29. 04.-06.05.2016

Image Forum Festival 2016

Filmfestival|

  • Image Forum, Tokyo

Das Image Forum Festival ist ein Experimentalfilmfestival, das aktuelle japanische sowie internationale Kurzfilme zeigt. Im Rahmen des diesjährigen Festivals wird der Kurator Philip Widman auf Einladung des Goethe-Instituts Tokyo zu Gast sein. Er ist Mitglied des Filmlabors Berlin und war darüber hinaus im Jahr 2015 Stipendiat der Villa Kamogawa. Während dieser Zeit setzte sich Widmann bereits mit experimentellen Filmprojekten im deutsch-japanischen Kontext auseinander. Für das Image Forum Festival hat er das Filmprogramm „Processing Landscape“ entwickelt. Das Programm zeichnet sich durch verschiedenperspektivische Beiträge aus, die landschaftliche Transformation mit gesellschaftlicher Identität verknüpfen und dabei der Frage nachgehen wie Natur und Kultur gegenseitig agieren.
 
Im Festivalprogramm aufgeführt unter “Programm Q” mit folgenden Vorstellungszeiten:
 
Samstag, 30. April 2016, 11.00 Uhr
Donnerstag, 05. Mai 2016, 13.45 Uhr
Theater Image Forum

 
Mit folgenden Beiträgen:
 
„A to A“ (A zu A) – Johann Lurf,
Österreich (2011),
Dauer: 5 min


Lurfs Film zeigt in umfassender Weise zahlreiche Verkehrsinseln, wie sie den Verkehr fließen lassen und zum Stoppen bringen. Die Verkehrsinseln sind dabei Lichtungen im Bebauten, die der Filmemacher mit seiner Vespa aufsucht.

“The Voice of God“ (Die Stimme Gottes) –
Bernd Lützeler,
Deutschland (2011),
Dauer: 9 min


Zeitrafferaufnahmen ziehen den Zuschauer in den Sog des pulsierenden Mumbais und fordern gleichzeitig dessen Wahrnehmungsvermögen. Der mächtige Stadtkörper zeigt sich einschüchternd und verletzlich zugleich.
 
„Sleeping District“ (Schlafender Bezirk ) –
Tinne Zenner, Dänemark (2014),
Dauer: 12 min


Spuren des Lebens in einem schlafenden Bezirk am Rande Moskaus machen eindrucksvoll die überformte Stadtplanung im Spannungsfeld zwischen Bedarf und wirtschaftlichen Interessen deutlich. Zu sehen sind endlose Betonklotzsiedlungen, die nur durch Menschen belebt werden.

„#47“ – José Miguel Biscaya,
Niederlande (2014),
Dauer: 11 min


José Miguel Biscaya nutzt Videoaufnahmen von scheinbar unbewohnten Landschaften. Dabei bearbeitet Biscaya die Aufnahmen, sodass das Originalbild zu einem Naturbild verwandelt wird, dass der Zuschauer zuvor in dieser Form noch nicht gesehen hat.

 „The Mutability of all Things and the Possibility of Changing Some“ (Die Veränderlichkeit aller Dinge und die Möglichkeit der Veränderung einiger) – Anna Marziano, Frankreich (2011),
Dauer: 17 min


Landschaftliche Transformation findet hier in der Stadt L´Aquila in der italienischen Region Abruzzen statt, die 2009 von einem Erdbeben erschüttert wurde. Marziano dokumentiert fragmentarisch die Verkörperung der landschaftlichen Zerstörung durch die Menschen, die in ihr leben.

“The Disappearance of the Aïtus” (Das Verschwinden der Aïtus) – Pauline Julier,
Schweiz (2014),
Dauer: 35 min


Der Film porträtiert den geographischen und kulturellen Verlust, der dem südpazifischen Inselstaat Tuvalu und dessen Bevölkerung auf Grund des ansteigenden Meeresspiegels bevorsteht. Die Künstlerin Pauline Julier zeigt aber auch, dass neben dem Klimawandel bereits der Kolonialismus und eine globalisierte Wirtschaft das Ende der vorchristlichen Mythologie Tuvalus besiegelt haben.