsches Kino Erleben
Fatih Akins berührendes Coming-of-Age-Drama über einen Jungen auf der Nordseeinsel Amrum, der unter dem Eindruck der ideologischen Gegensätze und sich verschiebenenden Machtverhältnisse in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs seine kindliche Unschuld verliert.
Wir laden Sie herzlich ein, nach der Filmvorführung bei einem Drink mit uns den Eröffnungstag der KinoTage zu feiern.
Es ist Frühling 1945 auf Amrum, einer windgepeitschten Insel vor der nordfriesischen Küste Deutschlands. Der zwölfjährige Nanning verbringt seine Tage mit Fischen, dem Robbenfang und der Arbeit auf dem Hof eines Nachbarn, um seine schwangere Mutter und die jüngeren Geschwister zu ernähren, während sein Vater, ein nationalsozialistischer Offizier, im Krieg ist. Als die Nachricht von der Niederlage Deutschlands und dem Tod Hitlers die Insel erreicht, stürzt Nannings fanatische ergebene Mutter in tiefe Verzweiflung, sodass sie das Essen verweigert. Um sie aus ihrer Depression zu reißen, setzt Nanning alles daran, die Zutaten für eine besondere Speise von anderen Inselbewohnern zu organisieren und stößt dabei auf unangenehme Wahrheiten über seine Familie und seine Umgebung und muss erkennen, dass die größte Bedrohung nicht immer von außen kommt.
Vor der Kulisse der kargen Insellandschaft und der endlosen Horizonte der Nordsee erzählt Fatih Akin eine stille, eindringliche Geschichte über den Verlust kindlicher Unschuld. Konsequent die Perspektive des zwölfjährigen Nanning wahrend, macht er mit einem fabelartigen, spannenden Plot die Verunsicherung eines Kindes erfahrbar, das in einer Zeit ihm unverständlicher ideologischer Verschiebungen erlebt, wie die Grenzen zwischen Recht und Unrecht unklar werden. Fatih Akin inszenierte Amrum nach einem Drehbuch des kurz nach der Filmpremiere verstorbenen Regisseurs Hark Bohm, mit dem ihn eine langjährige Freundschaft und enge Zusammenarbeit verband. Akin übernahm die Regie, nachdem deutlich geworden war, dass Bohm den Stoff, der auf seinen eigenen Kindheitserfahrungen auf Amrum basiert, aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst würde verfilmen können. Um einen eigenen Zugang zum Film zu entwickeln, überarbeitete Akin das Drehbuch. Dabei spielte auch der Wunsch eine Rolle, den aktuellen Kräften der politischen Rechten etwas entgegenzusetzen.
Deutschland 2025, Farbe, 93 Min., Deutsch mit englischen Untertiteln.
Regie: Fatih Akın. Drehbuch: Fatih Akın und Hark Bohm. Mit Jasper Billerbeck, Diane Kruger, Laura Tonke, Lisa Hagmeister, Kian Köppke, Matthias Schweighöfer, Detlev Buck, Lars Jessen, Jan Georg Schütte, Tjard Nissen, Dirk Böhling, Marek Harloff.
Festivals
Festival de Cannes (Cannes Première, Weltpremiere, Mai 2025); Hamptons International Film Festival; AFI Fest Los Angeles (Luminaries); Denver Film Festival; Internationales Filmfestival von Indien, Goa; Jerusalem Film Festival; Arras Film Festival; Camerimage; Palm Springs International Film Festival (Country Focus Deutschland, Jan. 2026); Internationales Filmfestival Rotterdam (IFFR, „Cinema Regained“, Jan./Feb. 2026); Seattle International Film Festival; Göteborg Film Festival; Filmfest Hamburg; Taipei Golden Horse Film Festival; Tromsø International Film Festival (Horizons, Jan. 2026).
