Sa, 19.09. - Mi, 23.09.2009, 19:30 - 22:00 Uhr

"Bit.fall"

Installation|Ein Beitrag zu "Aqua Metropolis Osaka 2009"

Mit ihrer gemeinsamen Installation "Bit.fall - Wasserfälle" in Dôtonbori leisten die beiden Künstler Julius Popp und Keiji Uematsu einen deutschen Beitrag zum diesjährigen "Aqua Metropolis Osaka 2009" vom 22.08. bis 12.10.2009.

In "Bit.fall" filtert der vielversprechende deutsche "emerging artist" Julius Popp mit Hilfe eines Computerprogramms aktuelle Schlagworte aus aktuellen Nachrichtenströmen des Internets und verwandelt sie über 320 Magnetventile in einen glitzernden Wasserfall, in dem die zu Boden fallenden Tropfen sich fortlaufend zu neuen Buchstaben arrangieren und nach wenigen Sekunden im Unerleserlichen verschwinden. Die Struktur zerfällt, die Information verschwindet, übrig bleibt nur das Wasser, das in einem Auffangbecken gesammelt und über eine Pumpe zurückgeführt wird. Die Prozesse des Wahrnehmens, Verstehens und Interpretierens werden durch die technisch komplexe Versuchsanordnung in ihrer Offenheit und Vielschichtigkeit vorgeführt.


Julius Popp, 1973 in Nürnberg geboren, lebt und arbeitet in Leipzig. Von 1998 bis 2005 studierte er an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Neben vielen Ausstellungen, u.a. in Tôkyô, New York, Wien und Paris, erhielt er 2003 den "Robot Choice Award" und wird 2010 an der "1. Biennale für Internationale Lichtkunst" in Unna teilnehmen. Seine Arbeiten orientieren sich an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft. Im Vordergrund steht das Erzeugen von Bildern und das Verstehen der Welt mittels autonomer Maschinen.
In der Installation "Falling Water/ Rising Water" projiziert ein Beamer das Spiegelbild eines Wasserfalls auf eine Leinwand. Die diametrale Erscheinung des Wasserfalls spiegelt die drei wichtigsten Faktoren seiner Entstehung wider, die Erdkugel, das Wasser und die Gravitationskraft. Durch das Zusammenspiel von auf- und absteigenden, vertikalen und horizontalen, stagnierenden und fließenden Wasser und der Gegenüberstellung von Mensch und Natur wird dieses Naturphänomen gravitativer Kräfte verdeutlicht.

Keiji Uematsu, 1947 in Kobe geboren, lebt und arbeitet sowohl in Osaka, als auch in Düsseldorf. 1969 erhielt er den B.A. in "Fine Art", eröffnete in Kyoto seine erste Solo-Ausstellung und hat sich seitdem der Förderung des internationalen Kulturaustauschs verschrieben. 1988 wurde er als Repräsentant Japans zur internationalen zeitgenössischen Kunstausstellung "Biennale di Venezia" nach Italien eingeladen.