Monika Rincks Dichtung wirbelt das Denken auf. Ihre Inspirationsquellen sind vielfältig, zeugen von der großen Belesenheit der Autorin. Kierkegaard, Roland Barthes, Alain Badiou, Theodor W. Adorno, Ovid, Paulus Böhmer, Heinrich Kleist, Georg Büchner und viele andere Autoren fließen gedanklich in Rincks Sprachkunst ein. In ihren Gedichten stehen immer wieder scheinbar disparateste Dinge nebeneinander, die "Datenlage" verkehrt sich da in eine "Gartentrage". Gesicherte Erkenntnisse haben in Rincks Werk keinen Platz. Die Welt vermeintlicher Gewissheiten verliert sich im Trubel mehrdeutiger, heiterer Wortschöpfungen. Das Gedicht will infrage stellen, die Wahrnehmung erweitern in einem anregenden Sinn.
Workshop mit Monika Rinck
Donnerstag, 17.11.2016, 18.15 Uhr
Ort: Waseda Universität, Gebäude 33, 16. Stock
Unter Leitung von Prof. Hiroshi Yamamoto wird der Versuch unternommen, Fragen zur Streitschrift „Risiko und Idiotie“ im Austausch mit Studierenden und der Autorin zu klären.
In „Risiko und Idiotie“ geht es um Möglichkeiten der poetischen Sprache, poetologische Haltungen, philosophische Überlegungen zur Zukunft des Denkens, feine Grenzüberschreitungen des Privatsprachlichen bis hin zum gewitzten Wahnsinn.