Auszeichnungen
Bayerischer Filmpreis 2026: Bester Film; Deutscher Filmpreis (Lola) 2026: mehrere Nominierungen, darunter für das beste Sounddesign (Joern Martens, Tobias Fleig, Corinna Fleig, Richard Borowski).
Über Fatih Akin
Fatih Akın, 1973 in Hamburg geboren, ist ein international gefeierter Filmemacher. Sein Durchbruch gelang ihm 2004 mit Gegen die Wand, der auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin den Goldenen Bären gewann. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits sein Filmstudium abgeschlossen, zwei Kurzfilme, einen Dokumentarfilm über die Migration seiner Eltern aus der Türkei nach Hamburg sowie drei Spielfilme gedreht. Seinen nächsten großen internationalen Erfolg feierte er mit Auf der anderen Seite (2007), der bei den Filmfestspielen von Cannes den Preis für das beste Drehbuch gewann und anschließend mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet wurde. Mit seinem nächsten Film Soul Kitchen (2009) gewann Akin den Sonderpreis der Jury im Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig.
Im Jahr 2004 gründete er die Produktionsfirma corazón international, über die er nicht nur seine eigenen Filme produzierte, sondern auch national und international gefeierte Titel wie Chiko, Takva und Min Dît – The Children of Diyarbakır. Im Jahr 2012 gründete er eine neue Firma, bombero international, die sich ausschließlich seiner eigenen Projekte widmet. Die erste Produktion des Unternehmens war The Cut, der 2014 im Wettbewerb der 71. Internationalen Filmfestspiele von Venedig Premiere feierte. 2016 führte Akin Regie bei Aus dem Nichts mit Diane Kruger und Denis Moschitto in den Hauptrollen, der 2017 Premiere feierte und anschließend zahlreiche Preise gewann – darunter die Goldene Palme für die beste Darstellerin (Diane Kruger) in Cannes und den Golden Globe für den besten fremdsprachigen Film. Sein Film Der Goldene Handschuh feierte 2019 seine Weltpremiere bei den Berliner Filmfestspielen, und sein nächster Film, Rheingold (2022), lockte über eine Million Zuschauer in die Kinos. Amrum feierte 2025 seine Weltpremiere im offiziellen Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes.
Über Hark Bohm
Hark Bohm wurde 1939 in Hamburg geboren und starb dort im Oktober 2025. Nach seinem ersten juristischen Staatsexamen zog er 1967 nach München. 1970 war Bohm Mitbegründer des Filmverlags der Autoren. 1979 kehrte er nach Hamburg zurück, wo er maßgeblich dazu beitrug, den damaligen Hamburger Bürgermeister davon zu überzeugen, das Filmfest Hamburg ins Leben zu rufen und eine Filmförderinitiative für die Stadt zu etablieren. 1989 war er Mitbegründer des Instituts für Theater, Musiktheater und Film an der Universität Hamburg. Bis 2005 leitete er den postgradualen Studiengang Film des Instituts.
Ab 1972 schrieb und inszenierte Bohm zahlreiche preisgekrönte Spielfilme, darunter die Jugendklassiker Nordsee ist Mordsee und Yasemin, der 1988 mit dem Deutschen Filmpreis in Gold ausgezeichnet wurde. Von 2012 bis 2015 war er gemeinsam mit Niki Stein Co-Autor der achtteiligen Serie Hitler für die UFA. Im Jahr 2015 war er gemeinsam mit Fatih Akın und Lars Hubrich als Co-Autor am Drehbuch des Spielfilms Tschick beteiligt. Im Jahr 2016 unterstützte er Fatih Akın als Co-Autor beim Drehbuch für Aus dem Nichts. Als Nebendarsteller wurde Bohm von vielen seiner Kolleg*innen engagiert, darunter Reinhard Hauff, Margarethe von Trotta, Werner Herzog und R.W. Fassbinder. Sein Bruder war der Schauspieler Marquard Bohm (1941–2006), der in mehreren Filmen seines Bruders sowie anderer bekannter Regisseure, darunter R. W. Fassbinder und Roland Klick, mitwirkte.
