Monika Rincks Dichtung wirbelt das Denken auf. Ihre Inspirationsquellen sind vielfältig, zeugen von der großen Belesenheit der Autorin. Kierkegaard, Roland Barthes, Alain Badiou, Theodor W. Adorno, Ovid, Paulus Böhmer, Heinrich Kleist, Georg Büchner und viele andere Autoren fließen gedanklich in Rincks Sprachkunst ein. In ihren Gedichten stehen immer wieder scheinbar disparateste Dinge nebeneinander, die "Datenlage" verkehrt sich da in eine "Gartentrage". Gesicherte Erkenntnisse haben in Rincks Werk keinen Platz. Die Welt vermeintlicher Gewissheiten verliert sich im Trubel mehrdeutiger, heiterer Wortschöpfungen. Das Gedicht will infrage stellen, die Wahrnehmung erweitern in einem anregenden Sinn.
Lyriklesung und Gespräch
Dienstag, 15.11.2016, 19.00 Uhr
Ort: Bibliothek des Goethe-Instituts
Monika Rinck liest einige ihrer Gedichte vor. Verschiedenste Wortprägungen überzeugen das Publikum von der Tiefe ihrer Sprachkunst.
Motive und Zeichnungen begleiten die zweisprachige Lyriklesung aus dem Gesamtwerk der Dichterin.
Darauf folgt ein Bühnengespräch zwischen Monika Rinck und Hiroshi Yamamoto, Dozent und Experte deutschsprachiger Gegenwartsliteratur an der Waseda Universität Tokyo.