Wir laden Sie herzlich ein, nach der Filmvorführung bei einem Drink mit uns den Eröffnungstag der KinoTage zu feiern.
Es ist Frühling 1945 auf Amrum, einer windgepeitschten Insel vor der nordfriesischen Küste Deutschlands. Der zwölfjährige Nanning verbringt seine Tage mit Fischen, dem Robbenfang und der Arbeit auf dem Hof eines Nachbarn, um seine schwangere Mutter und die jüngeren Geschwister zu ernähren, während sein Vater, ein nationalsozialistischer Offizier, im Krieg ist. Als die Nachricht von der Niederlage Deutschlands und dem Tod Hitlers die Insel erreicht, stürzt Nannings fanatische ergebene Mutter in tiefe Verzweiflung, sodass sie das Essen verweigert. Um sie aus ihrer Depression zu reißen, setzt Nanning alles daran, die Zutaten für eine besondere Speise von anderen Inselbewohnern zu organisieren und stößt dabei auf unangenehme Wahrheiten über seine Familie und seine Umgebung und muss erkennen, dass die größte Bedrohung nicht immer von außen kommt.
Vor der Kulisse der kargen Insellandschaft und der endlosen Horizonte der Nordsee erzählt Fatih Akin eine stille, eindringliche Geschichte über den Verlust kindlicher Unschuld. Konsequent die Perspektive des zwölfjährigen Nanning wahrend, macht er mit einem fabelartigen, spannenden Plot die Verunsicherung eines Kindes erfahrbar, das in einer Zeit ihm unverständlicher ideologischer Verschiebungen erlebt, wie die Grenzen zwischen Recht und Unrecht unklar werden. Fatih Akin inszenierte Amrum nach einem Drehbuch des kurz nach der Filmpremiere verstorbenen Regisseurs Hark Bohm, mit dem ihn eine langjährige Freundschaft und enge Zusammenarbeit verband. Akin übernahm die Regie, nachdem deutlich geworden war, dass Bohm den Stoff, der auf seinen eigenen Kindheitserfahrungen auf Amrum basiert, aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst würde verfilmen können. Um einen eigenen Zugang zum Film zu entwickeln, überarbeitete Akin das Drehbuch. Dabei spielte auch der Wunsch eine Rolle, den aktuellen Kräften der politischen Rechten etwas entgegenzusetzen.
Deutschland 2025, Farbe, 93 Min., Deutsch mit englischen Untertiteln.
Regie: Fatih Akın. Drehbuch: Fatih Akın und Hark Bohm. Mit Jasper Billerbeck, Diane Kruger, Laura Tonke, Lisa Hagmeister, Kian Köppke, Matthias Schweighöfer, Detlev Buck, Lars Jessen, Jan Georg Schütte, Tjard Nissen, Dirk Böhling, Marek Harloff.
Festivals
Festival de Cannes (Cannes Première, Weltpremiere, Mai 2025); Hamptons International Film Festival; AFI Fest Los Angeles (Luminaries); Denver Film Festival; Internationales Filmfestival von Indien, Goa; Jerusalem Film Festival; Arras Film Festival; Camerimage; Palm Springs International Film Festival (Country Focus Deutschland, Jan. 2026); Internationales Filmfestival Rotterdam (IFFR, „Cinema Regained“, Jan./Feb. 2026); Seattle International Film Festival; Göteborg Film Festival; Filmfest Hamburg; Taipei Golden Horse Film Festival; Tromsø International Film Festival (Horizons, Jan. 2026).
Auszeichnungen
Bayerischer Filmpreis 2026: Bester Film; Deutscher Filmpreis (Lola) 2026: mehrere Nominierungen, darunter für das beste Sounddesign (Joern Martens, Tobias Fleig, Corinna Fleig, Richard Borowski).
Über Fatih Akin
Fatih Akın, 1973 in Hamburg geboren, ist ein international gefeierter Filmemacher. Sein Durchbruch gelang ihm 2004 mit Gegen die Wand, der auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin den Goldenen Bären gewann. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits sein Filmstudium abgeschlossen, zwei Kurzfilme, einen Dokumentarfilm über die Migration seiner Eltern aus der Türkei nach Hamburg sowie drei Spielfilme gedreht. Seinen nächsten großen internationalen Erfolg feierte er mit Auf der anderen Seite (2007), der bei den Filmfestspielen von Cannes den Preis für das beste Drehbuch gewann und anschließend mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet wurde. Mit seinem nächsten Film Soul Kitchen (2009) gewann Akin den Sonderpreis der Jury im Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig.
Im Jahr 2004 gründete er die Produktionsfirma corazón international, über die er nicht nur seine eigenen Filme produzierte, sondern auch national und international gefeierte Titel wie Chiko, Takva und Min Dît – The Children of Diyarbakır. Im Jahr 2012 gründete er eine neue Firma, bombero international, die sich ausschließlich seiner eigenen Projekte widmet. Die erste Produktion des Unternehmens war The Cut, der 2014 im Wettbewerb der 71. Internationalen Filmfestspiele von Venedig Premiere feierte. 2016 führte Akin Regie bei Aus dem Nichts mit Diane Kruger und Denis Moschitto in den Hauptrollen, der 2017 Premiere feierte und anschließend zahlreiche Preise gewann – darunter die Goldene Palme für die beste Darstellerin (Diane Kruger) in Cannes und den Golden Globe für den besten fremdsprachigen Film. Sein Film Der Goldene Handschuh feierte 2019 seine Weltpremiere bei den Berliner Filmfestspielen, und sein nächster Film, Rheingold (2022), lockte über eine Million Zuschauer in die Kinos. Amrum feierte 2025 seine Weltpremiere im offiziellen Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes.
Über Hark Bohm
Hark Bohm wurde 1939 in Hamburg geboren und starb dort im Oktober 2025. Nach seinem ersten juristischen Staatsexamen zog er 1967 nach München. 1970 war Bohm Mitbegründer des Filmverlags der Autoren. 1979 kehrte er nach Hamburg zurück, wo er maßgeblich dazu beitrug, den damaligen Hamburger Bürgermeister davon zu überzeugen, das Filmfest Hamburg ins Leben zu rufen und eine Filmförderinitiative für die Stadt zu etablieren. 1989 war er Mitbegründer des Instituts für Theater, Musiktheater und Film an der Universität Hamburg. Bis 2005 leitete er den postgradualen Studiengang Film des Instituts.
Ab 1972 schrieb und inszenierte Bohm zahlreiche preisgekrönte Spielfilme, darunter die Jugendklassiker Nordsee ist Mordsee und Yasemin, der 1988 mit dem Deutschen Filmpreis in Gold ausgezeichnet wurde. Von 2012 bis 2015 war er gemeinsam mit Niki Stein Co-Autor der achtteiligen Serie Hitler für die UFA. Im Jahr 2015 war er gemeinsam mit Fatih Akın und Lars Hubrich als Co-Autor am Drehbuch des Spielfilms Tschick beteiligt. Im Jahr 2016 unterstützte er Fatih Akın als Co-Autor beim Drehbuch für Aus dem Nichts. Als Nebendarsteller wurde Bohm von vielen seiner Kolleg*innen engagiert, darunter Reinhard Hauff, Margarethe von Trotta, Werner Herzog und R.W. Fassbinder. Sein Bruder war der Schauspieler Marquard Bohm (1941–2006), der in mehreren Filmen seines Bruders sowie anderer bekannter Regisseure, darunter R. W. Fassbinder und Roland Klick, mitwirkte.
Ort
Goethe-Institut London
50 Princes Gate
Exhibition Road
London SW7 2PH
Vereinigtes Königreich
50 Princes Gate
Exhibition Road
London SW7 2PH
Vereinigtes Königreich